21.12.2011, 15:25 Uhr | dapd, dpa, t-online.de - new
Deutschlands größte Fluggesellschaft Lufthansa will sich im umkämpften Luftverkehrsmarkt mit einem Sparprogramm stählen. Neben schon bekannten Einsparungen werde derzeit an einem konzernweiten Programm gearbeitet, schrieb der Vorstandsvorsitzende Christoph Franz in der Mitarbeiterzeitung. Laut "Handelsblatt" sollen insgesamt 1,5 Milliarden Euro eingespart werden. Die Gewerkschaften bringen sich derweil in Stellung.
Vor Steuern, also operativ, schreibe die Lufthansa schwarze Zahlen, die allerdings zu klein seien, teilte Franz den Mitarbeitern mit. "Wir werden das Geschäftsjahr zwar mit einem positiven operativen Ergebnis abschließen können, aber bei weitem nicht in der Größenordnung, die erforderlich ist, um unser Unternehmen und unsere Arbeitsplätze auch in Zukunft zu sichern", erklärte Franz.
Vom Tsunami in Japan, über die Weltschuldenkrise bis hin zur höheren Treibstoffpreisen - alle negativen Einflüsse hätten 2011 ihre Spuren in den Lufthansa-Büchern hinterlassen, schrieb Franz. Hinzu kämen die Luftverkehrssteuer und das Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen.
Er wolle die Mitarbeiter zwischen Januar und März über die geplanten Sparmaßnahmen "ausführlich informieren", kündigte Franz an. Zahlen nannte er nicht. Auch ein Lufthansa-Sprecher wollte die vom "Handelsblatt" berichtete Größenordnung von 1,5 Milliarden Euro nicht kommentieren. "Details sind noch in der Ausverhandlung", sagte der Sprecher.
Die Lufthansa hatte bereits angekündigt, ihren Flugplan mit ihrer Billigtocher Germanwings besser abzustimmen. Die Maschinen beider Airlines bekommen dafür eigens einheitlich die Aufschrift "Lufthansa Group". Am Flughafen Frankfurt hatte die Fluggesellschaft mit dem Kranich außerdem Investitionen in Millionen-Höhe angehalten.
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Angesichts des verschärften Sparkurses bei der Lufthansa bündeln die Gewerkschaften Ufo und Ver.di ihre Kräfte. Für die Flugbegleiter von Europas größter Fluggesellschaft fordern die lange Zeit zerstrittenen Organisationen eine Gehaltserhöhung um 6,1 Prozent, wie sie in Frankfurt mitteilten. Die im kommenden Jahr anstehende Gehaltsrunde wollen sie als Tarifgemeinschaft bestreiten. Das Bündnis sei "ein erster wichtiger Schritt, um die Strategie des Teilens und Herrschens des Lufthansa-Konzerns ins Leere laufen zu lassen", schrieben die Gewerkschaften.
Die genauen Maßnahmen stünden noch nicht fest. Konzernchef Christoph Franz hatte in der vergangenen Woche angesichts sinkender Gewinne das zusätzliche Sparprogramm in der Mitarbeiterzeitung "Lufthanseat" angekündigt. Zwei Manager sollen laut Zeitung nun Details ausarbeiten, die dann voraussichtlich im März der Belegschaft präsentiert werden. Das erneute Sparpaket soll zusätzlich zu den bereits etablierten Einsparungen etwa durch das Programm "Climb 2011" umgesetzt werden. Schon das galt mit seinem Sparziel von einer Milliarde Euro als ehrgeizig und war nur mit harten Einschnitten zu erreichen. So wurden etwa die 50-Sitzer ausgemustert.
"Nun erneut 1,5 Milliarden Euro zu sparen wird kaum gehen, ohne dass man auch an heilige Kühe wie Tarifverträge geht", zitierte die Zeitung einen Insider. Einschnitte etwa beim Personal gelten als schwer durchsetzbar, da Streiks in der Luftfahrt schnell gravierende Folgen haben.
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Quelle: t-online.de , dapd , dpa
GTIS schrieb:
am 27. Januar 2012 um 18:46:57
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Suizid
Herr Franz sollte endlich begreifen, dass immer noch die Passagiere die Zeche zahlen. Der Service wurde in seiner Ägide permanent
schlechter, die Preise sind jetzt schon zu hoch. Einfach nur dümmlich auf die Gehälter zu schielen, ist heute bei Managern zwar üblich, nichtsdestoweniger aber strohdumm. So leitet man einen Selbstmord ein.
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Neutralist schrieb:
am 22. Dezember 2011 um 09:29:13
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LH - Sparprogramm
Die Probleme vieler Fluggesellschaften (und auch anderer Unternehmen) haben doch großteils die Öko - Fuzzis u. die
Grünen zu verantworten! Durch ihre ständigen Versuche mit zweifelhaften Auslegungen "Berufsprotestierer" u. sonstige am Niedergang Deutschlands arbeitende, meist geistig unterbelichtetet, Personen zu aktivieren Schaden diese Gruppierungen häufig der Umwelt mehr als sie nützen. Beispiel: Warteschleifen und damit Umweltbelastung wegen fehlender Landebahn!
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Angestellter schrieb:
am 22. Dezember 2011 um 07:04:06
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Lufthansa
Auch Lufthansa Beschäftigte müssen sich auf Lohnverzicht einstellen. Die leben doch nicht auf einer Insel.Wir wollten alle die
Globalisierung. Nun haben wir sie und müssen unsere Löhne anpassen. Nicht nach oben sondern nach unten. Begriffen ?
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