
24.08.2011, 09:39 Uhr | Financial Times Deutschland
Die Solar Millennium-Aktie leidet unter den aktuellen Negativschlagzeilen (Foto: dapd) (Quelle: dapd)
Noch mehr schlechte Nachrichten für den fränkischen Solarkraftwerksbauer: Hannes Kuhn soll Bilanzen geschönt haben. Der bestreitet die Vorwürfe.
Nach dem Verdacht des Insiderhandels wird der Firmengründer und Aufsichtsrat des Kraftwerksentwicklers Solar Millennium nun auch des Betrugs beschuldigt. Hannes Kuhn und zwei weitere Personen seien von der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft wegen Betrugs im besonders schweren Fall angeklagt, sagte eine Richterin des Landgerichts am Dienstag und bestätigte damit einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung".
Ihnen werde vorgeworfen, Kapitalanleger zwischen 2002 und 2006 mit zu günstigen Bilanzen der inzwischen insolventen DM Beteiligungen AG geworben zu haben. Es seien Inhaberschuldverschreibungen über 143 Millionen Euro von rund 9000 Anlegern gezeichnet worden. Bei der Insolvenz im Jahr 2006 hätten 90 Millionen Euro gefehlt, erklärte die Richterin. Die Kammer des Düsseldorfer Landgerichtes werde nun über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung des Verfahrens entscheiden.
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Kuhn teilte in einer Stellungnahme zu den Vorwürfen mit: "Die in dem seit 2007 laufenden Verfahren der Staatsanwaltschaft Düsseldorf gegen mich vorgebrachten Vorwürfe entbehren jeder Grundlage." Der Solar-Millennium-Aufsichtsrat kommentierte, dem Kontrollgremium seien die Ermittlungen gegen Kuhn "im Detail" bekannt.
Für das fränkische Unternehmen ist das ein weiterer schwerer Schlag. Erst vergangene Woche hatte die Bundesfinanzaufsicht (BaFin) Kuhn wegen des Verdachts auf Insiderhandel ins Visier genommen. Bei den Ermittlungen steht ein Aktienkauf Kuhns im Mittelpunkt. Kuhn soll unmittelbar vor der offiziellen Ernennung des ehemaligen EnBW-Chefs Utz Claassen Unternehmensaktien erworben haben.
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Dazu musste Solar Millennium vergangene Woche eingestehen, dass es beim Vorzeigeprojekt in der Wüste Kaliforniens von vorne anfangen muss. Das angeschlagene Unternehmen werde aus Kostengründen gewöhnliche Fotovoltaikmodule statt der effizienteren Solarthermie mit Spiegeln. Die Solar-Millennium-Aktie verlor daraufhin zeitweise rund 60 Prozent.
Quelle: Financial Times Deutschland
andresen schrieb:
am 27. August 2011 um 13:05:34
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alt schrieb
Also, ich bin auch dafür, das Unternehmen keine Subventionen mehr bekommen sollten.
Auch nicht die Atom und Stromindustrie,
nicht die Oelkonzerne. Keine Subventionen mehr für die Autoindustrie, die Pharmaindustrie, die Bauindustrie, die Landwirte etc. etc.......
Am Schluß bleiben die Produkte übrig, die Sinn machen und nicht die, die am
besten subventioniert werden.
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Harry schrieb:
am 24. August 2011 um 12:43:54
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@Steuerfahnder
Die Unternehmer in dieser Branche haben alle ein Parteibuch von den Grünen. Deshalb wurde diese Branche ja auch unter der
grün-roten Bundesregierung so massiv mit Steuergeldern unterstützt. Wenn bei der nächsten Bundestagswahl wieder grün-rot gewählt wird können diese Firmen wieder schalten und walten wie sie wollen und die Kurse steigen wieder
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sauerland schrieb:
am 24. August 2011 um 11:28:32
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@Steuerfahnder
ja so weit ist es inzwischen gekommen, in den 60 Jahren Demokratie Deutschland. Unsere Staatsdiener auch Beamte genannt -es
gibt selbstverständlich auch solche die ihren Eid ernst nehmen - sind heute dank dem Verfall der Moral und der Ausbildung auf Eliteschulen zum egoisten nur noch auf eigenen Vorteil gertrimmt. Schaut nur was in Berlin abläuft, wo die Aussteiger aus Politik und Ministerien dannach arbeiten. Filz und Korruption beherscht unser Land, wie bei den Steuersündern die man schützt.
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