22.10.2009, 09:12 Uhr | dpa
In einem Insolvenzverfahren kann ein in finanzielle Not geratenes Unternehmen saniert oder aufgelöst werden. Für das Versandhaus Quelle endet das Verfahren nun mit der Abwicklung, Fachleute sprechen auch von "Liquidation". Dabei wird das Vermögen des Betriebes in flüssige (von lateinisch: liquidus) Mittel umgewandelt. Im Falle einer Insolvenz wird dann der Erlös anteilig an die Gläubiger verteilt, bevor das Gericht das Verfahren offiziell beendet.
Zu den Aufgaben des Insolvenzverwalters gehört es in einem solchen Fall nach Paragraf 70 des GmbH-Gesetzes "die laufenden Geschäfte zu beendigen, die Verpflichtungen der aufgelösten Gesellschaft zu erfüllen, die Forderungen derselben einzuziehen und das Vermögen der Gesellschaft in Geld umzusetzen". Die Liquidation endet mit der Löschung des Unternehmens im Handelsregister. Bei einer sogenannten stillen Liquidation wickelt sich ein Unternehmen ohne Beteiligung eines Insolvenzgerichts selbst ab. Dieser Weg steht Unternehmen offen, die nicht überschuldet oder von Insolvenz bedroht sind.
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Quelle: t-online.de , dpa-AFX
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