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Lage von General Motors immer schlimmer

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Lage von General Motors immer schlimmer

03.12.2008, 12:33 Uhr | mfu

GM-Chef Rick Wagoner fordert von US-Kongress Milliardenkredite (Foto: dpa) GM-Chef Rick Wagoner fordert von US-Kongress Milliardenkredite (Foto: dpa)Die Lage der amerikanischen Autohersteller ist noch verzweifelter als bislang bekannt. Der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) braucht noch im Dezember einen Kredit über vier Milliarden Dollar. Insgesamt bat der größte US-Autobauer den US-Kongress am Dienstag um Kredite von bis zu 18 Milliarden Dollar bis Ende 2009. Die Konkurrenten Ford und Chrysler benötigen nach eigenen Angaben neun beziehungsweise sieben Milliarden Dollar.

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Spekulationen um GM-Pleite

Allein im November brach der Absatz von General Motors um 41 Prozent ein, die Verkäufe von Ford fielen um gut 30 Prozent. Die GM-Mitteilung löste sofort neue Spekulationen über eine drohende Pleite aus. Das "Wall Street Journal" berichtete, die ranghohe Funktionäre der Autoarbeiter-Gewerkschaft UAW befürchteten eine Insolvenz von General Motors noch vor Weihnachten, falls die geforderten Milliarden vom Staat nicht kämen. Das Unternehmen selbst betonte, es wolle eine Insolvenz unbedingt verhindern und setzte alles daran, die Hilfen aus Washington zu bekommen.

Drastischer Jobabbau

GM kündigte an, dass es seine Marken Saab und Saturn möglicherweise verkaufen werde. In den USA werde sich der Konzern künftig auf vier zentrale Marken konzentrieren: Chevrolet, Cadillac, Buick und GMC. Überdies will der der Konzern bis zum Jahr 2012 zusätzlich 31.500 Arbeitsplätzen in den USA streichen. Alle amerikanischen Autoriesen wollen zudem die Autoproduktion deutlich drosseln. GM plant für das erste Quartal 2009 die Produktion von nur noch 600.000 Autos, das entspricht einem Rückgang von 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Opel sorgt für alle Fälle vor

In Deutschland bereitet sich Opel allerdings schon seit Mitte November auf eine Insolvenz der Konzernmutter vor und bat für diesen Fall um staatliche Bürgschaften von mehr als einer Milliarde Euro. Die Bundesregierung will bis Weihnachten darüber entscheiden.

Manager wollen auf Gehalt verzichten

Um vom US-Parlament die staatlichen Gelder zu bekommen, bieten derweil die Chefs der "Big Three" einen Gehaltsverzicht an. Ford-Generaldirektor Alan Mullaly, der im vergangenen Jahr 28 Millionen verdiente, erklärte sich bereit, ein Jahressalär von einem Dollar zu akzeptieren, sollte sein Konzern die geforderten Kredite erhalten. Auch GM-Chef Rick Wagoner gab ein entsprechendes Versprechen ab. Chrysler-Boss Robert Nardelli hatte dies bereits im November zugesagt.

Firmenbosse ohne Privatjet

Um den US-Kongress für sich einzunehmen erschienen die Autobosse diesmal ohne Privatjet. Das hatte beim letzten Termin der US-Autobosse in Washington für erheblichen Unmut in der US-Öffentlichkeit gesorgt. Der Kongress setzt die Anhörung von Wagoner, Mullaly und Nardelli zu den von ihnen geplanten "Umstrukturierungsmaßnahmen" am Donnerstag und Freitag fort.

Wirtschaftskrise nicht alleinige Ursache für US-Autokrise

Ob die geforderten Hilfen den angeschlagenen US-Autoriesen aus der Klemme helfen können bleibt fraglich. Beobachter kritisieren überdies, dass allein die Wirtschaftskrise als Erklärung für die Schwierigkeiten der drei Konzerne nicht ausreiche. Ein maßgeblicher Grund für die Malaise sei vielmehr das Festhalten an Modellen mit vielen PS und hohem Spritverbrauch.

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Quelle: dpa-AFX , dapd , t-online.de

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