24.11.2011, 18:53 Uhr | dpa-AFX, t-online.de
Als Vielflieger bei der Lufthansa kann man Meilen sammeln und in Flugtickets umwerten (Quelle: imago)
Als Inhaber einer "Miles and More" Karte erhält man viel Post - doch oftmals gehen wichtige Informationen oder Änderungen unter. So kommt es vor, dass viele Meilensammler erst zu spät oder gar nicht von der Abwertung ihrer Bonusmeilen erfahren. Aus diesem Grund hat ein Vielflieger die Lufthansa verklagt.
Lufthansa Kunde Tobias Eggendorfer zieht nun vor Gericht, weil das Unternehmen seiner Meinung nach rechtswidrig sein Konto beim Bonusprogramm "Miles and More" entwertet habe. Dem Hamburger IT-Professor geht es nach eigenen Angaben um die Informationspolitik der Fluggesellschaft, die zum 3. Januar 2011 die Gegenwerte für die gesammelten Meilen gesenkt hatte. Sein Konto sei mit einem Schlag um etwa 40 Prozent entwertet worden, klagt der Vielflieger, der seine Meilen in der Regel für neue Tickets eingesetzt hat.
Der Kläger stört sich insbesondere daran, dass die entsprechende Änderung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) nur kurzfristig und versteckt im Internetauftritt und sogar erst nach Inkrafttreten im Kundenmagazin publiziert worden sei. "Täglich erhalte ich mindestens vier Mails von der Lufthansa über Wetter und Ähnliches, aber eine solche wichtige Änderung wird nicht kommuniziert."
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Ende 2010 hatte die Lufthansa bekannt gegeben, dass die "Preise" für zahlreiche Meilen-Flüge steigen: Nur vier Wochen später kostete etwa ein First-Class-Flug von Europa nach Asien statt 180.000 Meilen bereits 210.000. Es sei ihm unmöglich gewesen, die gesammelten Meilen innerhalb dieser Zeit einzusetzen. Vergeblich habe er um eine längere Frist zur Verwertung seiner Meilen oder um einen Ausgleich nachgesucht.
Die Lufthansa hält dagegen: Man habe die erste Preiserhöhung der Meilengegenwerte seit sieben Jahren rechtzeitig und auf allen Kanälen kommuniziert, erklärte Sprecher Andreas Bartels. Im übrigen könne er sich nicht zu laufenden Verfahren äußern.
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Eggendorfer bestätigte einen Artikel der "Financial Times Deutschland", dass eine erste Verhandlung für den 27. Januar beim Landgericht Köln angesetzt ist. Der Streitwert sei auf 20.000 Euro festgesetzt worden, was auch eine Sprungrevision zum Bundesgerichtshof ermögliche. Zum genauen Stand seines Meilenkontos wollte sich der Lufthansa-Kunde mit "Senator-Status" jedoch nicht äußern. Als Air Berlin 2007, nach dem Kauf von LTU, die Gültigkeit der Vielfliegerpunkte von fünf Jahren auf sechs Monate verkürzte, pfiff der Bundesgerichtshof die Fluglinie zurück. Erstreitet Eggendorfer ein ähnliches Grundsatzurteil, könnte das der Lufthansa wehtun.
Für die Lufthansa habe sich die Abwertung der Bestandsmeilen gelohnt, berechnete die Zeitung. Die rund 20 Millionen "Miles and More"-Kunden hätten sich bis Ende 2010 198 Milliarden Meilen erflogen. Gegenwert seien heute 1,88 Millionen Business-Tickets in die USA nach zuvor 2,2 Millionen. Bei einem Ticketpreis von 3000 Euro ergibt sich daraus eine Differenz von 960 Millionen Euro.
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Quelle: dpa-AFX
Klartext schrieb:
am 24. November 2011 um 22:03:22
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Abschaffen
Miles und More gehört ersatzlos gstrichen. Es ist kartellrechtlich sehr bedenklich wenn der Marktführer mit Bindugsprogrammen
den Markt steuert. Kurz nach der Einführung verschwanden dann auch missliebige Konkurrenten (Deutsche BA, Aero Lloyd, etc) und im Punkterausch "betrogen" viele Mitarbieter ihre Firmen, in dem Sie mit möglichst teuren LH-Tkts viele private Pkte sammelten.
Heute muss eine angeschlagene LH gegensteuern und macht die wertl. Punkte noch wertloser. PS Bin Reisebüroi
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Blubb schrieb:
am 24. November 2011 um 20:59:47
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@Maxi
Ob nun LH,UA,TG,AB etc..es ist und bleibt ein Vielfliegerprogramm...und der Normalbürger ist kein Vielflieger..nur meint jeder der 1x
im Jahr fliegt, daß er gleich ein Vielflieger ist und benimmt sich auch so..hihi ;-))) Muss doch jeder mal vernünftig darüber nachdenken, ob sich es wirklich für ihn lohnt, ansonsten sollte man die Finger davon lassen..oder nicht? Manchmal pure Selbstüberschätzung!
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derblaue schrieb:
am 24. November 2011 um 19:57:47
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Kundenverarsche
M&M ist reine Kundenverarsche. Für einen normal Flieger 2x im Jahr rentiert sich die Karte nicht und die Kreditkarte ist zu
teuer. Kann nur jedem abraten.
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