05.05.2011, 18:01 Uhr | dapd
Thomas Middelhoff (Foto: dapd) (Quelle: dapd)
Stürmische Zeiten für Thomas Middelhoff: Der frühere Vorstandsvorsitzende des insolventen Essener Handelskonzerns Arcandor muss einem Kleinaktionär 2575 Euro Schadenersatz zahlen. Das Landgericht Essen verurteilte den Manager wegen einer "vorsätzlich sittenwidrigen" Falschinformation über die Lage von Arcandor im September 2008. Kläger ist der Chefredakteur der Zeitungsgruppe "Die Welt", Jan-Eric Peters, dem das Gericht damit einem Teil seiner symbolisch verstandenen Klage über 5078,80 Euro stattgab.
Peters hatte Middelhoff verklagt, weil er sich beim Kauf von Arcandor-Aktien getäuscht sah und in der Folge Kursverluste erlitt. Er hatte Papiere des Konzerns unter anderem nach einer Erklärung des Unternehmenssprechers gekauft, dass trotz der Krise von Arcandor die Reise-Tochter Thomas Cook nicht verkauft werde. Noch am Abend desselben Tages korrigierte Arcandor in einer Mitteilung diese Aussage und räumte ein, ein Verkauf von Thomas Cook sei durchaus denkbar. Als Folge sank der Arcandor-Aktienkurs um rund die Hälfte.
Das Gericht hielt den Vorwurf des Klägers für berechtigt. Nach Argumentation der Richter hat Middelhoff gewusst, dass die Aussage seines Sprechers "objektiv unrichtig" gewesen sei. Zu diesem Zeitpunkt habe der Vorstand bereits seit mehreren Tagen einen Teilverkauf von Thomas Cook geprüft. Deshalb habe der Konzern am Abend desselben Tages auch eine Mitteilung als "Klarstellung" veröffentlichen müssen. Für die Aussage des Konzernsprechers sei Middelhoff unmittelbar verantwortlich gewesen.
Dagegen wies das Gericht jenen Teil der Klage ab, in dem sich Peters auf eine nach seiner Darstellung irreführende Äußerung Middelhoffs in einem Zeitungsinterview vom August 2008 berief. Auf die Frage über eine mögliche Kapitalerhöhung hatte Middelhoff geantwortet: "Das ist völliger Quatsch." Peters hatte daraufhin Arcandor-Aktien gekauft.
Nach Feststellung des Gerichts hat Middelhoff in dem Interview keine verbindliche Aussage über die Refinanzierung des Konzerns getroffen, weil er zugleich angemerkt habe, dass zu diesem Zeitpunkt entsprechende Verhandlungen noch nicht abgeschlossen gewesen seien. Wenige Tage später war dann aber eine Kapitalerhöhung erfolgt.
Gegen Middelhoff sind vor dem Landgericht Essen im Zusammenhang mit der Arcandor-Insolvenz noch zwei weitere Prozesse anhängig. Insolvenzverwalter Klaus-Hubert Görg fordert von Middelhoff und anderen Ex-Arcandor-Spitzen 175 Millionen Euro Schadenersatz sowie in einer zweiten Klage die Rückzahlung von seiner Meinung nach unangemessenen Bonuszahlungen.
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Quelle: dapd
KONDI schrieb:
am 5. Mai 2011 um 21:34:08
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(0)
Middelhof
Von solchen Abzockern haben wir in Deutschland jede Menge.Die sind Aalglatt und skrupellos.Man kommt nicht an sie heran.Die Richter
wissen überhaupt nicht richtig wie das funktioniert was sie da zum Schaden anderer Menschen konstruiert haben.Kaum jemand kann ihre Verwirrspiele nachvollziehen.Freunde aus der Politik und der Hochfinanz stärken denen noch den Rücken.Dafür erfolgt dann eine Einladung auf die neue Yacht.Die Gesetze sind zu deren alleinigen Vorteil ausgelegt,dafür sorgt die Politik.
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Middendrops schrieb:
am 5. Mai 2011 um 21:26:54
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Aalglatt und Gottvergessen
Ein Mann ohne Gewissen und Anstand. Mehr gibt es nicht zu sagen
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Claus schrieb:
am 5. Mai 2011 um 21:24:37
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Endlich!
Endlich hat mal ein Gericht den Mut gehabt diesen Schaumschläger zur Kasse zur bitten.Und jetzt bitte keine Neiddebatte! . Er soll
genauso geplündert werden, wie er den Karstadt-Quelle Konzern, nebst Thomas Cook systematisch geplündert hat und noch Provisionen kassierte als Karstadt schon vor der Pleite stand. Dazu seine persönliche Bereicherung zusammen mit dem Immobilienunternehmer Esch, der Karstadt die ehemals eignen Häuser überteuert vermietete, welche die Pleite mit herbeiführte.
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