08.06.2010, 13:42 Uhr | bv mit AFP
Das Handwerk in Ostdeutschland fürchtet einen Fachkräftemangel (Foto: ddp)
Wegen des Rückgangs der Schulabgänger-Zahlen, insbesondere in Ostdeutschland, wollen Handwerksbetriebe künftig auch Lehrlinge aus dem Ausland anwerben, etwa aus Polen. Der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Otto Kentzler, sagte der "Bild"-Zeitung, ohne die Anwerbung junger Europäer aus den Nachbarländern werde "es nicht gehen". Sonst drohe Deutschland ein Fachkräftemangel. Schon 2009 blieben laut ZDH in Ostdeutschland weit über ein tausend Lehrstellen unbesetzt.
Nach Angaben des ZDH werden 2011 in Ostdeutschland etwa 115.000 Schulabgänger weniger erwartet als noch 2003. In Sachsen waren es im Jahr 2000 laut ZDH 60.000 Schulabgänger, 2007 noch 44.000, nächstes Jahr sollen es nur noch 22.800 sein.
Kentzler forderte deshalb, die Schulen müssten sich intensiver um junge Menschen kümmern, die Probleme haben. Die demografische Entwicklung bedrohe sonst die Fachkräftesicherung der ostdeutschen Handwerksbetriebe. Die Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss oder ohne Ausbildungsreife soll verringert werden. Dazu biete die Wirtschaft verstärkt auch die Zusammenarbeit mit Schulen an, hieß es.
Da diese Maßnahmen allein aber für Ostdeutschland nicht ausreichten, sollten Azubis aus dem benachbarten Polen angeworben werden, sagte Kentzler. Die Handwerkskammer Cottbus habe schon entsprechende Pläne. 2011 solle eine erste Gruppe junger Polen an einem dreimonatigen Intensivkurs zu Sprache, Kultur, Beruf und Recht teilnehmen. Anschließend würden ihnen Ausbildungsplätze im Kammerbezirk Cottbus angeboten.
Quelle: AFP , t-online.de
blinker schrieb:
am 9. Juni 2010 um 20:55:19
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kaum verständlich
Diese Kampagne ist wieder mal kaum verständlich, warum in Polen anwerben, wenn sie in Deutschland massenhaft nach einem
Ausbildungsplatz suchen, zumindest im Westen der Republik. Holt man sich Azubis aus Polen, werden sie erst bei uns teuer ausgebildet, um dann wieder in ihre Heimat zu gehen. Man sollte lieber versuchen, den jungen Menschen bei uns durch entsprechende Maßnahmen den Ausbildungsplatz fernab des Wohnsitzes schmackhaft zu machen, das macht Sinn.
WO ein Wille ist, da ist auch ein Weg
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Hainchen schrieb:
am 9. Juni 2010 um 14:13:07
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Polen anwerben
Das nenne ich wieder sehr toll unser Handwerk Es gibt so viele junge Menschen in Deutschland kann man die nicht auch Anwerben,
oder sind die Polen nicht an Tarifverträge gebunden, also billiger??? Machen sie nur weiter so, immer billig Menschen anheuern, aber teuer Verkaufen wollen.
Werden die Deutschen auf dauer nicht mehr mitmachen meine Herrn im Handwerk. Die Polen werden Ihre teuren Produckte bestimmt nicht kaufen, aber wir???? Von was eigendlich??? Sozial denken zahlt sich später aus.
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Locke schrieb:
am 9. Juni 2010 um 13:43:18
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Azubis
Holt doch alle Polen nach Deutschland,dann können wir alle nur noch Urlaub machen.Viele Jugendliche suchen noch einen
Ausbildungsplatz im Westen und finden keinen.
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