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Luftfahrt: Russische S7 Airline will bei Austrian Airlines einsteigen

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Russen bieten um Austrian Airlines

26.08.2008, 11:20 Uhr | fre

Flugzeuge der Austrian Airlines: Bald unter russischer oder deutscher Regie? (Foto: dpa) Flugzeuge der Austrian Airlines: Bald unter russischer oder deutscher Regie? (Foto: dpa) Aeroflot ist wegen zu hoher Risiken nicht mehr im Rennen, doch Russlands zweitgrößte Fluggesellschaft will bei Austrian Airlines (AUA) einsteigen: "Wir prüfen die Möglichkeit, an dem Bieterverfahren für Austrian teilzunehmen", sagte eine Sprecherin der S7, die zuvor unter dem Namen Sibir firmierte. Weniger überraschend kommt der offizielle Einstieg der Lufthansa in den Bieterwettkampf. "Wir haben unser Interesse bekundet", sagte ein Sprecher. Details nannte er nicht. Am Sonntag war die Frist abgelaufen, bei der Interessenten sich für den 42,8-Prozent-Anteil melden sollten, den bisher noch die österreichischen Staatsholding ÖIAG besitzt. Als weitere mögliche Käufer der AUA gelten unter anderem Air France-KLM und Turkish Airlines.

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Sperrminorität bleibt in Österreich

Die Lufthansa könnte mit der Übernahme der AUA ihr Streckennetz vor allem nach Osteuropa ausweiten. Ähnlich wie bei der Übernahme der Schweizer Swiss durch die Lufthansa würden die Österreicher unter dem Dach der Lufthansa weitgehend eigenständig bleiben. Im Gegensatz zum Verfahren bei der Swiss will Österreich allerdings, dass eine Sperrminorität von 25 Prozent plus einer Aktie an der AUA in österreichischem Besitz bleibt.

70 Millionen Euro Verlust

Potenzielle Investoren sollen nun Informationen über den Fahrplan des Verkaufs erhalten und bis zum 12. September Zeit haben, ihre Konzepte zu präsentieren, hieß es in Wien. Mit dem Teilverkauf will die österreichische Regierung die Zukunft der Gesellschaft und Arbeitsplätze sichern. Die AUA erwartet in diesem Jahr einen Verlust von etwa 70 Millionen Euro. Der Umsatz lag zuletzt bei 2,5 Milliarden Euro. Die deutlich größere Lufthansa erzielte Erlöse von 22,4 Milliarden Euro und will dieses Jahr trotz gestiegener Ölpreise an ihren operativen Gewinn von 1,4 Milliarden Euro aus dem Vorjahr anknüpfen.

Lufthansa auf Expansionskurs

Lufthansa ist mit der AUA bereits über das Luftfahrtbündnis Star Alliance verbunden. Ziel der Partnerschaft ist es, den Kunden ein weltweites Netz anzubieten. Die AUA ist mit ihrem Drehkreuz Wien vor allem auf Strecken nach Osteuropa aktiv. Lufthansa hat Frankfurt und München als Hauptstützpunkte, die Lufthansa-Tochter Swiss operiert vor allem von Zürich aus. In den vergangenen Jahren war wiederholt über Zusammenschlüsse europäischer Airlines spekuliert worden, so war Lufthansa unter anderem auch bei Alitalia und Iberia im Gespräch.



Fusion von Germanwings, TUIfly und Condor?

Unterdessen geht das Ringen um eine mögliche große Neuordnung der deutschen Ferienflieger weiter. Einem "Spiegel"-Bericht zufolge wollen Lufthansa, TUI und Thomas Cook ihre Billigfluggesellschaften Germanwings und TUIfly mit der Chartergesellschaft Condor zusammenschließen. Lufthansa, TUI und Thomas Cook/Arcandor könnten an dem Gemeinschaftsunternehmen jeweils rund ein Drittel halten. Der Unternehmer Albrecht Knauf, der rund die Hälfte an Eurowings und deren Tochter Germanwings hält, wolle seine Anteile inzwischen abgeben.

Arcandor könnte profitieren

Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin würde damit erheblich unter Druck gesetzt. Aktienhändler sagen, vor allem für den Thomas-Cook-Eigner Arcandor habe ein solcher Zusammenschluss positive Auswirkungen. Allerdings gebe es hohe kartellrechtliche Hürden.

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Quelle: dpa-AFX , dpa , t-online.de

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