
27.08.2011, 12:43 Uhr | Spiegel Online
Bayerns Hauptstadt mit der Frauenkirche ist die Nummer 1 des Immobilienrankings (Quelle: dpa)
In den Städten steigen die Mieten, auf dem Land werden Häuser günstiger: Der bundesweite F+B-Index zeigt, wie teuer Wohnraum in Deutschland ist. Ein Überblick über alle Ergebnisse.
Die Unsicherheit auf den Finanzmärkten schlägt sich auch auf dem deutschen Immobilienmarkt nieder: Während die Preise in den Metropolen weiter steigen, sind sie in ländlichen Regionen im vergangenen Jahr gefallen. Das zeigt eine Untersuchung des Instituts Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt (F+B), das für 412 kreisfreie Städte und Landkreise einen Index erstellt hat.
Für die Untersuchung hat das Institut die Preisentwicklung von Eigentumswohnungen, Ein- und Zweifamilien- sowie Doppel- und Reihenhäusern ausgewertet. Die Preise wurden mit den Trends der Neuvertrags- und Bestandsmieten von Wohnungen und den Ertragswerten von Mehrfamilienhäusern kombiniert. Im Bundesdurchschnitt liegt der Indexwert bei 100.
Im Vergleich zum Vorquartal sind demnach die Preise für Eigentumswohnungen in Deutschland um 0,5 Prozent gestiegen, gegenüber dem Vorjahresquartal sogar um 2,3 Prozent. "Wohnimmobilien erleben derzeit eine Renaissance als solide und langfristige Vermögensanlage", sagte F+B-Geschäftsführer Bernd Leutner.
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Bei Mehrfamilienhäusern ist dieser Preisanstieg mit 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr schon etwas schwächer ausgeprägt. Auch die Neuvertragsmieten haben sich um 1,1 Prozent zum Vorjahreszeitraum nur leicht nach oben bewegt.
Das Abkühlen der Wirtschaft spiegelt sich laut der Studie allerdings auch in den Eigenheimpreisen wider. Zwar stiegen die Preise für Einfamilienhäuser parallel zur Konjunkturentwicklung bis Ende 2010 im selbem Tempo wie die der Wohnungen, sie fallen seither aber wieder - gegenüber dem Vorjahr um 0,9 Prozent.
"Dies gilt vor allem für Einfamilienhäuser in ländlichen Regionen", erklärte F+B-Geschäftsführer Leutner. Auch die Bestandsmieten würden Rückgänge verzeichnen: um 1,5 Prozent im Vergleich zum Jahresbeginn und um 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Tabelleen zeigen Ihnen, wie teuer Sie im Vergleich wohnen. Ein Beispiel: Für Hamburg liegt der Wert bei 147,6 - also rund 48 Prozentpunkte über dem bundesweiten Durchschnitt.
Preis- und Mietniveau für Wohnimmobilien: Wo Wohnen am meisten kostet - Top 20 | |||||
Stadt/Kreis | Bundesland | Index 2011 (Rang) | Index 2010 (Rang) | ||
München, Stadt | Bayern | 217,8 (1.) | 213,8 (2) | ||
München, Kreis | Bayern | 212,7 (2.) | 216,0 (1) | ||
Starnberg | Bayern | 208,5 (3.) | 206,5 (3.) | ||
Ebersberg | Bayern | 181,3 (4.) | 176,3 (4.) | ||
Miesbach | Bayern | 173,1 (5.) | 170,8 (6.) | ||
Fürstenfeldbruck | Bayern | 172,9 (6.) | 175,1 (5.) | ||
Bad Tölz-Wolfratshausen | Bayern | 170,9 (7.) | 167,8 (7.) | ||
Garmisch-Partenkirchen | Bayern | 165,3 (8.) | 162,3 (8.) | ||
