13.09.2010, 15:00 Uhr | AFP
In Städten wie Dresden ist der Lebensstandard in den vergangenen Jahren gestiegen (Foto: dpa)
Der Lebensstandard der Ostdeutschen hat sich seit der Wiedervereinigung vor 20 Jahren enorm erhöht. Nach einer am Sonntag von der Zeitschrift "Super Illu" veröffentlichten Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts ifo wurden die anfänglich hohen Erwartungen an den Aufholprozess zwar nicht erfüllt. Gleichwohl sei man den Zielen aber "schon recht nahe gekommen". Das zeige sich insbesondere bei der Entwicklung der Löhne und Renten, in der Wirtschaftsleistung, der medizinischen Versorgung und der Bildung. Die im Jahr 1993 gegründete Dresdener Niederlassung des ifo-Instituts erstellte die Studie im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.
Der Ost-West-Abstand bei den Bruttolöhnen verringerte sich demnach in den vergangenen rund 20 Jahren deutlich. 1991 hätten die Ost-Gehälter durchschnittlich nur 57 Prozent des West-Niveaus betragen, heute seien es 83 Prozent. Allerdings sei die Westangleichung im öffentlichen und privaten Dienstleistungssektor weiter fortgeschritten als im verarbeitenden Gewerbe. Die Rentner in den neuen Ländern erhalten heute sogar im Schnitt mit monatlich 810,92 Euro eine deutlich höhere Altersversorgung als die Rentner im Westen (697,53 Euro im Jahr 2008). Das Nettogeldvermögen der ostdeutschen Haushalte stieg der Studie zufolge im Schnitt von 10.900 Euro auf 26.700 Euro im Jahr 2008. Das entspreche 53 Prozent des Westniveaus gegenüber 35 Prozent nach dem Ende der DDR.
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) je Einwohner im Osten verdoppelte sich, es stieg von 9751 Euro im Jahr 1991 auf 19.500 Euro im Jahr 2009. In Westdeutschland stieg das BIP je Einwohner im gleichen Zeitraum nur um zwölf Prozent. Einen gewaltigen Sprung machte die Produktivität der Wirtschaft Ost: 1991 waren noch 77,2 Arbeitsstunden nötig, um 1000 Euro Wirtschaftsleistung zu erreichen. Heute sind es nur noch rund 29 Stunden. Allerdings gebe es absolut betrachtet noch ein deutliches West-Ost-Gefälle, so die Studie.
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Die medizinische Versorgung in Ostdeutschland verbesserte sich der Studie zufolge deutlich. Kamen statistisch gesehen in der Wendezeit 246 Ärzte auf 100.000 Einwohner, so sind es heute 348 Mediziner. Dieser Entwicklung sowie den besseren Umweltbedingungen sei es zu verdanken, dass die Lebenserwartung in den neuen Ländern um rund sechs Jahre stieg,. Außerdem haben die Ostdeutschen heute im Durchschnitt auch höhere Bildungsabschlüsse als in der DDR. 21,8 Prozent aller Einwohner über 15 Jahren verfügen der Studie zufolge jetzt über die Hochschul- oder Fachhochschulreife. Damit stieg dieser Anteil in knapp zwei Jahrzehnten um 75 Prozent. Ähnlich stark nahm dem ifo-Gutachten zufolge auch der Anteil der Hochschulabsolventen zu.
Quelle: t-online.de , AFP
nici schrieb:
am 13. September 2010 um 12:44:59
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@rene
Oh Mann, wenn ich das schon höre. Würde es die DDR heute noch geben, wäre der Lebensstandard bedeutend schlecher. Die
Neubauwohnungen von damals sind inzwischen marode, Altbauten würden zusammenbrechen, vom Mangel an Konsumgütern gar nicht zu reden. Telefon, Auto - da hätten wir ewig drauf gewartet, vom Internet hätten wir geträumt. Sieh Dich doch mal um, die Straßen, die Städte - alles nach der Wende auf Vordermann gebracht, was das angeht da ist der Westen jetzt mal dran.
Ach ja, ich bin Ossi
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Rene schrieb:
am 13. September 2010 um 12:13:14
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Ost - West
Mein Lebensstandart war auch zu DDR gut,ich brauchte nicht hunger,nicht frieren u.Arbeit hatte ich auch.Meine Kinder wurden gut
beträut,im Kindergarten,war meine Arbeitszeit mal länger als geplant ( nach 18.00 Uhr ),auch dann wurden meine Kinder im Kindergarten nicht vor die Tür gesetzt. Und Bananen ess ich immer noch nicht jeden Tag.Reisen konnt ich auch.
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Peter § schrieb:
am 13. September 2010 um 11:58:30
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Rolf
Die 1600 € hättest Du heute auch wenn es die DDR noch gäbe. Als DDR-Rentner hattet ihr ja Reisefreiheit. Ich sah es in den 70ern ja
deutlich an den Rentenschaltern was wir euch "Republickflüchtlingen" aus der DDR im Westen Monat für Monat hingeblättert haben. Honni brauchte euch nicht mehr,laßt euch im Westen bezahlen !
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