09.03.2010, 14:51 Uhr | AFP, dpa
Bei vielen Insolvenzen gehen die Gläubiger leer aus (Foto: imago)
Im Krisenjahr 2009 mussten deutlich mehr Unternehmen Insolvenz anmelden als ein Jahr zuvor. Die deutschen Amtsgerichte verzeichneten im vergangenen Jahr 32.687 Unternehmensinsolvenzen, 11,6 Prozent mehr als noch 2008, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Pleiten kommen die Gläubiger immer teurer zu stehen. Allein 2009 gab es Forderungen in Höhe von 85 Milliarden Euro.
Noch im Jahr 2008 beliefen sich die Schulden der insolventen Firmen auf 33,5 Milliarden Euro. Ein Grund für die Steigerung auf ein neues Rekordniveau waren einige Großpleiten wie beim Handelskonzern Arcandor.
Die Pleiten gefährdeten derweil immer mehr Arbeitsplätze: Bei den im Jahr 2009 zahlungsunfähig gewordenen Unternehmen arbeiteten zum Zeitpunkt der Insolvenz mehr als 250.000 Menschen. 2008 hatte die Vergleichszahl nur knapp 122.000 und damit weniger als die Hälfte betragen.
Inzwischen nähert sich das Niveau bei den Insolvenzen immer mehr dem Rekordstand von 2003. In der damaligen Rezession verzeichneten die Statistiker 39.320 Insolvenzen. 2010 droht sogar eine Zunahme auf über 40.000 Insolvenzen. Das prognostizierte die Wirtschaftsauskunftei Creditreform. "Die Wirtschaftskrise fordert ihren Tribut", sagte Vorstandsmitglied Helmut Rödl. Bei vielen Firmen sei das Eigenkapital bedenklich geschrumpft, sie kämen schwieriger an Kredite und litten unter Zahlungsausfällen von Lieferanten.
Bei den Verbraucherinsolvenzen sieht die Lage weniger dramatisch aus. Deren Anzahl stieg um drei Prozent auf rund 101.000. Im Vorjahr hatte es den ersten Rückgang seit Einführung des neuen Insolvenzrechts im Jahr 1999 gegeben.
AFP, dpa
Hotzenplotz schrieb:
am 20. März 2010 um 10:15:19
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Wirtschaftslage
Wir werden doch nur über die derzeitige wirtschaftliche Lage veralbert.Wer Zeitungn liest und sich grünlich informiert
sieht doch wohin die Reise geht.Angeblich geht es vorwärts,die Schulden werden immer mehr,Insolvenzen steigen rasant,Beiträge werden überall erhöht,Preise steigen besonders an der Tankstelle und die Stimmung der Menschen ist im Keller.Insolvenzbetrug ist an der Tagesordnung und das schlimmste ,die Insolvenzbetrüger kommen vor Gericht noch damit durch.Gewalt ist im kommen.
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Sigi schrieb:
am 10. März 2010 um 16:27:43
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Insolvenzen
Mir ist so als hätte ich hier vor Tagen im Netz und in der Presse gelesen- alles halb so schlimm, geringer als gedacht, es geht
wieder aufwärts.
Hier geht nichts mehr aufwärts. Und wer immer noch glaubt - nach 7 mageren Jahren kommen 7 fette Jahre, der hat es nicht grafft oder pfeift im Walde!
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