
24.10.2011, 07:32 Uhr | Financial Times Deutschland
Deutsche Markenhersteller wollen ihre Interessen künftig in einem Verbund vertreten. Doch der edle Meisterkreis hat strenge Aufnahmeregeln - die Hugo Boss und Mercedes nicht erfüllen.
Wenn es um Luxus geht, dann spricht man in Deutschland vor allem über Autos. Mercedes, BMW und Porsche sind die Namen, die fallen. Etwa 40 Prozent des Geldes, das die Deutschen für Luxus ausgeben, stecken sie in teure Karossen, wie die Unternehmensberater von Roland Berger errechnet haben. Allenfalls für Luxusuhren interessiert man sich hierzulande noch. Nicht aber für teure Kosmetik, Accessoires oder Kleidung.
Unter dem Strich ist der Luxus in Deutschland unterentwickelt. Das meint zumindest eine Gruppe von Luxusherstellern, die sich am kommenden Freitag in Berlin trifft. "Bisher fehlte der Branche eine Stimme, die das Leistungsspektrum und die Vielfalt der Luxussparte in Deutschland kommuniziert", klagt Clemens Pflanz, Initiator des Berliner Treffens.
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In der Hauptstadt, passenderweise im Luxushotel Adlon, kommen nun die Vertreter von mehr als 40 edlen Marken zusammen, um den sogenannten Meisterkreis zu gründen. Ein "deutsches Forum für Luxus", wie Pflanz es nennt, soll es werden. Ziel sei es, die Bedeutung des Luxus hierzulande zu beleuchten.
Zudem hat sich die Initiative vorgenommen, die Ausbildung in der Luxusbranche zu fördern sowie die Meisterkreis-Mitglieder international zu vertreten. Vorbilder sind Walpole aus Großbritannien, Comité Colbert aus Frankreich sowie die italienische Luxusorganisation Altagamma, die durch ihre Studien zur wirtschaftlichen Entwicklung des Luxusmarkts bekannt ist.
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Wer die Liste der angehenden Meisterkreis-Mitglieder liest, findet schillernde Namen: etwa den Accessoires-Produzenten Montblanc, die Porzellanfirmen Nymphenburg und Meissen, Modeschöpfer Iris von Arnim, die Automarke Maybach oder das Weingut Robert Weil.
Aber auch Dior, Chanel oder Louis Vuitton sind unter den Mitgliedern des Kreises. Marken, die aus Frankreich kommen. Was hat das noch mit deutschem Luxus zu tun? "Der Meisterkreis ist Botschafter für Luxus aus Deutschland und Luxus in Deutschland", rechtfertigt Pflanz, einst Deutschland-Chef von Dior. Viele der ausländischen Luxushersteller seien seit Jahrzehnten auf dem deutschen Markt. "Sie haben die Vorstellung der Deutschen, was Luxus ist, nachhaltig geprägt. Eine Auseinandersetzung mit dem Thema wäre ohne diese Marken nicht möglich", so Pflanz.
So offen sich die neue Lobbyorganisation für Luxusmarken aus dem Ausland gibt, so restriktiv ist sie wiederum bei der Auswahl heimischer Anbieter. Längst nicht jeder darf mitmachen, der sich für luxuriös hält. So steht es in den Statuten. Autobauer Mercedes beispielsweise oder Textilhersteller Hugo Boss hätten kaum Chancen, beim Meisterkreis dabei zu sein. Dafür ist ihr Vertrieb nicht exklusiv genug. An zu vielen Verkaufsstellen im Land können Konsumenten ihre Produkte kaufen - auch wenn sie dafür durchaus viel Geld ausgeben.
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Quelle: Financial Times Deutschland
Sprachlos schrieb:
am 26. November 2011 um 00:02:30
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Überteuert
Den Wert einer Ware allein am Preis fest zu machen, ist doch unsinnig. Feine Stoffe, wertige Verarbeitung, sprich Qualität ist
Luxus. Wer mehr ausgibt, nur weil es eben chic ist, soll das tun, die schwulen Disigner in Paris London etc wird es freuen. Wer selbstbewußt genug ist, der setzt auf Qualität, am besten aus Deutschland. Warum das Geld ins Ausland fließen lassen? Hier habe ich auch Garantie auf das was ich kaufe, versuchen Sie das mal bei ausländischer Ware, aussichtslos!
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Dieter schrieb:
am 6. November 2011 um 17:04:07
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Luxus
Auf so etwas haben wir lange gewartet. Braucht kein Mensch.
Gruß - Dieter.
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mimi schrieb:
am 28. Oktober 2011 um 16:28:27
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Luxusklub
ich besitze noch die Fähigkeit eigene Ideen zu entwickeln und um zu setzen. Deshalb benötige ich keine sogenannte Luxusmarke. Ich
habe einen guten Schneider, Schuhmacher und für jeden Zweck hochqualifizierte Handwerker.
Das was ich bekomme, ist höherwertiger als dieser überteuerte Mist, der sich
Luxusmarke nennt. Außenstehende erkennen aber den Wert und die Qualität nur, wenn sie Qualifiziert sind und das ist Luxus in meinem Sinne.
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