21.02.2010, 15:18 Uhr | AFP
Kurzarbeit und flexible Arbeitszeiten haben 2009 mehr als eine Million Jobs in Deutschland gerettet. Dies geht aus aktuellen Statistiken des Instituts für Arbeitsmarktforschung (IAB) hervor. Durch die beiden Maßnahmen sei "die Wucht der Wirtschaftskrise am deutschen Arbeitsmarkt größtenteils abgefangen" worden, so das IAB. Und die Wirtschaft scheint langsam wieder in Schwung zu kommen. So fahren deutsche Großkonzerne die Kurzarbeit weiter zurück.
Durch Kurzarbeit und den Abbau von Arbeitszeitkonten ging die Jahresarbeitszeit der Arbeitnehmer in Deutschland 2009 im Schnitt um 3,2 Prozent zurück. Im Schnitt leistete jeder Arbeitnehmer damit 1309 Arbeitsstunden im vergangenen Jahr, 43,5 Stunden weniger als 2008. "Dieser Rückgang entspricht rechnerisch rund 1,2 Millionen Jobs, die gesichert wurden", erklärten die IAB-Arbeitsmarktforscher.
Die Zahl der Kurzarbeiter stieg 2009 laut IAB sprunghaft an und lag im Jahresdurchschnitt über einer Million. Bei den Betroffenen fiel im Schnitt gut ein Drittel der normalen Arbeitszeit aus, auf alle Arbeitnehmer gerechnet waren das im Schnitt 15,5 Arbeitsstunden. Der Stand der Arbeitszeitkonten nahm im Jahresverlauf pro Arbeitnehmer im Durchschnitt um 9,3 Stunden ab. Kräftig sank laut IAB zudem die Zahl der bezahlten Überstunden: Sie schrumpfte 2009 um 13 Stunden.
In der zweiten Jahreshälfte verlangsamte sich der Rückgang der Arbeitszeit dem IAB zufolge. "Die Möglichkeit der Betriebe, über flexible Arbeitszeiten die Unterauslastung ihrer Mitarbeiter auszugleichen, ist inzwischen weitgehend ausgeschöpft", erklärten die IAB-Forscher.
Einen Hinweis auf die anziehende Konjunktur geben die DAX-Konzerne: Bei lediglich neun von den 30 Unternehmen gibt es derzeit noch Kurzarbeit. Einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage der "Bild"-Zeitung zufolge arbeiten beim Autohersteller Daimler noch 27.000 Beschäftigte kurz, beim Nutzfahrzeug- und Maschinenhersteller MAN noch 12.000. Der Stahlkonzern ThyssenKrupp senkte die Kurzarbeit demnach von rund 10.000 auf 1000 Mitarbeiter, Salzgitter um zwei Drittel auf rund 3000. Zudem gibt es demnach noch bei Siemens Kurzarbeit (6000 Beschäftigte), Lufthansa (2600), der Deutschen Post (unter 300) und Linde (unter 100).
Die große Koalition hatte in der Wirtschaftskrise gleich zweimal beschlossen, die maximale Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes zu verlängern. Derzeit erhalten Arbeitnehmer bis zu zwei Jahre einen Ausgleich vom Arbeitsamt, wenn Betriebe Kurzarbeit beantragen. Das Arbeitsamt stockt dann Gehalt oder Lohn der betroffenen Arbeitnehmer auf und gleicht damit einen Teil ihres Einkommensverlustes aus. Das soll den Staat langfristig weniger kosten, als wenn die Arbeitnehmer in der Krisen entlassen würden.
Quelle: AFP , t-online.de
Gerd schrieb:
am 23. Juli 2010 um 21:53:55
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Kurzarbeit
Kurzarbeit gehört verboten. Die Unternehmen betrügen ihre Mitarbeiter
und den Staat (Steuerzahler). Riesige Schweinerei !!
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Paul schrieb:
am 3. Februar 2010 um 11:59:37
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Kurzarbeit rettet A.
Warum heißt es nicht Steuergelder retten Arbeitsmarkt.Es wäre auch richtig höhere Staatsschulden für Konzerne und
Arbeiter.Wer verdient denn an den Staatsschulden?Diese Lösung ist keine Lösung.Es muß über das Prinzip Arbeit nachgedacht werden und nicht weiter so.
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uhidi schrieb:
am 2. Februar 2010 um 16:17:07
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kurzarbeit
die kurzarbeit ist eigentlich eine gute einrichtung.es müßten die vielen firmen die damit betrügen strafrechtlich wesentlich
mehr bestraft werden als jetzt. WO sind die ganzen schreiberlinge,die ewig pauschal über alle h 4 empfänger,schwarzarbeiter usw. herziehen. ist es was besseres wenn arbeitgeber oder reiche betrügen ? ,auf jedenfall ist es dann ganz ruhig,viel zu ruhig.
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