Eingang der Man Group in London (Foto: Reuters) Der Hedge-Fonds-Konzern Man Group hat im Umfeld der rasanten Kursverluste an den Börsen seit Ende Juni sechs Milliarden Dollar an Einlagen verloren. Dabei hätten einerseits Anleger Mittel abgezogen, andererseits hätten Kursverluste die Anlagen verringert, teilte die weltweit größte Hedge-Fonds-Gruppe in London mit. Die sowieso schon gebeutelte Aktie brach in London erneut heftig ein.
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Hohe Mittelabflüsse belasten Man Group
Bis 26. September sank das verwaltete Vermögen um acht Prozent auf 65 Milliarden Dollar. Das Minus setzte sich zu 2,6 Milliarden aus dem Abzug von Geldern und 1,5 Milliarden aus der Schwäche der Fonds zusammen. Hinzu kamen Währungskursverluste, die die Anlagen bei Umrechnung um 1,9 Milliarden Dollar schmälerten.
"Die extremen Schwankungen der Märkte haben den Risikohunger der Investoren herausgefordert", kommentierte Vorstandschef Peter Clarke. Über alle Anlageklassen gebe es schwierige Rahmenbedingungen. Unter anderem der schwächere Dollar setzte dem Unternehmen zu.
Kursrutsch in London
Nach der Mitteilung ging die Aktie an der London Stock Exchange um rund 24 Prozent auf 183 Pence in die Knie. Der Titel hatte vor der Finanzkrise 2008 im Hoch bei rund 630 Pence notiert.
Hedge Fonds sind überall aktiv
Die Man Group ist der weltweit größte Anbieter von Hedge Fonds. Diese bislang weitgehend unregulierten Fonds können anders als herkömmliche Investmentfonds sowohl auf steigende als auch fallende Kurse setzen. Deshalb sollten sie auch in Krisen verdienen. Hedge Fonds investieren in alle Assetklassen - von Aktien über Anleihen bis zu Devisen und Rohstoffen. Ferner dürfen sie Kredite aufnehmen und damit den Hebel der Investments erhöhen.
Eines der wichtigsten Produkte der Man Group ist der AHL, bei dem Computer das Investment übernehmen - sie suchen im Markt für Terminkontrakte nach handelbaren Trends. Diese Handelsstrategie nennt sich Managed Futures.