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Kurzarbeit kostet Betriebe bis zu 6,2 Milliarden Euro
17.08.2009, 15:07 Uhr | mmr
Auch die Firmen müssen für Kurzarbeit zahlen (Foto: imago) Die Firmen in Deutschland zahlen dieses Jahr für die Kurzarbeit voraussichtlich etwa so viel Geld wie die Bundesagentur für Arbeit (BA). Die Betriebe wenden für Kurzarbeit zwischen 4,2 und 6,2 Milliarden Euro auf, wie aus einer am Montag veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarktforschung (IAB) hervorgeht. Die BA rechnet für dieses Jahr mit Ausgaben von rund sechs Milliarden Euro.
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Arbeitsagentur übernimmt hohen Anteil der Kosten
Meldet eine Firma Kurzarbeit an, übernimmt die Agentur bis zu 67 Prozent des Gehalts der betroffenen Beschäftigten und die Hälfte von deren Sozialabgaben. Bei Kurzarbeit über sechs Monaten, oder wenn Betriebe Weiterbildungen anbieten, zahlt sie die Sozialabgaben auch ganz. Die Höhe der tatsächlichen Kosten für die Betriebe durch Kurzarbeit hängt also davon ab, ob die Bundesagentur für Arbeit (BA) die Sozialversicherungsbeiträge für die betroffenen Mitarbeiter voll erstattet oder nicht.
Mindestens ein Viertel der Personalkosten zahlen Unternehmen
Für Unternehmen bleiben der Studie zufolge aber selbst, wenn die BA die gesamten Sozialabgaben übernimmt, im Schnitt noch 24 Prozent der ursprünglichen Personalkosten. Müssen die Firmen noch die Hälfte der Sozialabgaben zahlen, bleiben demnach 35 Prozent. Wenn die Betriebe mit den Beschäftigten vereinbaren, das Kurzarbeitergeld der BA aufzustocken, müssen sie laut IAB durchschnittlich 48 Prozent der normalen Arbeitskosten zahlen.
Neue Mitarbeiter suchen kostet später tausende Euro
Diese Kosten seien "der Preis, den die Betriebe für das Halten ihrer eingearbeiteten Belegschaften zahlen", erklärten die Autoren der IAB-Studie. Alternativ müssten die Unternehmen in der Krise Mitarbeiter entlassen und eventuell Abfindungen zahlen. Beim nächsten Aufschwung müssten sie dann wieder neue Mitarbeiter suchen. Die Kosten hierfür veranschlagt das IAB nach Schätzungen externer Forscher auf 7000 Euro für jeden Geringqualifizierten und 32.000 Euro für jeden qualifizierten Mitarbeiter.
Rund 1,1 Millionen Kurzarbeiter im laufenden Jahr erwartet
Im Durchschnitt erwarten die IAB-Experten im laufenden Jahr 1,1 Millionen Kurzarbeiter. Der Arbeitsausfall sollte 38 Prozent betragen. Bei einer durchschnittlichen Jahresarbeitszeit von 1500 Stunden wäre dies ein Ausfall von insgesamt 630 Millionen Stunden.
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Quelle: AFP
, t-online.de