19.11.2010, 09:19 Uhr | Financial Times Deutschland
Militär in Nöten: Der F-35 Joint Strike Fighter von Lockheed Martin macht Probleme (Foto: Reuters) (Quelle: Reuters)
Nach den Pannen bei Airbus, Rolls-Royce und Boeing trifft es jetzt auch Lockheed Martin. Bei Belastungstests des neuen Kampfflugzeugs F-35 Joint Strike Fighter wurden Schäden im Rumpf entdeckt. Das größte internationale Waffenprojekt steht auf der Kippe. Denn bei dem Lebensdauertest zeigten sich nach nicht einmal zehn Prozent der geforderten Zeit Risse in der hinteren Flugzeugstruktur. Der US-Konzern Lockheed Martin als Hersteller des Flugzeugs bestätigte offiziell zwar die Risse nach 1500 Stunden Dauerbelastung. Vorsichtshalber seien auch alle bereits tatsächlich fliegenden F-35-Testflieger untersucht worden. Es seien aber keine zusätzlichen Schadstellen gefunden worden. Daher würden die Flugtests unverändert fortgesetzt.
Die Panne kommt für Lockheed Martin zu einer Zeit, in der im Pentagon Schlüsselentscheidungen über die Zukunft des Programms anstehen. Zu entscheiden ist, wie viele Versionen noch gebaut werden. So kann eine F-35-Variante senkrecht starten und landen. Nach dem letzten Stand wollen die US-Streitkräfte allein 2457 Maschinen zum Preis von schätzungsweise 323 Milliarden Dollar bestellen. Hinzu kommen weitere rund 750 Maschinen für Staaten wie Großbritannien, Italien, Niederlande, Australien, Israel oder die Türkei. Sie sollen am Bau, der Entwicklung und an den Kosten beteiligt werden.
Das 2001 an Lockheed Martin vergebene Projekt gilt daher von seinem Volumen als das international größte Waffenprojekt. Doch das Vorhaben ist auch durch Kostensteigerungen, Verzögerungen und technische Probleme gekennzeichnet. Der US-Rechnungshof GAO rechnet regelmäßig die immensen Preissteigerungen vor, die inzwischen auch US-Politiker alarmieren. So hat sich der ursprünglich geplante Stückpreis von 69 Millionen Dollar in 2001 auf 112 Millionen Dollar fast verdoppelt. Die reinen Beschaffungskosten, ohne Entwicklung, kletterten um über 70 Milliarden Dollar. Grob gerechnet könnte allein aus der bisherigen Preissteigerung beim F-35-Vorhaben zwei Mal der neue europäische Militärtransporter A400M entwickelt und beschafft werden.
Zu den bisher bekannten Pannen gehören Triebwerks-, Software- und Stromversorgungsprobleme. Durch die Auffälligkeiten beim Belastungstest könnten jetzt auch Änderungen in der Flugzeugzelle des einsitzigen, etwa 15 Meter langen Kampfjets notwendig werden. Die F-35-Flieger sind als Nachfolgemodell des von den USA weltweit verkauften F-16-Kampffliegers geplant.
Für die Lockheed-Martin-Manager sind die Risse in der F-35-Struktur derzeit nicht die einzigen beunruhigenden Nachrichten. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch stürzte in Alaska bei einem Nachtflug aus noch unbekannter Ursache ein Super-Kampfjet vom Typ F-22 Raptor ab und zerschellte. Der Pilot wird vermisst. Es ist der dritte Absturz einer F-22 nach Beginn der Serienproduktion 2002. Die F-22 ist größer und deutlich leistungsstärker als ein F-35. Die größere wirtschaftliche Bedeutung hat aber der kleinere Flieger.
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Quelle: Financial Times Deutschland
Ruhrman schrieb:
am 19. November 2010 um 12:45:22
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Wahnsinn
Extrem teures Spielzeug für eine kleine Klicke von Militärpiloten! Töten auf höchsten Niveau, super! Da ist jeder Cent bestens
investiert, da sind die im Bericht genannten Investionssummen Peanuts.
Da kann man nur hoffen, das die Fehler am Flieger schnellstens behoben werden, damit man mit diesen Superdooperhightechflieger schon bald die in Hölen hockenden Islamisten mal so richtig wegbomben kann, jawoll!
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xicht schrieb:
am 19. November 2010 um 11:28:27
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die F-104
War ein sehr gutes Flugzeug. Sie hatte nur ein Problem, das unter dem Kopfhörer. Dieses Problem sorgte meistens dafür, dass die
Sicheung der Flugregelung gezogen war und somit der Flieger überzogen werden konnte, was auch geschah und das Flugzeug dann vom Himmel fiel wie ein Klavier. Als 1988 Air-France-Piloten eine A320 dumm in den Wald setzten, war natürlich das Flugzeug schuld. Der Tagesschau-Kommentar vom WDR (K. Bednarz): ein Airbus kann gar nicht fliegen, weil F. J. Strauß den wollte!
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xicht schrieb:
am 19. November 2010 um 11:18:43
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mensch haschi
hätt' ich Dir nicht zugetraut, dass Du all Dein Geld zur Bekämpfung des weltweiten Hungers gibst! Respekt!
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