20.02.2008, 19:49 Uhr | dpa / AFP/ T-Online
Steuerfahnder laden Akten ein (Foto:dpa) Die Liechtensteiner Steueraffäre kam nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" bereits vor mehr als zwei Jahren durch eine eMail ins Rollen. Demnach soll sich der bislang anonyme Informant, der den Hinweis auf zahlreiche Fälle von Steuerhinterziehung über Liechtenstein gab, am 24. Januar 2006 direkt an die Zentrale des Bundesnachrichtendienstes (BND) in Pullach gewandt haben. Das Blatt stützt sich auf Aussagen von BND-Präsident Ernst Uhrlau am Mittwoch in der nicht öffentlichen Sitzung des Parlamentarischen Kontrollgremiums (PKG).
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Kontakt nach eMail
Demnach soll der BND bis zu diesem Zeitpunkt keinerlei Beziehungen zu dem Informanten gehabt haben. Nach der ausführlichen eMail habe man sich ein Führungszeugnis des Mannes beschafft und sich mit ihm getroffen. Zugleich bestritt Uhrlau nach Informationen der Zeitung Liechtensteiner Darstellungen, wonach es sich bei der Quelle um einen verurteilten Betrüger handele.
Informant war laut BND kein Betrüger
Der Informant, der dem Bundesnachrichtendienst die Liechtensteiner Daten über deutsche Steuersünder verkaufte, war nach Angaben des Geheimdienstes kein Betrüger. Sein Hintergrund sei gründlich überprüft worden, berichtete Uhrlau den Angaben zufolge in dem Bundestagsgremium. Uhrlau widersprach demnach Berichten, dass es sich bei dem Informanten um den vorbestraften ehemaligen LGT-Bankmitarbeiter Heinrich K. handele. Der BND habe vorher keinerlei Beziehungen zu dem Mann gehabt und dann ein polizeiliches Führungszeugnis beantragt. Das "Wall Street Journal" hatte berichtet, dass der Informant versucht habe, vom Fürstentum zwei falsche Reisepässe zu erpressen.
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Quelle: t-online.de
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