Arbeiter bei der Mais-Lagerung (Foto: imago)Lebensmittel, Futter und Kraftstoff zugleich: Wer so viel bietet wie Mais, wird immer begehrter - und teurer. Inzwischen kostet Mais auf dem Weltmarkt so viel wie noch nie zuvor. An der Rohstoffbörse in Chicago mussten für ein Scheffel (rund 25 Kilogramm) zuletzt 7,72 Dollar gezahlt werden. Mit einem Preis von mehr als 300 Dollar pro Tonne übertraf der Getreidepreis die Rekordmarke vom Juli 2008.
Die Gründe für den Engpass sind vielschichtig: Die Nachfrage nach dem Getreide nimmt immer weiter zu. Denn es wird nicht mehr nur als Lebensmittel verwendet, sondern zunehmend auch zur Herstellung von Biotreibstoff. Das US-Agrarministerium hatte Ende März zusätzlich für Unruhe gesorgt, als es auf die extrem knappen Mais-Vorräte hingewiesen hatte.
Biosprit und Dürre verknappen Mais-Angebot
Die Ernte in den USA - dem größten Mais-Exporteur der Welt - war im vergangenen Jahr enttäuschend ausgefallen. Zudem litt Russland als einer der wichtigsten Getreidelieferanten unter Dürre und Waldbränden. Zugleich steigt die Nachfrage zusehends mit der Erholung der Weltwirtschaft.
Auch der Anstieg des Ölpreises wirkte sich auf den Mais-Preis aus: Denn obwohl es teurer als normaler Kraftstoff ist (siehe WTI), bleibt Bioethanol wegen der Unruhen in arabischen Ländern als Autokraftstoff interessant. 40 Prozent der US-Maisproduktion wird für die Herstellung von Biosprit für US-Tankstellen genutzt. Biospritgegner haben wiederholt einen harten Konkurrenzkampf mit den Nahrungsmittelpreisen kritisiert.
Fatale Folgen für die Ärmsten
Der Chef des weltgrößten Lebensmittelkonzerns Nestle, Paul Bulcke, warnte angesichts der steigenden Rohstoffpreise vor zu hoch gesteckten Zielen bei der Herstellung von Biosprit. "Wenn tatsächlich zehn Prozent des Rohöls durch Biosprit ersetzt werden sollen, müssten wir die Agrarproduktion verdreifachen. Das geht nicht", sagte Bulcke dem "Handelsblatt".
Auch Finanzspekulationen auf Getreide haben erheblichen Anteil an der Verteuerung von Grundnahrungsmitteln. Der Lebensmittel-Preisindex der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UNO (FAO) bewegt sich derzeit auf historischen Höchstständen. Das hat fatale Folgen für die Ärmsten der Welt, die sich keine Grundnahrungsmittel mehr leisten können.
Gaso Öler schrieb:am 30. November 2011 um 17:10:43 (0) (0)Umweltschutz-Raffgierige So wird es hoffentlich auch den Holzscheitheizer-Umweltverschmutzern ergehen! Brennholz muss unbezahlbar werden,damit der Normalbürger wieder SAUBERE Luft atmen kann. mehrKommentar melden