17.12.2010, 11:43 Uhr | mash
Das Wohnen zur Miete ist auch in diesem Jahr wieder teurer geworden. Das zeigt der Mietspiegelindex 2010 des Marktforschungsunternehmens "F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt GmbH" (F+B). Das Unternehmen wertet für für die Erhebung regelmäßig alle amtlichen Mietpreis-Übersichten in Deutschland aus. Insgesamt fielen die Mietsteigerungen zwar moderat aus - aber je nach Region gibt es erhebliche Unterschiede. Und wer künftig in Deutschland umziehen will, muss ebenfalls mit höheren Mieten rechnen: Bei Neuvermietungen rechnet der Immobilienverband Deutschland (IVD) mit einem kräftigen Preisanstieg.
Beim Abschluss neuer Mietverträge müssen Mieter laut IVD bei der Netto-Kaltmiete mit Erhöhungen zwischen einem und 2,5 Prozent rechnen. In guten Innenstadtlagen von Großstädten könnten die Preissteigerungen sogar noch "weitaus deutlicher" ausfallen.
Der Grund: Die Nachfrage nach Wohnungen steigt deutlich stärker als das Angebot. So fehlen bundesweit schätzungsweise 200.000 Wohnungen, um den bestehenden Bedarf zu decken, teilte der IVD mit. Außerdem gebe es in den Großstädten einen starken Zuzug von Arbeitskräften. Darüber hinaus wachse die Zahl der Ein- und Zwei-Personen-Haushalte übermäßig stark, dies treibe Nachfrage zusätzlich an.
In diesem Jahr stiegen die Bestandsmieten laut F+B weit weniger stark als die Neuvermietungen. Demnach kostete eine 65 Quadratmeter große Wohnung mit mittlerer Ausstattung und mittlerer Lage um 0,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Das heißt, die deutsche Durchschnittsmiete liegt bei 5,89 Euro pro Quadratmeter. 2009 betrug der Preisanstieg nach Angaben von F+B ebenfalls 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, 2008 rund 0,8 und 1996 sogar vier Prozent.
Je nach Region fallen die Unterschiede allerdings erheblich aus: So blieben die Kosten in Ostdeutschland, im Norden und Nordrhein-Westfalen mit 0,2 bis 0,4 Prozent Mietsteigerung relativ konstant. In Baden-Württemberg und Bayern mussten die Mieter tiefer in die Tasche greifen: Mit Preissteigerungen von 1,8 Prozent zahlten sie dreimal so viel wie der Bundesdurchschnitt.
Unangefochten auf Platz eins steht München. Eine Wohnung kostet dort 72 Prozent mehr als im Bundesdurchschnitt. Platz zwei und drei gehen an die umliegenden Gemeinden der bayerischen Landeshauptstadt, Germering und Dachau. Für die Mieter in München heißt das, dass sie im Schnitt mit 10,22 Euro pro Quadratmeter fast das Doppelte für ihre monatliche Netto-Kaltmiete veranschlagen müssen als die Berliner, die im Westteil 5,50 Euro pro Quadratmeter beziehungsweise im Ostteil 5,25 Euro pro Quadratmeter zahlen.
Baden-Württemberg ist in den Top 20 der Städte mit dem höchsten Mietenniveau 2010 mit insgesamt zehn Gemeinden auffallend oft vertreten. Allein in den Top Ten sind gleich vier Städte dabei: In Stuttgart, Leinfelden-Echterdingen, Ditzingen und Fellbach zahlen Mieter zwischen 23 und 30 Prozent mehr als der Schnitt. Köln, Norderstedt und Düsseldorf komplettieren die zehn teuersten Städte für Mieter.
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Auch in Hamburg, Frankfurt am Main und Mainz kostet das Wohnen zwischen 15 bis 17 Prozent mehr - am günstigsten ist es hingegen in Berlin. Das Mietenniveau der Hauptstadt liegt in den westlichen Stadtteilen sieben, in den Ostteilen sogar elf Prozent unter dem deutschen Mittelwert.
In den ostdeutschen Großstädten ist das Mietniveau insgesamt moderater als in den westdeutschen Großstädten. In Erfurt etwa wenden die Mieter im Schnitt 5,52 Euro pro Quadratmeter auf, in Dresden und Schwerin ist es mit 5,30 Euro pro Quadratmeter noch weniger.
Interessant: Je nach Region fällt die Nachfrage laut F+B nach bestimmten Wohnungstypen ganz unterschiedlich aus: In den westlichen Bundesländern gilt generell die Regel, je neuer die Wohnung, desto höher die Miete. In Ostdeutschland hingegen sind die Altbaubestände inzwischen teurer als die Wohnungen aus der Zeit des Wiederaufbaus bis in die 1980er. Wohnungen, die nach der Wende gebaut wurden, haben hingegen ein deutlich höheres Mietenniveau.
F+B wertete für den Index die Mietspiegel von 500 deutschen Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern. Die Kommunen sind nicht verpflichtet, Mietspiegel zu erstellen. Großstädte über 100.000 Einwohner verfügen nach Angaben von F+B aber zu rund 85 Prozent über einen Mietspiegel. Mietspiegel sind, sofern sie existieren, die Grundlage für erlaubte Mieterhöhungen.
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mash
geba schrieb:
am 22. Dezember 2010 um 08:07:31
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Mietspiegelindex
Obwohl ich selbst Mieter bin,kann ich die Preise nachvollziehen. Heute verdient ein Vermieter durch die hohen und künstlich
verursachten Kosten nichts mehr.Das ist das Problem. Jeder haut auf den Arbeitgeber und den Vermieter drauf und denkt, die hätten eine Lizenz zum Gelddrucken.Denkt Ihr so ist es, solange, bis Ihr selbst Vermieter oder Arbeitgeber geworden seid.Ich würde jedes Mietshaus so schnell wie möglich verkaufen.Und nach 25 Jahren Arbeitgeber bin ich so froh jetzt Angestellter zu sein
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Münchner schrieb:
am 21. Dezember 2010 um 15:20:18
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Haus bauen
@ Tom Dooly: Wo die Mieten hoch sind, sind die Grundstückspreise noch höher! In München kostet der qm ca. 750€. Wer kann das bezahlen?
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Kaufmann schrieb:
am 21. Dezember 2010 um 14:11:39
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Miete
Mieti, zu deiner Stellungnahme.Bei Allgäuer war von eigengen.Immobilie die Rede,du gehst von Vermietung aus, hast aber die enormen
steuerl.Vorteile vergessen, d.h. bis 5% Afa, Grundsteuer zahlt mieter, alle reparaturen u.ä. steuerlich absetzbar, Schuldzinsen f. Grundschuld absetzbar usw. usw.Dann sieht das mit der Rendite schon anders aus.
Mit 3 Immobilien vermeide ich weitgehend jegl.Eink.Steuer. Schöne Feiertage...
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