22.04.2010, 11:55 Uhr | AFP
Lidl: Angeblich fair gehandelte Kleidung war keine (Foto: imago)
Der Discounter Lidl muss nach einer Klage von Verbraucherschützern und Menschenrechtlern auf Werbung für Kleidung aus angeblich weltweit fairer Produktion verzichten. Lidl habe sich dazu in einer entsprechenden Unterlassungserklärung verpflichtet, teilte die Verbraucherzentrale Hamburg (VZHH) mit. Die Billigsupermarkt-Kette dürfe nun nicht mehr behaupten, ihre Textilien kämen aus fairer Produktion. "Lidl muss die Werbung zurückziehen", erklärte VZHH-Chef Günter Hörmann.
Lidl hatte damit geworben, unter anderem Textilien nur von ausgewählten Lieferanten und Produzenten zu beziehen, die gewisse Sozialstandards einhalten. Diesem Werbeversprechen gingen zwei Menschenrechtsorganisationen nach: die Kampagne für Saubere Kleidung (CCC) und das European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR). In einer Untersuchung wurden die Arbeitsbedingungen in vier für Lidl tätigen Textilfabriken im südasiatischen Bangladesch näher beleuchtet. Näherinnen berichteten darin von "unmenschlichen Arbeitsbedingungen". Die Verbraucherzentrale wurde bei ihrer Klage gegen Lidl von den beiden Initiativen unterstützt.
Der Fall Lidl beweise, wie riskant es für Unternehmen sei, "sich ein Sozialmäntelchen umzuhängen", erklärte Gisela Burckhardt von der Kampagne für Saubere Kleidung. Dennoch sei es wichtig, dass auch die Bundesregierung aktiv werde, um solch irreführende Werbeversprechen mit vermeintlich fair gehandelten Produkten zu unterbinden. Die Bundesregierung müsse Unternehmen verpflichten, "Sozialstandards in der Lieferkette einzuhalten", erklärte Burckhardt.
In der Werbekampagne hatte es geheißen: "Lidl setzt sich für sozialverträgliche Arbeitsbedingungen ein." Das Unternehmen wollte nach eigenen Angaben "einen Beitrag zur Verbesserung der Bedingungen in der weltweiten Lieferkette" leisten und bekannte sich zu einem Verhaltenskodex, der auf den Grundsätzen der Vereinten Nationen beruht. Überlange Arbeitszeiten, Hungerlöhne und Kinderarbeit sind darin verboten.
Bei einem Überraschungsbesuch bei drei Textilfirmen im Umkreis der Hauptstadt Dhaka stellten die Menschenrechtler dann aber fest, dass die Arbeitszeiten länger und die Löhne geringer waren als erlaubt. So lag die Wochenarbeitszeit bei 60 bis 80 Stunden, verteilt auf sieben Tage. Daraus habe sich ein Stundenlohn von 11 Euro-Cent ergeben. Für vermeintliche oder tatsächliche Vergehen wurde den Arbeiterinnen außerdem oft Lohn abgezogen. Die Bezahlung habe nicht ausgereicht, eine durchschnittliche Familie zu ernähren.
Daraufhin reichte die Verbraucherzentrale Hamburg Klage gegen Lidl beim Landgericht Heilbronn ein. Darin hieß es, die Werbung sei unlauter und suggeriere den Verbrauchern unzutreffende Sachverhalte. Deshalb müsse sie zurückgezogen werden.
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Quelle: AFP , t-online.de
Nemesis schrieb:
am 22. April 2010 um 16:09:46
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Andrea
Auch für Dich noch mal,ich habe meine Meinung nicht geändert, jemand hat hier meinen Nick missbraucht. Ich hatte meine Meinung
geschrieben. Das andere war ich nicht. Mein Gott was soll ich noch machen das man mir glaubt?
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Giraffe schrieb:
am 22. April 2010 um 16:08:44
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@Nemesis
Soso, Sie kaufen "aus Prinzip" weder bei Lidl noch bei Kik... Welches Prinzip denn? In Boutiques wie Pimkie oder New Yorker gibts
auch Kleidung "Made in Bangladesh". Sie glauben doch nicht im Ernst, dass die unter besseren Bedingungen hergestellt wird als die die bei Lidl oder Kik verkauft wird? Die Gewinnspanne bei den Boutiquen ist bloß höher, mehr nicht! Oder?
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Andrea schrieb:
am 22. April 2010 um 16:04:43
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Ausreden von Nemesis
Wer vorher überlegt was er schreibt der brauch auch später keine wilden Geschichten erfinden.Kapito Nemesis?
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