21.04.2008, 16:39 Uhr | AFP / T-Online
Bespitzlung. Lidl entschädigt Mitarbeiter. (Foto imgao) Nach der Bespitzelungsaffäre will Lidl seinen Beschäftigten eine Sonderzahlung in Höhe von bis zu 300 Euro zahlen. Der Discounter wolle sich bei seinen Mitarbeitern dafür erkenntlich zeigen, dass sie dem Konzern trotz eigener Verärgerung und vielfacher Kritik der Kundschaft treu geblieben seien, sagte Lidl-Aufsichtsratschef Klaus Gehrig der "Bild"-Zeitung. Allerdings will Lidl nun die Überwachungskameras wieder in Betrieb nehmen.
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Lidl räumt Fehler ein
Die Zahlung erfolgt Ende des Monats in Form einer Einmalzahlung von 300 Euro an Vollzeitkräfte. Jede Teilzeitkraft erhält laut Lidl eine entsprechend anteilige Zahlung. Zugleich räumte Lidl Fehler bei der Bewältigung des Bespitzelungsskandals ein. Die sofortige Entschuldigung bei Beschäftigten und Kunden sei "aus heutiger Sicht nicht ausreichend gewesen", räumte Gehrig ein. Die Unternehmensführung hätte sich "den Vorwürfen stärker stellen müssen".
Mitarbeitern können Überwachungsfilme jederzeit ansehen
Lidl hatte seine Beschäftigten von Detektiven überwachen lassen, die zum Teil auch sehr persönliche Gespräche und Informationen in allen Einzelheiten protokollierten. "Wir haben nichts davon gewusst und waren genauso fassungslos wie alle anderen auch", sagte Gehrig dazu der "Bild"-Zeitung. Als Reaktion auf den Skandal hatte Lidl alle Überwachungskameras abgebaut. Sie sollen nun aber "zum Schutz der Mitarbeiter und zum Schutz vor Dieben" wieder aufgebaut werden, sagte Gehrig. Er kündigte ein "offenes Gespräch" mit den Mitarbeitern darüber an. Sie sollten ihre Zustimmung geben und sich die Filme jederzeit ansehen können.
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Keine Video-Überwachung des Kassenbereichs
Den Kassenbereich will Lidl laut Gehrig aber nicht mehr per Kamera überwachen. "Uns ist es wichtig, den Kunden zu sagen: Das Bezahlen mit der EC-Karte ist in den Lidl-Märkten absolut sicher", sagte der Aufsichtsrat. Verbraucherschützer hatten nach Bekanntwerden des Überwachungsskandals vor dem Bezahlen mit der EC-Karte gewarnt und geraten, die Pin-Nummer beim Eingeben mit der Hand zu verdecken.
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Quelle: t-online.de
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