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Militärtransporter: Bund streicht A400M-Programm zusammen

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Bund streicht A400M-Programm erneut zusammen

26.01.2011, 10:39 Uhr | dapd, AFP, bab

Der A400M beim Start (Foto: dpa)

Der A400M beim Start (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Um Kosten zu sparen, soll die Bundeswehr noch weniger Transportflugzeuge vom Typ A400M erhalten als bisher geplant. Statt der zuletzt vorgesehenen 53 Flugzeuge sollen jetzt nur noch 40 Maschinen vom Flugzeugbauer Airbus angeschafft werden. Darauf hat sich die Koalition nach Angaben von FDP-Fraktionsvize Jürgen Koppelin geeinigt.

Entwicklungskosten explodieren

Der erste Militär-Airbus für die Bundeswehr soll nun Ende 2014 kommen – allerdings nur in einer Basis-Version. Die Propellerflugzeuge sollen bei der Luftwaffe die Jahrzehnte alten Transportflugzeuge vom Typ C-160 "Transall" ablösen, von denen gegenwärtig noch 80 im Dienst sind. Ursprünglich hatte die Bundesregierung deshalb 73 neue Maschinen bestellt. Diese Bestellung wurde später auf 60 Maschinen reduziert.

Airbus hatte sich gegenüber den sieben Bestellnationen Deutschland, Belgien, Großbritannien, Frankreich, Luxemburg, Spanien und Türkei verpflichtet, 180 Maschinen zu einem Festpreis von 20 Milliarden Euro auszuliefern. Das gesamte Entwicklungsprogramm für den europäischen Militärtransporter kam jedoch drei Jahre in Verzug und verursachte Mehrkosten von 5,2 Milliarden Euro. Das sind umgerechnet Mehrkosten für Deutschland von 670 Millionen Euro.

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Planung birgt Risiken

Um diese Mehrbelastungen durch Mehrkosten auszugleichen, reduzierte Deutschland Ende 2010 seine Festbestellung nach harten Verhandlungen noch einmal auf sieben Stück und wandelt diese in Kaufoptionen um. Jetzt ist den Angaben zufolge geplant, von den 53 Flugzeugen der Firma Airbus Military Sociedad Limitada (AMSL) 13 Flugzeuge zum Verkauf an Drittkunden zu überlassen. Damit wird die Bundeswehr nur 40 Flugzeuge direkt übernehmen.

Was geschieht, wenn die Airbus-Tochtergesellschaft keine Käufer für die verbleibenden 13 Flugzeuge finden sollte, bleibt dabei zunächst unklar. Dennoch zeigte sich Fraktionsvize Koppelin zuversichtlich. "Das wird nicht nur langfristig zu einer Entlastung des Verteidigungsetats führen, sondern ist die Anpassung an eine realistische Notwendigkeit für die Bundeswehr", wird der FDP-Politiker zitiert. Einen entsprechenden Antrag wolle die Koalition am Mittwoch in den Haushaltsausschuss einbringen.


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Quelle: t-online.de , dpa-AFX , dapd

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Kommentare (37)

zum Forum

Thema: "Militärtransporter: Bund streicht A400M-Programm zusammen"

Steffan Wolfffel schrieb: am 30. März 2011 um 17:16:59
(0) (0) A400M Programm zusammenstreichen
Die Truppe verkleinern und dann noch die Beweglichkeit durch Reduzierung von Lufttransportkapazität
erschweren. Aber ist ja alles schlüssig, Bundeswehr kleiner- weniger Transportbedarf. Ist das wirklich so? Oder muss man die wenigen Kräfte doch ehr hochbeweglich machen um nicht völlig unglaubwürdig zu sein?
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Wolf de Mer schrieb: am 27. Januar 2011 um 08:30:26
(0) (0) weniger A 400 M
Mehr Geld für weniger A 400 M - Flieger .Das verstehe wer will . Hauptsache die Aktionäre sind zufrieden.Ist ja auch nur Steuergeld.

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Ulo schrieb: am 26. Januar 2011 um 19:49:23
(0) (0) Bund streicht A400M
Der A400M ist nur ein Beispiel für das herumgemurkse bei den Beschaffungsprogrammen. Man könnte die Liste um die
Hubschrauber NH90 und Tiger, den Eurofighter (gestartet als TKF/Jäger90!), das Flugabwehrsystem MEADS, die Korvetten der Marine und viele andere Beispiele erweitern. Diese Programme laufen teilweise seit über 20 Jahren, da hat der Herr Verteidigungsminister noch die Schulbank gedrückt. Für die Vergangenheit kann er nichts aber für die Zukunft muß er was ändern.
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