10.03.2010, 14:03 Uhr | dpa, dpa-AFX
Geldwäscher haben es im Fürstentum Liechtenstein nach der Verschärfung von Gesetzen und Vorschriften nicht mehr leicht. Die Zahl der Verdachtsmeldungen wegen Geldwäscherei seien 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent auf 235 gestiegen. Das teilte die zuständige staatliche Aufklärungseinheit für Finanzfragen (Financial Intelligence Unit /FIU) in Vaduz mit. Immerhin seien 174 Meldungen oder 74 Prozent der Staatsanwaltschaft zur weiteren Bearbeitung übergeben worden. Unter Geldwäsche versteht man Ein- und Auszahlungen illegaler Geldsummen etwa über Firmenkonten, deren kriminelle Herkunft so verschleiert werden kann.
Knapp 63 Prozent aller Verdachtsmeldungen wurden aufgrund von internen Erhebungen der Finanzbehörden erstattet, erklärte die FIU. Auch gab es Rechtshilfeersuchen anderer Staaten. Zwölf der 15 in Liechtenstein tätigen Banken meldeten einen oder mehrere Verdachtsfälle. Weitere Meldungen erstatteten 44 der 395 zugelassenen Treuhänder.
Die markante Zunahme der Verdachtsmitteilungen sei auf eine konsequente Gesetzgebung, die Sensibilisierung des Finanzplatzes durch eine "Zero-Tolerance"-Politik und nicht zuletzt auf ein sehr effizientes Meldesystem zurückzuführen, sagte der Liechtensteiner Regierungschef Klaus Tschütscher. Liechtenstein hat sich nach zahlreichen Steuerskandalen, dessen prominentestes Opfer Ex-Postchef Klaus Zumwinkel war, verpflichtet, seine Finanz- und Steuerpraxis internationalen Regeln anzupassen.
Das deutsche Bundeskabinett hat derweil ein neues Steuerabkommen mit Liechtenstein beschlossen, wie Regierungskreise in Berlin bestätigten. Das Abkommen war bereits im September von beiden Ländern unterzeichnet worden. Es muss aber noch vom Bundestag gebilligt werden. Dazu war der Kabinettsbeschluss notwendig. Steuerabkommen regeln die Amtshilfe bei Steuerdelikten.
Mehr als zwei Jahre nach Aufdeckung der Steueraffäre um Ex-Postchef Klaus Zumwinkel steht Liechtenstein weltweit nicht mehr am Pranger. Das Land hat inzwischen Regeln der internationalen Wirtschaftsorganisation OECD zur Amtshilfe bei Steuerhinterziehung anerkannt sowie mit anderen Staaten Abkommen über den Informationsaustausch geschlossen.
dpa, dpa-AFX
r2d2 schrieb:
am 12. März 2010 um 14:19:19
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Schweiz
Die größte kriminelle Organisation ist und bleibt in dieser Hinsicht Schweiz; gelegen mitten in Europa. Und das mit System, denn
hier existieren die sichersten Transfer- und Abschöpfungswege. Zudem steht das politische und Sicherheitssystem der Schweiz voll hinter diesem Geschehen. Da hätte man auf den fernen Inseln schon so seine Probleme.
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Joker schrieb:
am 12. März 2010 um 09:28:18
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Lichtenstein
Die Indianer werden langsam weich.Weiter so.
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Rentner Schreck schrieb:
am 11. März 2010 um 13:09:44
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FDP freunde
Es gibt die Cayman Inseln und die Schweiz auch.
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