20.01.2012, 09:32 Uhr | AFP, dpa-AFX
Ausgerechnet Beschäftigte im Lebensmittel-Handwerk müssen in Deutschland häufig zu Hungerlöhnen arbeiten. Das zeigt eine Auswertung der Flächentarifverträge durch das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Demnach bekommen Konditoren in Bayern mit 5,26 Euro pro Stunde den geringsten Tariflohn bundesweit. Er liegt sogar noch unter dem diskutierten allgemeinen Mindestlohn von 8,00 Euro. Mit 6,00 Euro verdienen die Fleischerei-Beschäftigten in Sachsen nur wenig mehr. Auch Friseure in Schleswig-Holstein verdienen nur 6,00 Euro.
Diese untersten Verdienstgruppen gelten laut den Statistikern meist nur für gering Qualifizierte. Allerdings gebe es einige Branchen und Regionen, in denen auch Fachkräfte nur wenig verdienen: Beispielsweise liege der tarifliche Anfangsverdienst für Bäcker- und Konditorengesellen in Mecklenburg-Vorpommern bei 6,97 Euro, Friseurgesellen in Schleswig-Holstein verdienten pro Stunde lediglich drei Cent mehr.
In zehn Branchen in Deutschland - darunter vier Baubranchen - gelte derzeit ein allgemeinverbindlicher Mindestlohn. Auch dort gibt es dem Bundesamt zufolge Stundenverdienste von unter 8,00 Euro. So erhielten im alten Bundesgebiet Wäscherei-Beschäftigte einen Mindestsatz von 7,80 Euro. Auch Beschäftigte im Wach- und Sicherheitsgewerbe bekommen in den meisten Bundesländern weniger als 8,00 Euro, wie die Statistiker mitteilten. In den neuen Bundesländern liege außerdem der geringste Verdienst für Gebäudereiniger und für Beschäftigte der Pflegebranche unter der Acht-Euro-Grenze.
Auch in anderen Dienstleistungsbranchen gelten den Statistikern zufolge tarifliche Stundenverdienste von deutlich unter 8,00 Euro, beispielsweise im Einzelhandel (Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen: 7,23 Euro). In einigen Branchen der Industrie wie der Schuhindustrie (Rheinland-Pfalz, Saarland: 6,35 Euro) oder der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie (Thüringen: 7,54 Euro) seien ähnlich niedrige tarifliche Stundenlöhne vereinbart.
Die geltenden Mindestlöhne liegen zwischen 6,53 Euro und 11,53 Euro je Stunde. Ab 1. Januar 2012 gibt es auch für die Zeitarbeitsbranche eine Lohnuntergrenze. Sie liegt bei 7,01 Euro in Ost- und 7,89 Euro in Westdeutschland. In der Zeitarbeit sind 900.000 Menschen beschäftigt. Wie viele Beschäftigte es insgesamt in den untersten Lohngruppen der Tarifverträge gibt, konnten die Statistiker nicht ermitteln.
Quelle: AFP , dpa-AFX , t-online.de
Mutter Therese schrieb:
am 29. Dezember 2011 um 18:52:46
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Deutschland schafft sich ab durch Ausbeutung und Lohndumping
Wir wurden vom Auslang beneidet wegen unserer sozialen Marktwirtschaft und
unserer enormen Leistung der arbeitenden Bevölkerung.Die Zeiten sind vorbei.Das alte Deutschland gibt es nicht mehr.Sozialpolitiker sind daran nicht unschuldig!Wir müssen alle was ändern.Der Ausgang der nächsten Wahl liegt in den Händen der Arbeiter und Angestellten.Wenn wir endlich das Kreuzchen nicht mehr bei den falschen Parteien machen,können wir die Wende schaffen.Zurück zu mehr Gerechtigkeit und Wohlstand!Auf
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Frank schrieb:
am 29. Dezember 2011 um 18:51:35
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Löhne
Lebte `89 in der DDR, war mitte 20 beim Mauerfall und sagte damals schon das es ein Fehler war die 5000 größten `Roten `nicht in die
Flüsse geschmissen zu haben. Den Salat haben wir heute. Die Eliten jeglicher Coleur haben keine Anst und dadurch auch keinerlei Respekt vor dem Volke. Deshalb laßt uns den Spruch von damals auf heute ganz Deutschland übertragen: WIR SIND DAS VOLK!
Und was damals geschafft wurde sollte doch heute auch möglich sein!
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Jörg schrieb:
am 29. Dezember 2011 um 18:51:34
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Hungerlöhne
Von den Politiker brauchen wir Nichts zuerwarten.
Die schaffen doch viele arbeitspätze ins ausland um ihre Gewinne
zusteigern.
Banken,Konzerne,Politik stecken doch unter eine Decke. Einer tut den andern nichts,es sei denn einer kommt zu kurz.Dann geht er an die Presse:Ich weiß was.... Wir Deutschen arbeitnehmer sitzen im einen Boot.
Warum zeigen wir nicht unsere Macht und gehen alle auf die Straße.
Wir sind das Volk.
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