22.09.2011, 08:59 Uhr | dpa
Die gesetzlichen Krankenkassen wollen die Ärzte daran hindern, den Versicherten immer mehr Leistungen anzubieten, die diese selbst bezahlen müssen. "Bei den sogenannten individuellen Gesundheitsleistungen geht es vorrangig um Umsatz und Gewinn der Ärzte und nicht um medizinische Hilfe für Kranke", sagte Gernot Kiefer, Vorstand im Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung, der "Berliner Zeitung". Die sogenannten IGeL-Angebote seien mehrheitlich nutzlos und damit überflüssig.
"Es widerspricht dem ärztlichen Ethos, kranken Menschen fragwürdige Leistungen unterzujubeln", kritisiert er. "Wir müssen dem einen Riegel vorschieben." Konkret verlangt der Spitzenverband, dass die Patienten ein Igel-Angebot erst nach einer 24-stündigen "Einwilligungssperrfrist" annehmen dürfen. Nur in den Fällen, wo der Patient ausdrücklich nach IGeL-Angeboten fragt, soll die 24-Stunden-Frist nicht gelten.
Außerdem müsse ein schriftlicher Behandlungsvertrag vorliegen, wobei der Patient vorher über Vor- und Nachteile und Alternativen aufgeklärt werden muss. Die Änderungen sollen in dem von der schwarz-gelben Koalition geplanten Gesetz zur Stärkung der Patientenrechte aufgenommen werden.
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Der Umsatz der Ärzte mit IGeL-Angeboten ist dem Bericht zufolge seit 2005 um rund 50 Prozent auf etwa 1,5 Milliarden Euro jährlich gestiegen. Die häufigsten Leistungen sind das Glaukom-Screening auf Grünen Star und der vaginale Ultraschall auf Eierstock- und Gebärmutterkrebs.
Dabei gab es gerade beim Glaukom-Screening immer wieder Initiativen, die Untersuchung in den Leistungskatalog der GKV aufzunehmen. Zumindest die Augenärzte sind so sehr von der Methode überzeugt, dass manche sich von ihren Patienten unterschreiben lassen, diesen die Augeninnendruck-Messung angeboten zu haben - als Absicherung, falls ein Grüner Star unentdeckt bleibt.
Quelle: dpa , t-online.de
wuel41 schrieb:
am 30. November 2011 um 16:30:17
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Einschräcken der IGel.
Es gibt eine große Zahl von Ä'rzten die mehr an dem verkauf einer IGel_Leistung interessiert sind als daran was
dem Patienten,oder besser dem Kunden angedreht werden kann ,Die angeblichen Einnahmeverluste wollen sie über diesen Weg ausglöeichen,warum so frage ich mich geben sie denn ihre Kassenzulassung nicht zurück wenn sie so wenig daran verdienen?.Die nächste Frage ist für mich wo bleibt der Eid den sie abgelegt hanben den Menschen zu helfen?. Alle nur Lug und Trug ,viel Wahrheit ist nich
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SW schrieb:
am 26. September 2011 um 15:22:02
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IGeL
zunächst schwört kein Arzt mehr auf den "Hippokratischen Eid", weil dieser völlig veraltet ist. Weiterhin kann doch jeder
Patient selbst entscheiden, was er bezahlen will oder nicht. Seit Jahren anerkannte und erfolgreiche Methoden werden von den Kassen mit unverständlichen Argumenten abgelehnt in den Katalog übenommen zu werden. Wenn ich ein Auto kaufe kosten die etwaige Extras, die mehr Sicherheit oder Komfort bedeuten auch extra und das nicht unbeträchtlich.
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klugsch schrieb:
am 26. September 2011 um 12:56:27
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@ gabore
Weder - noch... es wäre der hippokratische Eid. Aber wer schwört heutzutage noch auf griechische Götter?
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