02.08.2011, 19:51 Uhr | dpa
Auch viele Akademiker rutschen in die Arbeitslosigkeit ab. (Foto: dpa)
Der Aufschwung scheint auch an vielen gut ausgebildeten Menschen vorbeizugehen: Im ersten Halbjahr 2011 haben trotz der guten Konjunktur fast 1,5 Millionen Menschen ihren Job verloren - darunter viele qualifizierte Fachkräfte. Mehr als eine Million der Neu-Arbeitslosen verfügen über eine abgeschlossene Lehre oder ein Hochschuldiplom - und sind dennoch oft gleich von Anfang an auf Hartz IV angewiesen. Das geht aus einer Analyse des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hervor, über die die "Saarbrücker Zeitung" berichtet.
Insgesamt seien von Januar bis Juni dieses Jahres 1,4 Millionen Menschen aus der Beschäftigung in die Arbeitslosigkeit gewechselt, das seien sechs Prozent weniger als im Vorjahr, schreibt Arbeitsmarktexperte Wilhelm Adamy in der DGB-Studie. Gleichwohl sei aber das Risiko, arbeitslos zu werden, selbst für Qualifizierte nach wie vor groß. Als Hauptgründe nennt Adamy instabile und befristete Beschäftigungsverhältnisse, unzureichende Personalplanung der Unternehmen, den wirtschaftlichen Strukturwandel und konjunkturelle Schwankungen.
Von den Neu-Arbeitslosen im ersten Halbjahr haben 908.000 einen Berufsabschluss und 110.000 ein Hochschuldiplom. Die übrigen sind ungelernt oder nur geringfügig qualifiziert. Nach wie vor gilt, dass mit zunehmender Qualifikation das Risiko der Arbeitslosigkeit sinkt. Doch trotz der lauten Klagen der Wirtschaft über Fachkräftemangel und Problemen bei der Stellenbesetzung sei der Neuzugang auch von Qualifizierten in die Arbeitslosigkeit immer noch beachtlich, schreibt Adamy.
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Ungelernte werden der Studie zufolge nicht nur häufiger arbeitslos. Sie müssen auch länger nach einem neuen Job suchen. Derzeit gibt es rund vier Millionen Geringqualifizierte mit sozialversichertem Job. Bei rund 400.000 Neu-Arbeitslosen aus dieser Gruppe bedeutet dies, dass jeder zehnte Geringqualifizierte in den vergangenen sechs Monaten seinen Job verlor.
Die anziehende Konjunktur hat laut der Analyse auch nicht verhindern können, dass 2011 noch mehr Menschen nach dem Jobverlust auf Hartz IV angewiesen sind als im Jahr zuvor. Dies gelte gleichermaßen für Akademiker, Menschen mit betrieblicher Ausbildung wie für Geringqualifizierte. Ursache sind unzureichende Versicherungszeiten vor Eintritt in die Arbeitslosigkeit. Besonders bei Geringqualifizierten sei durch kurzfristig und niedrig entlohnte Beschäftigung das Verarmungsrisiko nach einem Jobverlust gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen.
Wirtschaft und Hochschulrektorenkonferenz (HRK) appellierten "angesichts des schon heute spürbaren Fachkräftemangels und der demografischen Entwicklung" an Bund und Länder, mehr Studienplätze für den erwarteten Studentenansturm an den Hochschulen zur Verfügung zu stellen.
Die doppelten Abiturientenjahrgänge infolge der Schulzeitverkürzung am Gymnasium in mehreren Bundesländern müssten als "enormes Talentreservoir" wahrgenommen werden, sagte Telekom-Personalvorstand Thomas Sattelberger in einer gemeinsamen Erklärung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) sowie der HRK.
"Angesichts des alarmierenden Fachkräftemangels wäre es grotesk, junge Menschen vor den Hochschultüren stehen zu lassen. Allein im MINT-Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik fehlen den Unternehmen bereits jetzt mehr als 150.000 Fachkräfte", erklärte Sattelberger.
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Quelle: dpa
Norbert schrieb:
am 3. September 2011 um 15:27:48
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Mill. Fachkräfte finden keinen JOB
Ich kenne 3 Wirtschaftsingenieure, frisch von der Ausbildung-mal sehen ob sie eine Arbeit finden.
Angeblich fehlen in Deutschland 150000 Ingenieure und Ausländer müssen die Lücken füllen.
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Sie schrieb:
am 12. August 2011 um 10:25:46
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Fachkräfte
Ja @ Antonia,da stimme ich Ihnen zu mit Ihren Beitrag .Leider ist das ja in fast allen Berufsgruppen schon das gleiche . Unsere
Fachkräfte bekommen keinen Job,aber dann auf der anderen Seite weilche von ausserhalb reinholen ...Das wird so nicht mehr lange gut gehn ! ( Langsam bekommt man Angst das die Oberen Spinner uns in einen Bürgerkrieg treiben ,weil Neid und Missgunst heute schon unübersehbar sind -dazu noch Stellen auf Ausländische Fachkräfte verteilt werden ,UNFASSBAR sowas !!!!!
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Grübler schrieb:
am 11. August 2011 um 18:43:51
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Mehr als eine Million Fachkräfte finden keinen Job 02.08.2011, 13:22 Uhr | dpa
Besteuert die Großkonzerne mit 80%,wenn sie den deutschen
arbeitsl. Fach- kräften keine Arbeit geben. Untersagt ihnen per Gesetz die Spekulation an d. Börsen und verbietet ihnen per Gesetz mit ihren Betrieben den Gang an die Börse. Die kleinenBetriebe geben ja eh schon ihr Bestes.Fördert Betr.,die FKe einst., aber dies auch o. Börsengang. Hungert dieses Spekulantengeschwür endl.aus.Besteuert sie mit ebenf. 80%.Dann werden wir bald wieder normale Verhältnisse in D. haben. EU stillhalten !
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