17.01.2012, 11:25 Uhr | dpa, dapd
Der Handelskonzern Metro hat überraschend die Gespräche zum Verkauf der Tochter Kaufhof "bis auf Weiteres" eingestellt. Hintergrund sei die schwierige Lage an den Finanzmärkten, teilte Metro in Düsseldorf mit. "Die aktuelle Lage am Kapitalmarkt bietet keine geeigneten Rahmenbedingungen für eine so wichtige Transaktion", sagte der neue Metro-Vorstandschef Olaf Koch. Die Metro-Aktie startete schwächer, avancierte im Tagesverlauf aber zum großen Gewinner unter den DAX-Werten.
Offenbar konnte sich der Handelsriese mit seinen Preisvorstellungen nicht durchsetzen. "Wir haben immer betont, dass ein Verkauf das Potenzial von Galeria Kaufhof reflektieren muss. Aus heutiger Sicht können wir das Ertragspotenzial besser selbst heben, als durch einen Verkauf", sagte Koch. Daher habe der Metro-Vorstand beschlossen, die Verkaufsaktivitäten zunächst einzustellen und an der weiteren Wertsteigerung von Kaufhof zu arbeiten.
Erschwert worden sein dürften die Verhandlungen auch durch die zuletzt schlecht laufenden Geschäfte. Nach vorläufigen Zahlen sank der Konzernumsatz im vergangenen Jahr um 0,8 Prozent auf 66,7 Milliarden Euro. "Trotz eines guten Endspurts war das Weihnachtsgeschäft insgesamt enttäuschend", sagte Koch.
Ausgerechnet bei Kaufhof war das Geschäft dabei besonders schwach. So sank der Umsatz der Warenhaustochter 2011 um 3,7 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Im wichtigen Weihnachts-Quartal lag das Minus sogar bei 4,6 Prozent. Die ungewöhnliche Witterung habe den Verkauf von Saisonware deutlich beeinträchtigt, hieß es im Unternehmen. Darüber hinaus habe Kaufhof begonnen, den Verkauf des margenschwachen Techniksortiments einzustellen.
Zuletzt hatte es drei Interessenten für die Warenhauskette Galeria Kaufhof gegeben, darunter der Investor und Eigentümer des Konkurrenten Karstadt, Nicolas Berggruen, und die österreichische Immobilienholding Signa. Damit war erstmals seit Jahren wieder Bewegung in den Kaufhof-Verkauf gekommen - er gilt seit Jahren als Wunsch von Metro, war aber zwischenzeitlich schon einmal auf Eis gelegt worden.
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Quelle: dpa , dapd , t-online.de
Schermbeck schrieb:
am 29. Februar 2012 um 11:49:37
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Kaufhof
...über kurz oder lang werden Kaufhof , Karstadt wie auch andere vom Markt verschwunden sein, denn der "Kollege Internet"
gräbt nicht nur dieser Branche nach und nach das Wasser ab!
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Wilhelm schrieb:
am 17. Januar 2012 um 12:14:22
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Pröttsack
Umsatz kann durchaus hoch sein, wenn aber unter dem Strich nicht genug hängen bleibt, nutzt das alles nichts. Das gilt übrigens
auch für andere Gewerke. Geiz ist ja so geil!!!!
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Wilhelm schrieb:
am 17. Januar 2012 um 12:11:46
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Metro@Achat
Bin Kunde der Metro und auch mal Kaufhof. Das Warenangebot ist so grotten schlecht, dass ich in den Müllkleidungsstücken nur
rum laufen würde, wenn ich geisitg verwirrrt wäre.Sie stinken.Andere Artikel verkommen zusehens Zentraleinkauf interessiert es nicht, was der Kunde möchte.Habe für meine Frau vor Jahren den tollsten Schmuck gekauft.Heute nur noch Ramschware Alles andere auch nur Schrot. Der Kunde kommt nicht vor. Seit ca. 2 Jahren macht die Metro keinen Umsatzmehr mit mir.Bekannte auch so
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