07.07.2010, 12:33 Uhr | dpa-AFX, apn
Auf den früheren Vorstandschef des insolventen Essener Handelskonzerns Arcandor, Thomas Middelhoff, sowie weitere Manager kommt eine Klage auf Schadensersatz in dreistelliger Millionenhöhe zu. Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg will nach Informationen der "Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung (NRZ)" beim Amtsgericht Essen eine Klage im Umfang von mehr als 175 Millionen Euro einreichen.
Darüber sei der Gläubigerausschuss gestern informiert worden, berichtete die Zeitung vorab und berief sich auf Kreise des Gremiums. Im Wesentlichen geht es in der Klage um den Verkauf der Warenhausimmobilien in Potsdam, München, Karlsruhe, Leipzig und Wiesbaden an den Projektentwickler Josef Esch, den noch der frühere Konzernchef Wolfgang Urban eingeleitet hatte. Hierbei seien die betreffenden Immobilien deutlich unter deren Marktwerten verkauft und anschließend zu deutlich überhöhten Sätzen zurückgemietet worden. Der Sprecher des Insolvenzverwalters Thomas Schulz bestätigte auf Anfrage, dass die Vorbereitungen für eine entsprechende Klage nahezu abgeschlossen seien. Die Klage solle noch in dieser Woche eingereicht werden. Middelhoff lehnte eine Stellungnahme zu den Vorwürfen ab.
Görg führe nun unter anderem an, dass Mietverträge abgeschlossen worden seien, obwohl allen Beteiligten deren Nachteilhaftigkeit bekannt gewesen sei, so die Zeitung. Der Vorstand um Middelhoff sowie die Mitglieder des Aufsichtsrates hätten es zudem unterlassen, die für die Ursprungsverträge verantwortlichen Organe in Regress zu nehmen. Dies, obwohl bekannt gewesen sei, dass solche Ansprüche bestanden hätten.
Beklagte sind laut NRZ neben Middelhoff die ehemaligen Vorstände aus den Jahren 2004 bis 2005 des damals noch unter dem Namen KarstadtQuelle firmierenden Konzerns, Christoph Achenbach, Helmut Merkel, Harald Pinger und Matthias Bellmann. Aber auch von früheren Aufsichtsratsmitgliedern verlange Görg Schadensersatz.
Quelle: dapd , dpa-AFX
Webranth schrieb:
am 8. Juli 2010 um 14:12:52
(0)
(0)
Gierige Manager
Es ist in Deutschland offensichtlich üblich, dass Geschäftsführer teure und langfristige Mietvertrage für Immobilien
abschließen und sich somit eine hohe Verzinsung bzw. Rendite sichern von Fondsgesellschaften welche diese Immobilien besitzen und an denen sie maßgeblich beteiligt sind. Es ist schlichtweg kriminell und ein Betrug an der "eigenen" Firma und wird von der Staatsanwaltschaft nicht verfolgt. Auch führende Lokalpolitiker sind oft beteiligt - Gier ist eine Droge und löscht das Gewissen.
mehr
Kommentar melden
Maik Teuber aus Essen schrieb:
am 8. Juli 2010 um 12:19:41
(0)
(0)
... da war doch noch Frau Schicke(t)danz
Was war mit Quelle? Ach stimmt ja. Der Middel(d)hoff hatte dort ja auch seine Finger drin gehabt und
die Dumme Kuh, namentlich als Erbin von Quelle, Schickedanz, hat alles abgenickt. Keiner man mir sagen, dass diese dumme Person von nix wusste. Auch dieses Unternehmen wurde finanziell geschlachtet.
mehr
Kommentar melden
Marc schrieb:
am 8. Juli 2010 um 11:35:55
(0)
(0)
Middelhoff/Arcandor
Herr Middelhoff ist ein aalglatter Typ im Madelstreifen, ich habe ihn selber auf HV's von Karstadt/Arcandor erlebt. Er
muss für sein korruptes Handeln bestraft werden, er hat seine Aktionäre und Mitarbeiter getäuscht und betrogen und fährt mit riesen Motoryachten im Mittelmeer spazieren.
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Acht Flaschen 2007er San Martino plus Dekanter jetzt für nur 49,- € statt 78,10 €. von Hawesko
Testsieger-Patronen für Marken-
drucker im TÜV-geprüften Online-
Shop kaufen. mehr
24,6 cm Tablet-PC mit Android 4.0, 1 GHz Prozessor inkl. Ledertasche für nur 229,- €. bei euronics
Für einen klaren Durchblick: Lese-
brillen, Komplettbrillen u.v.m. zu top Preisen! bei optikplus.de