21.02.2010, 13:47 Uhr | CS mit dpa
Die Zahl der Bagatell-Kündigungen nimmt kein Ende. Ein besonders pikanter Fall ereignete sich nun in Köln. Die Stadt kündigte einem Beschäftigten wegen starken Schweißgeruchs. Der 50-Jährige arbeitete als Architekt in der Denkmalbehörde und befand sich noch in der Probezeit. Die Stadt hätte ihm daher eigentlich ohne Begründung kündigen dürfen, erläuterte ein Sprecher des Kölner Arbeitsgerichts. Doch die Stadt wollte gegenüber dem Mann wohl auch schriftlich festhalten, weshalb er gefeuert wurde.
Statt den Mann aber einfach vor die Tür zu setzen, hielt die Stadt Köln schriftlich fest, dass der Mann durch sein ungepflegtes Äußeres, vor allem durch Schweißgeruch und schmutzige Hände, aufgefallen sei. Offenbar hatte die Chefin den Mann bereis zuvor auf seinen Körpergeruch angesprochen. Er hatte sich allerdings dabei nichts gedacht, wie er der "Bild"-Zeitung verriet. Die Kündigung in ihrer für ihn beleidigenden Form wollte der Architekt allerdings nicht auf sich sitzen lassen und zog vor Gericht.
Der Mann argumentierte, die Kündigung sei in ihrer Form missbräuchlich und mutwillig erfolgt. Ein Versuch, zu einer gütlichen Einigung zu kommen, scheiterte. Nun muss das Kölner Arbeitsgericht den Streit klären. Der "Bild"-Zeitung sagte der Mann: "Die Vorwürfe sind ungeheuerlich." Auch seine Kollegen hätten ihm auf einer Unterschriftenliste bescheinigt, dass er nicht stinke.
Quelle: t-online.de , dpa
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