20.04.2011, 13:10 Uhr | AFP
Lidl sorgt mal wieder mit dem Thema Arbeitsbedingungen in seinen Filialen für negative Schlagzeilen: So streikt ein Lidl-Leiter im französischen Lamballe und protestiert damit gegen das "höllische" Arbeitstempo, das sein Arbeitgeber vorgebe. Seine Mitarbeiter würden unter Rückenschmerzen leiden - es sei sogar zu Bandscheibenvorfällen gekommen. Trotzdem seien die Anforderungen der Lidl-Leitung gestiegen. Nun platzte der engagierten Führungskraft der Kragen.
Filialleiter Jean-Marie Hubert quittierte am vergangenen Freitag kurzerhand seinen Job und protestierte auf dem Parkplatz des Lidl-Marktes gegen die in seinen Augen schlechten Arbeitsbedingungen. Das geforderte Arbeitstempo werde "immer höllischer". "Wir arbeiten ständig im Eiltempo, und wir haben keine Zeit, das, was wir machen müssen, gut zu machen." Er habe sich nun für zwei Wochen krankschreiben lassen. Viele Mitarbeiter aber litten still vor sich hin. Hubert weiß wovon er spricht: Er leitet seit 17 Jahren einen Lidl-Markt.
Viele Angestellte hätten Rückenbeschwerden oder Sehnenentzündungen, weil sie im Laden alles machen müssten, vom Regale-Einräumen über die Kasse bis zum Putzen. Die Vorgaben der Geschäftsführung würden immer härter, und wenn man ein Ziel verfehle, heiße es: "'Sie sind schlecht organisiert' oder 'Sie sind unfähig'." Beschwerden lasse die Firmenleitung nicht gelten, "als ob Rückenbeschwerden und Bandscheibenvorfälle für sie mit zum Arbeitsvertrag gehören." Die Geschäftsführung müsse etwas dafür tun, dass die Mitarbeiter weniger Stress hätten, forderte der Filialleiter.
Aktuelle Stellenangebote und Ausbildungsplätze im Einzelhandel in Ihrer Wunschregion finden.
Jobsuche starten
Quelle: t-online.de , AFP
max 100 schrieb:
am 9. Mai 2011 um 12:00:17
(0)
(0)
Kapital Darwinisten
Es ist ja nicht so, dass ein Arbeitsleben unter sozialen Bedingungen für die Beschäftigten die Arbeitgeber in die
Pleite treibt. Nein es ist einfach die Gier nach noch höheren Gewinnen, der von der Arbeitgeberspitze durch den ganzen Konzern weiter gereicht wird. Das ist Kapitaldarwinismus !!! Wenn solche Auswüchse von unseren Arbeitgeber freundlichen Parteien (ausser die Linke) nicht per Gesetz gestoppt werden, wird der Krankenstand und Frühverrentung mit geringen Renten gefördert.
mehr
Kommentar melden
Jeff schrieb:
am 3. Mai 2011 um 22:27:53
(0)
(0)
Wer ist schuld?
Das Ganze ist doch eine ganz einfache Rechnung: Wir, die Kunden, wollen billig kaufen. Je billiger, desto besser. Also werden
a) die Zulieferer unter Druck gesetzt, immer billiger (natürlich auch mit billigen Arbeitskräften) zu produzieren und b) die Kosten von Lidl & Co. sollen natürlich auch so niedrig wie möglich sein, also her mit den billigen Arbeitskräften - und natürlich nur so viele in einem Markt, dass es gerade klappt. Machen wir es doch wie bei E10: Nicht kaufen, dann ändert sich was.
mehr
Kommentar melden
A.B. schrieb:
am 23. April 2011 um 12:57:27
(0)
(0)
@Micki
Leider wird es nicht besser, wenn so viele Menschen in diesen Geschäften einkaufen. Hier zeigt der ausbeuterische Kapitalismus sein
wahres Gesicht. Die sog. „Mitarbeiter“ werden erpresst, denn viele fürchten um ihren Arbeitsplatz und lassen sich alles gefallen. Als Kunde sollte man sich nicht beim Personal beschweren, sondern den Marktleitern die Meinung geigen, da kann nichts passieren!!! Aber viele sind zu feige (stehen noch dabei und gucken dich dumm an!). Ich kaufe da schon nichts mehr!!
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Acht Flaschen 2007er San Martino plus Dekanter jetzt für nur 49,- € statt 78,10 €. von Hawesko
Testsieger-Patronen für Marken-
drucker im TÜV-geprüften Online-
Shop kaufen. mehr
24,6 cm Tablet-PC mit Android 4.0, 1 GHz Prozessor inkl. Ledertasche für nur 229,- €. bei euronics
Für einen klaren Durchblick: Lese-
brillen, Komplettbrillen u.v.m. zu top Preisen! bei optikplus.de
Inzwischen kann man Gold am Automaten ziehen oder auf der Currywurst essen. zum Video
Verpatzter Börsenstart ist der Grund für die Sammelklage. zum Video