16.11.2011, 17:35 Uhr | dpa, t-online.de
Fast wäre das Milliardengeschäft geplatzt - jetzt hat der europäische Flugzeugbauer Airbus bei der Luftfahrtmesse in Dubai doch weitere Aufträge von Qatar Airways abgesahnt. Die arabische Fluggesellschaft hat 50 Mittelstreckenmaschinen des Typs A320neo und fünf Exemplare des doppelstöckigen Großraumfliegers A380 fest bestellt.
Außerdem orderte der Flugzeugfinanzierer Aviation Capital Group (ACG) 30 Exemplare der auf Spritsparen getrimmten A320neo, wie Airbus berichtete. Laut Preisliste haben die beiden Aufträge einen Gesamtwert von 9,1 Milliarden US-Dollar, das sind 6,7 Milliarden Euro.
Darüber hinaus unterzeichnete die US-Fluggesellschaft Spirit Airlines einen Vorvertrag über 45 A320neo sowie 30 herkömmliche A320. Laut Preisliste hätte die Order einen Gesamtwert von 6,7 Milliarden US-Dollar, umgerechnet 4,9 Milliarden Euro. Allerdings sind bei Flugzeugbestellungen Nachlässe im zweistelligen Prozentbereich üblich.
Dem Großauftrag von Qatar Airways war ein stundenlanger Nervenkrimi vorausgegangen. Die Bekanntgabe der Bestellung verzögerte sich erheblich, eine ursprünglich angesetzte Pressekonferenz platzte. Qatar-Chef Akbar Al Baker hatte Verhandlungen über "technische Angelegenheiten" als Grund genannt und gespottet, Airbus sei "immer noch dabei zu lernen, wie man Flugzeuge baut".
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"Wir sind in eine Sackgasse geraten. Wenn wir da herauskommen, fein. Wenn nicht - dann Tschüss", hatte Al Baker der "Financial Times Deutschland" zufolge erklärt. Airbus-Verkaufschef John Leahy entgegnete später, Airbus lerne sehr schnell - ohne auf mögliche Zugeständnisse bei Lieferbedingungen oder Rabatten einzugehen.
Für Flieger des Typs A320neo hat die EADS-Tochter Airbus nach eigenen Angaben in weniger als einem Jahr mehr als 1200 Bestellungen und Kaufabsichtserklärungen entgegen genommen. Das Modell ist der Nachfolger des langjährigen Kassenschlagers A320. Auch dank neuer Triebwerksmodelle soll die A320neo rund 15 Prozent weniger Treibstoff verbrauchen und deutlich leiser fliegen. Die Markteinführung ist für 2015 geplant.
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Bereits am 14. November hatte die in Kuwait ansässige Leasingfirma Alafco bei Airbus einen Festauftrag über 50 Flugzeuge vom Typ A320neo unterschrieben. Bis Ende des Jahres könnten über Optionen noch 30 weitere Maschinen hinzukommen.
Der Airbus-Rivale Boeing hatte am Tag zuvor einen Rekordauftrag über insgesamt 26 Milliarden Dollar (19 Milliarden Euro) erhalten. Emirates Airlines orderte 50 neue Langstreckenflieger vom Typ 777 und sicherte sich Optionen auf 20 weitere Flugzeuge des Typs. Qatar Airways berichtete jetzt über einen Auftrag an den US-Hersteller für zwei Frachtflugzeuge vom Typ 777, laut Preisliste im Gesamtwert von 560 Millionen US-Dollar (409 Millionen Euro).
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Quelle: t-online.de , dpa
Stefan schrieb:
am 15. November 2011 um 19:45:19
(32)
(1)
Airbus Aufträges Boom
Die haben doch die bestätigung vom Kunden bekommen ,sonst hätten sie die Flugzeuge wo anders Bestellt.Da werden
einige aussagen mal wieder anders
da gestellt ,als es Tatsächlich ist.
Herzlichen Glückwunsch und viel erfolg an Airbus!
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meester schrieb:
am 15. November 2011 um 19:28:15
(15)
(2)
Toulouse
ein "O" kann jedem mal durchrutschen.
von Pilot hab ich nichts gelesen.
nur Wichtigtuer hier
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Frömming, HH schrieb:
am 15. November 2011 um 19:13:38
(33)
(3)
Qatar-Chef Akbar Al Baker
Wow, das hat Airbus aber ernst genommen. Der weiß ja, wie man Flugzeuge baut! Ok, Airbus ist auch auf diesen
Käufer angewiesen. Er hätte sich doch lieber ein anderes Argument für seinen Spott aussuchen sollen. So trifft es Airbus nicht und er zeigt seine technische Inkompetenz, auch wenn er ein guter Kaufmann sein mag. In der Verkehrsfliegerei kennt man eben A-Ware und B-Ware. Da kann sich jeder aussuchen, was er will.
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