05.08.2010, 16:10 Uhr | AFP
Schulabgänger haben in diesem Jahr nach Ansicht der Wirtschaft gute Chancen auf dem Ausbildungsmarkt. So gab es in den Lehrstellenbörsen der Handwerkskammern Anfang August 15.000 freie Angebote, wie der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) in Berlin mitteilte. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) beklagte einen Mangel an qualifizierten Bewerber vor allem in Ostdeutschland.
"Junge Leute haben die große Auswahl", sagte ZDH-Präsident Otto Kentzler der "Bild"-Zeitung. In allen Berufen gebe es noch freie Plätze. Laut ZDH wurden bis Ende Juli 82.427 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen, ein leichtes Plus von 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Die Unternehmen in Industrie, Handel und Dienstleistungen schlossen dem DIHK zufolge bis Ende Juli 227.760 neue Ausbildungsverträge ab. Das entspricht in etwa dem Niveau des Vorjahresmonats, obwohl die Zahl der Schulabgänger sinkt: In diesem Jahr verlassen fast drei Prozent weniger Jugendliche die Schule als im vergangenen Jahr. In Westdeutschland gab es bei den Ausbildungsverträgen einen Zuwachs von 0,6 Prozent, in Ostdeutschland aufgrund der demographischen Entwicklung ein Minus von 3,7 Prozent. DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann zeigte sich überzeugt, dass sich der Ausbildungsmarkt kurz vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres "in robuster Verfassung" befinde.
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Nach den jüngsten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) übersteigt die Zahl der gemeldeten Bewerber allerdings nach wie vor die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen. Nach den vergangene Woche veröffentlichten Daten waren im Juli 108.500 Stellen noch unbesetzt, 9500 mehr als im Vorjahr. Demgegenüber standen 152.600 unversorgte Bewerber, 13.600 weniger als vor einem Jahr.
Der DIHK fürchtet dennoch einen Mangel an qualifizierten Bewerbern vor allem im Osten. Hintergrund ist vor allem der Rückgang bei den Schulabgängern, der nach Ansicht von DIHK-Präsident Driftmann im Osten bereits "dramatische Ausmaße" angenommen habe. In den neuen Ländern verließen dem Verband zufolge in diesem Jahr 13 Prozent weniger Jugendliche die Schulen als 2009. Viele Unternehmen suchten "händeringend nach qualifizierten Bewerbern", erklärte Driftmann. Angesichts der demographischen Entwicklung mache die mangelnde Ausbildungsreife vieler Bewerber den Betrieben noch mehr Sorgen. Etwa 20 Prozent der Schulabgänger könnten "nur unzureichend lesen, schreiben und rechnen".
Die Zahl aller offenen Stellen stieg derweil im zweiten Quartal dieses Jahres nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Jahres um rund zehn Prozent an. Es gab demnach 977.000 offene Stellen, davon 805.000 am ersten Arbeitsmarkt. Der Anstieg habe allerdings ausschließlich in Westdeutschland stattgefunden, wo die Auftragszuwächse in der Industrie zu einem erhöhten Einstellungsbedarf geführt hätten.
Quelle: AFP
DerGeölte schrieb:
am 7. August 2010 um 13:06:39
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@Frank
Nein. Das ist keine Lüge. Der Arbeitsmarkt ist einfach in topform und man spricht zurecht vom Jobwunder Deutschland. Heute hat das
Arbeitsamt sich doch sogar noch weiter aus dem Fenster gelehnt und angekündigt, dass nun nur noch Jobs aufgebaut, statt abgebaut würden. Und es würden hunderttausende neue Arbeitsplätze entstehen. Statistiken belegen es. So einen Jobboom hat es in der deutschen Geschichte selten gegeben. Hut ab, Frau Merkel. Superleistung.
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Frank schrieb:
am 6. August 2010 um 16:24:41
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Lehrstellenlüge
Es wird hier die gleiche Lüge verbreitet wie mit dem Facharbeitermangel.Lauter
Kriminelle am Werk.
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Realo schrieb:
am 6. August 2010 um 15:30:38
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an wasin schrieb
Das ist ja so auch nicht richtig. Es gibt viele Jugendliche, die sich an ihren Eltern ein Vorbild nehmen können. Es werden
auch nicht alle ausgenutzt. Wenn man aber Arbeitnehmer ist, wird man immer eine gewisse Abhängigkeit haben.Wenn man das nicht aushalten kann, muß man sich eben selbstständig machen. Dann lernt man auch die andere Seite kennen , die sicherlich auch nicht immer ein Zuckerschlecken ist. Also ! Freie Wahl ! Nicht immer nur nach Regierung schreien. Aller Anfang ist schwer !
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