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MAN wird 250 Jahre

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MAN wird 250 Jahre

03.02.2008, 14:01 Uhr | dpa / T-Online

MAN - ein Foto aus dem Jahr 1965 mit MAN-Autobussen (Foto: dpa) MAN - ein Foto aus dem Jahr 1965 mit MAN-Autobussen (Foto: dpa) Der Konzern MAN ist heute vor allem für Lastwagen und Busse bekannt. Dabei begann die Geschichte des DAX-Unternehmens, das zu den ältesten Deutschlands gehört, völlig anders: Nicht Fahrzeuge und Motoren bestimmten die Anfänge von MAN, sondern die Montanindustrie im Ruhrgebiet. In diesem Jahr feiert das Unternehmen sein 250-jähriges Bestehen. "Das besondere Merkmal dieses Konzerns ist, dass er sich immer wieder geändert hat", sagt der Berliner Historiker Johannes Bähr, der die Firmengeschichte aufgearbeitet hat. Wenn MAN-Chef Hakan Samuelsson an diesem Dienstag die Bilanz für 2007 in München vorlegt, wird er auch das Jubiläum im Blick haben.

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Entwicklung des Dieselmotors gilt als Höhepunkt
Ob der Bau des Trägerwerks für die Wuppertaler Schwebebahn oder die Entwicklung der ersten Kältemaschine von Carl von Linde - MAN und seine Vorläufer waren an vielen technologischen Errungenschaften beteiligt. Als Höhepunkt gilt die Entwicklung des Dieselmotors, der die Antriebstechnik revolutionierte. Der Ingenieur Rudolf Diesel hatte seine Erfindung Ende des 19. Jahrhunderts in der damaligen Maschinenfabrik Augsburg erstmals zum Laufen gebracht, die später im MAN-Konzern aufging. Heute baut MAN dort Dieselmotoren, die weltweit Schiffe antreiben. In die Lkw-Produktion, heute wichtigster Umsatzträger für MAN, stieg das Unternehmen 1915 ein.

"Der Konzern hat viele Häutungen hinter sich"
Zugleich prägen Übernahmen, Fusionen und Verkäufe die Historie. "Der Konzern hat viele Häutungen hinter sich", formuliert es ein MAN-Sprecher. Am Anfang stand im Jahr 1758 die Inbetriebnahme der Eisenhütte "St. Antony" in Oberhausen, die auch als Wiege des Ruhrgebiets gilt. Sie wurde später mit weiteren Hütten verschmolzen, zusammen wurden sie zur Gutehoffnungshütte (GHH). Süddeutsche Wurzel des Konzerns ist die Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg - daher stammt der Name M.A.N. - die selbst aus einer Fusion hervorging. Beide Stränge kamen 1921 zusammen, als die GHH die M.A.N. übernahm.

Einer der großen Rüstungsproduzenten
Wechselvolle Zeiten erlebte das Unternehmen im 20. Jahrhundert nicht nur während der Weltkriege und der Weltwirtschaftskrise. In dieser Zeit gehörte der Konzern auch zu den großen Rüstungsproduzenten und beschäftigte im Zweiten Weltkrieg zeitweise rund 30.000 Zwangsarbeiter. MAN zahlte deshalb auch in den Entschädigungsfonds der deutschen Wirtschaft und des Bundes ein.

Lkw und Busse, Dieselmotoren und Turbomaschinen
Nachdem die GHH nach dem Krieg ihr Stahl- und Kohlegeschäft abgeben musste, läutete Mitte der 80er Jahre der damalige M.A.N.-Chef Klaus Götte den bisher größten Umbau ein: Die M.A.N. wurde auf die GHH verschmolzen, der Firmensitz nach München verlegt. Göttes Nach-Nachfolger Samuelsson steht heute für die Fokussierung von MAN. Sein Motto dabei: "Wir halten an nichts aus reiner Traditionspflege fest." Schrittweise gab Samuelsson Randaktivitäten ab. Heute baut MAN Lkw und Busse, Dieselmotoren und Turbomaschinen und bietet Industriedienstleistungen.

Scania-Übernahme erstmal gescheitert
Sein bisher wichtigstes Projekt musste Samuelsson allerdings vor rund einem Jahr aufgeben: Die Übernahmepläne für den schwedischen Konkurrenten Scania scheiterten am Widerstand der größten Scania-Aktionäre VW und Investor. Inzwischen ist VW auch größter MAN-Anteilseigner und will eine Allianz aus MAN, Scania und eigenen Nutzfahrzeug-Aktivitäten schmieden. Um das Projekt ist es zwar still geworden, doch Experten sind überzeugt, dass die Gespräche hinter den Kulissen weitergehen.

Umsatzplus in zweistelliger Höhe
Die Geschäfte von MAN laufen derweil rund: Für 2007 hatte Samuelsson bereits ein 15-prozentiges Umsatzplus auf 15 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Und auch in die Zukunft blickt der Konzern, der sein Jubiläum mit Ausstellungen, einer Oldtimer-Tour und einer Geburtstagsfeier im Oktober begeht, angesichts des andauernden Lkw-Booms optimistisch: Die Produktion sei voll ausgelastet, sagt der Sprecher. "In einigen Ländern sind wir für dieses Jahr schon weitgehend ausverkauft."

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Quelle: t-online.de

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