Freiburg im Breisgau | Bayern | 159,9 (9.) | 158,2 (13.) | ||
Stuttgart | Baden-Württemberg | 158,9 (10.) | 158,4 (12.) | ||
Dachau | Bayern | 157,5 (11.) | 158,8 (11.) | ||
Frankfurt am Main | Hessen | 156,3 (12.) | 156,6 (14.) | ||
Heidelberg | Baden-Württemberg | 154,9 (13.) | 159,8 (10.) | ||
Hochtaunuskreis | Hessen | 152,8 (14.) | 161,6 (9.) | ||
Hamburg | Hamburg | 147,7 (15.) | 145,1 (22.) | ||
Main-Taunus-Kreis | Hessen | 147,1 (16.) | 155,4 (15.) | ||
Freising | Bayern | 146,4 (17.) | 146,5 (19.) | ||
Ingolstadt | Bayern | 145,0 (18.) | 143,6 (24.) | ||
Darmstadt | Hessen | 144,6 (19.) | 148,5 (16.) | ||
Mainz | Rheinland-Pfalz | 144,4 (20.) | 145,3 (21.) | ||
Quelle: F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt GmbH
Preis- und Mietniveau für Wohnimmobilien: Wo Wohnen am wenigsten kostet - Top 20 | |||
Stadt/Kreis | Bundesland | Index 2011 (Rang) | Index 2010 (Rang) |
Prignitz | Brandenburg | 53,0 (412.) | 56,8 (404.) |
Nordhausen | Sachsen | 53,4 (411.) | 56,6 (406.) |
Görlitz | Sachsen | 53,5 (410.) | 52,8 (412.) |
Elbe-Elster | Brandenburg | 54,3 (409.) | 56,0 (407.) |
Wittenberg | Sachsen-Anhalt | 55,6 (407.) | 57,1 (400.) |
Lüchow-Dannenberg | Niedersachsen | 55,6 (407.) | 58,8 (395.) |
Mansfeld-Südharz | Sachsen-Anhalt | 55,7 (406.) | 55,8 (409.) |
Stendal | Sachsen-Anhalt | 55,9 (405.) | 56,9 (403.) |
Wartburgkreis | Thüringen | 56,0 (404.) | 59,0 (394.) |
Anhalt-Bitterfeld | Sachsen-Anhalt | 56,1 (403.) | 57,0 (402.) |
Demmin | Mecklenburg-Vorpommern | 56,2 (402.) | 56,0 (407.) |
Kyffhäuserkreis | Thüringen | 57,5 (401.) | 57,1 (400.) |
Altmarkkreis Salzwedel | Sachsen-Anhalt | 57,6 (400.) | 55,4 (410.) |
Burgenlandkreis | Sachsen-Anhalt | 58,2 (399.) | 57,7 (396.) |
Salzlandkreis | Sachsen-Anhalt | 58,3 (398.) | 61,4 (380.) |
Unstrut-Hainich-Kreis | Thüringen | 58,6 (397.) | 57,7 (396.) |
Jerichower Land | Sachsen-Anhalt | 59,2 (396.) | 59,2 (393.) |
Vogtlandkreis | Sachsen | 59,2 (395.) | 60,2 (391.) |
Spree-Neiße | Brandenburg | 59,6 (394.) | 60,8 (387.) |
Schmalkalden-Meiningen | Thüringen | 60,2 (393.) | 61,6 (378.) |
Quelle: F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt GmbH
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Quelle: Spiegel Online
Neee nee nee schrieb:
am 24. August 2011 um 20:59:24
(43)
(6)
Geographie 6
Nicht nur, dass Freiburg i. Br. in BW liegt, Nordhausen liegt auch in Thüringen. Da hat wohl jemand zu häufig Copy+Paste
gemacht... Oder gar keine Ahnung.
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Karin schrieb:
am 24. August 2011 um 20:44:38
(29)
(0)
Nordhausen
Und Nordhausen liegt soweit ich weiß in Thüringen nicht wie angegeben in Sachsen!
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Uliuli schrieb:
am 24. August 2011 um 20:32:57
(27)
(4)
Freiburg im B.
Das Breisgau in Bayern - wer hat denn da den Erdkundeuntericht geschwänzt? Oder gabs da ne Revolution, von der ich im Norden nichts mitbekommen habe.
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