27.09.2010, 09:41 Uhr | mmr mit Material von AFP, AP
In deutschen Banken, die in der Krise mit Steuergeldern gerettet wurden, wird wieder kräftig Geld verdient. Etwa 200 Banker aus Kreditinstituten mit Staatshilfe kommen nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS) wieder auf ein Jahressalär von mehr als eine halbe Million Euro. Zweistellige Millionengehälter wie vor der Krise seien zwar "äußerst selten", bestätigten Wirtschaftsprüfer übereinstimmend. Gehälter in einstelliger Millionenhöhe gebe es in den Staatsbanken in der zweiten Führungsebene aber längst wieder.
Für die Vorstandsmitglieder von Banken, die in der Krise Staatsgeld angenommen haben, hatte der staatliche Rettungsfonds SoFFin die Gehälter verbindlich auf 500.000 Euro im Jahr gedeckelt. Für Mitglieder der zweiten Führungsebene hatte der Fonds SoFFin keine verbindlichen Vorgaben gemacht. In der Commerzbank, an der sich der deutsche Staat mit 18,2 Milliarden Euro beteiligt hat, sollen nach Informationen der Zeitung bis zu 50 Banker mehr verdienen als Vorstandschef Martin Blessing. Dessen Gehalt lag laut Geschäftsbericht bei 500.000 Euro, zuzüglich Altersvorsorge und Aufwendungen für Dienstwagen.
Großverdiener mit bis zu zehn Millionen Euro Jahreseinkommen unterhalb des Vorstands gibt es der Zeitung zufolge auch bei einigen Landesbanken, die gleichfalls in der Krise öffentliche Hilfen in Anspruch nehmen mussten. Als Beispiele werden dem Bericht zufolge die baden-württembergische LBBW in Stuttgart und die nordrhein-westfälische WestLB in Düsseldorf genannt.
Ein Sprecher von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sagte der FAS, zur Zeit seien keine gesetzlichen Änderungen oder Ergänzungen des Finanzmarktstabilisierungsgesetzes geplant. Der Minister werde "aber die aktuelle Entwicklung genau beobachten". Am vergangenen Samstag sorgte bereits die Meldung über hohe Pensionszahlungen bei Managern der verstaatlichten Krisenbank Hypo Real Estate (HRE) für erneute Aufregung. In der vergangenen Woche schon waren die Millionen-Boni der HRE scharf kritisiert worden.
Der frühere Daimler-Chef Edzard Reuter hat die Gewerkschaften allgemein aufgefordert, in Aufsichtsräten gegen überzogene Managergehälter zu stimmen. "Die Gewerkschaften sollten diese Art von Konsens aufkündigen", sagte Reuter dem "Tagesspiegel" (Montagausgabe). Ihm erscheine es unanständig, wenn das Einkommen eines Vorstandsvorsitzenden das 40- oder 50-fache des Gehalts eines normalen Mitarbeiters übersteige. Er habe nie erlebt, dass Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat bei diesem Thema den Finger gehoben hätten. "Aber die Arbeitnehmerbank ist für alle Unternehmensangelegenheiten mitverantwortlich, auch für die Bezüge des Managements", sagte Reuter.
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Quelle: AFP , dapd , t-online.de
ben schrieb:
am 26. September 2010 um 16:32:29
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@pro atom renate
Banker=Elite= Verfolgte. Tolle Logik. Und du berufst dich auf die deutsche Geschichte. Sonst geht es dir aber hoffentlich noch gut.
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Liss schrieb:
am 26. September 2010 um 16:31:07
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Scham
was ist das? Etwas, was manche Banker und Manager nicht haben.
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Nun ja schrieb:
am 26. September 2010 um 16:24:16
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@ pro atom renate
Wo haben die " Eliten " denn ihr Vermögen her ? Vom einfachen Volk erarbeiten lassen und/oder geerbt wahrscheinlich. Da
wurden Einige eben gut gebettet und Andere haben gut geheiratet !
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