
01.11.2011, 10:23 Uhr | Spiegel-Online
Diesen Jobwechsel lukrativ zu nennen, wäre eine Untertreibung: Ein US-Ölunternehmen zahlt seinem Vorstandsboss 100 Millionen Dollar Abfindung, obwohl er weiter den Verwaltungsrat der Firma leitet. Bereits früher wurde der 81-Jährige als völlig überbezahlt gebrandmarkt.
Er gehörte jahrzehntelang zu den absoluten Top-Verdienern der US-Wirtschaft - nun kommt noch einmal eine beträchtliche Summe hinzu: Eugene Isenberg kassierte laut einem Bericht des "Wall Street Journal" ("WSJ") 100 Millionen Dollar, weil er seinen Posten als Vorstandschef bei Nabors Industries verliert. Der 81-Jährige bleibt aber Chefkontrolleur des amerikanischen Ölunternehmens.
Dass dem Top-Manager eine solch hohe Abfindung gezahlt wird, obwohl er die Firma gar nicht verlässt, liegt demnach an einer Klausel in seinem Vertrag. Diese sicherte Isenberg zu, dass er die Summe auch erhält, wenn er einen seiner beiden Posten als Vorstands- und Verwaltungsratschef räumen muss. Ende vergangener Woche war es soweit: Dem Bericht zufolge bestellte der Verwaltungsrat den 57-jährigen Anthony Petrello zum Vorstandschef von Nabors.
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Die Sonderzahlung für Isenberg fällt etwa genau so hoch aus wie der gesamte Nettojahresgewinn des Unternehmens, das auf die Fördertechnik für Erdöl und Gas spezialisiert ist. Dabei kommt Nabors Industries laut dem Bericht sogar noch vergleichsweise günstig davon. Demnach wurde die im Vertrag festgeschriebene Abfindungssumme für Isenberg im Jahr 2009 gesenkt, weil Aktionäre gegen die damals noch höhere Garantiezahlung auf die Barrikaden gingen.
Isenberg hatte Nabors Industries seit dem Jahr 1987 in der Doppelfunktion als CEO und Chairman geleitet und gehörte lange Zeit zu den am besten bezahlten Managern der USA. Dem "WSJ" zufolge kassierte er allein seit 1992 fast 750 Millionen Dollar an Gehältern, Aktienoptionen und Boni - die nun fällige Abfindung noch nicht mitgerechnet. Im Jahr 2009 zählte ihn ein privates Institut, das über gute Unternehmensführung forscht, zu den fünf überbezahltesten Firmenchefs des Jahres 2008.
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Quelle: Spiegel Online
Beißer schrieb:
am 1. November 2011 um 16:03:19
(0)
(0)
managerabfindung
Bei einer Negativbilanz sollte Boni und Abfindung weltweit mit einer
sehr hohen Sondersteuer belegt werden. Bei Herrn Eugene
M Isenberg
handelt es sich um eine Persönlichkeit, die sicherlich entscheidendes für
die Entwicklung von Nabor, der Firma, um die es hier geht, beigetragen hat.
Da sind 100 Millionen kein Thema, es sei denn, man stellt das Gesamtsystem
in frage. Dann sagt es !
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Harro schrieb:
am 1. November 2011 um 15:03:24
(2)
(1)
100 Mio. Abfindung?
Leute, regt euch nicht auf, er hat doch nur noch sein Geld. Wenn es ihn glücklich macht, dann soll er doch 200 Mio.
haben. Nur eines bekommt er nicht mehr, einen schönen Orgasmus!
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scan124 schrieb:
am 1. November 2011 um 14:54:37
(4)
(1)
Abfindung
Da kann man mal sehen wie gierig die Leute geworden sind. Aber was solls. Wenn dieser gute Mann am Friedhof vorbei geht binden sich
wenigstens die Würmer einen Schlabberlatz um!
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