02.08.2007, 09:53 Uhr | dpa-AFX/ onWirtschaft, 02.08.2007
Der Dialysespezialist Fresenius Medical Care (FMC) hat nach überraschend guten Quartalszahlen seine Ziele für das Gesamtjahr erhöht. Aufgrund der sehr guten Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr werde der Ausblick für das Gesamtjahr angehoben, teilte die im DAX notierte Gesellschaft in Bad Homburg mit. FMC hatte im ersten Halbjahr dank der im vergangenen Jahr übernommenen Renal Care Group Umsatz und Ergebnisse deutlich gesteigert. Für das Jahr 2007 rechnet nun FMC mit einem Umsatz von mehr als 9,5 Milliarden US-Dollar und einem Jahresüberschuss zwischen 685 und 705 Millionen US-Dollar. Ursprünglich war das Unternehmen von einem Umsatz von etwa 9,4 Milliarden US-Dollar und einem Jahresüberschuss zwischen 675 und 695 Millionen US-Dollar ausgegangen. Die Aktie legte in den ersten Handelsminuten deutlich zu.
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Operatives Ergebnis um 5 Prozent gestiegen
Von April bis Juni stieg das operative Ergebnis (EBIT) um fünf Prozent auf 391 Millionen US-Dollar. Damit übertraf FMC die Schätzungen der Analysten, die im Schnitt mit einem Anstieg auf 379 Millionen Dollar gerechnet hatten. Das operative Ergebnis des Vorjahresquartals beinhaltete Einmalaufwendungen in Höhe von vier Millionen Dollar für Restrukturierungen und Rechtsformwechsel von FMC sowie Einmalerträge in Höhe von 39 Millionen Dollar aus dem Verkauf von Dialysekliniken im Zusammenhang mit der Akquisition von Renal Care Group (RCG). Im ersten Halbjahr sprang der operative Gewinn um 22,8 Prozent auf 756 Millionen Dollar.
BoxUnternehmenFreseniusMedicalCare
Renal Care treibt Umsatz und Ergebnisse
Der Umsatz kletterte im zweiten Quartal dank der im vergangenen Jahr übernommenen Renal Care Group auf 2,40 Milliarden Dollar. Der Umsatz mit Dialysedienstleistungen sei um neun Prozent auf 1,79 Milliarden Dollar gestiegen. Mit Dialyseprodukten setzte FMC 608 Millionen Euro um, ein Plus von 18 Prozent zum Vorjahr. In den ersten sechs Monaten 2007 setzte FMC 3,56 Milliarden Dollar um. Ein Plus von 21,6 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Der Überschuss stieg von April bis Juni um 38 Prozent auf 179 Millionen Dollar. Bereinigt um Einmaleffekte wuchs das Quartalsergebnis um 30 Prozent. Analysten waren im Schnitt von einem Umsatz in Höhe von 2,37 Milliarden Euro und einem Überschuss von 170 Millionen Euro ausgegangen. Der Halbjahresgewinn betrug 339 Millionen Dollar.
Umsätze nach Regionen
Im wichtigen Markt Nordamerika steigerte Fresenius Medical Care im zweiten Quartal den Umsatz um sechs Prozent auf 1,660 Milliarden Dollar. Der Umsatz mit Dialysedienstleistungen legte um fünf Prozent auf 1,499 Milliarden US-Dollar zu. Ohne die Effekte aus dem Verkauf des Perfusionsgeschäfts sei er um sechs Prozent gewachsen, hieß es. Der Umsatz mit Dialyseprodukten stieg um 21 Prozent auf 161 Millionen Dollar. Die durchschnittliche Vergütung pro Behandlung in den USA betrug 327 (Vorjahr: 317) Dollar. Außerhalb Nordamerikas setzte das Unternehmen mit 744 Millionen Dollar 23 Prozent mehr um. Der Umsatz mit Dialysedienstleistungen stieg um 32 Prozent auf 296 Millionen Dollar. Der Umsatz mit Dialyseprodukten erhöhte sich um 17 Prozent auf 448 Millionen Dollar. Dazu habe vor allem ein starker Absatz von Dialysemaschinen, Produkten für die Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse) und von Dialysatoren (künstlichen Nieren) beigetragen, hieß es.
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Quelle: t-online.de
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