31.10.2007, 11:08 Uhr | T-Online
Glückliche Angestellte (Foto: Archiv) Personalentscheider wissen: Die Motivation der Mitarbeiter ist einer der Schlüsselfaktoren für den unternehmerischen Erfolg. Geht es nach den Ergebnissen einer Studie der Unternehmensberatung Towers Perrin können sich die heimischen Unternehmen über motivierte und besonders loyale Mitarbeiter freuen. Doch das Engagement der Mitarbeiter ist kein Selbstläufer, sondern hängt vor allem vom Verhalten der Unternehmensleitung ab. Die Untersuchung räumt überdies mit weit verbreiteten Legenden über die Mitarbeitermotivation auf.
Schweizer Arbeitnehmer sind am motiviertesten
Für die Untersuchung befragten die Unternehmensberater mehr als 86.000 Arbeitnehmer in 18 Nationen, darunter 3000 allein in Deutschland. Mit einem Anteil von 64 Prozent an hoch und moderat motivierten Mitarbeitern nimmt Deutschland im internationalen Vergleich einen vorderen Mittelfeldplatz ein. Der Wert für die als „Mitreißer“ klassifizierten hoch Engagierten (17%) liegt knapp über dem durchschnittlichen europäischen Vergleichswert (16%), aber unter dem weltweiten Durchschnitt (21%). Beim Engagement macht in Europa den Schweizern niemand etwas vor. Knapp 23 Prozent der dortigen Arbeitnehmer sind hoch engagiert, während 50 Prozent als moderat engagiert gelten.
Mitarbeiter in Deutschland besonders loyal
Neben dem Engagement spielt auch die Mitarbeiterloyalität für die Autoren der Studie eine wichtige Rolle. Hier schneiden die Arbeitnehmer in Deutschland besonders gut ab. Trotz des sehr guten konjunkturellen Umfelds gibt die Hälfte der Befragten an, selbst bei Vorliegen eines anderen Angebots nicht den Arbeitgeber wechseln zu wollen. Im europäischen Ausland liegt dieser Anteil mit 32 Prozent und in den USA mit 37 Prozent deutlich niedriger.
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Rolle des direkten Vorgesetzen überschätzt
Dass die Mitarbeitermotivation für den Erfolg der Unternehmen eine nicht zu unterschätzende Bedeutung hat dürfte den meisten Managern klar sein. Das gilt vor allem für den Kontakt zum Kunden. Doch vor diesem Hintergrund haben sich in der Vergangenheit zahlreiche Mythen rund um die Möglichkeiten zur Steigerung des Engagements von Mitarbeitern gebildet“, erklärt Michael H. Kramarsch, Managing Director von Towers Perrin HR Services Deutschland. Eine weit verbreiteter Mythos ist nach Ansicht der Autoren die bisher überschätze Bedeutung der direkten Vorgesetzten. Für die individuelle Motivation der Mitarbeiter sind weniger die Vorgesetzen als vielmehr die Unternehmensleitung und organisatorische Rahmenbedingungen verantwortlich. Dazu zählen die Karrierechancen im Unternehmen sowie vorhandene Entscheidungsräume. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um jüngere oder ältere Arbeitnehmer handelt.
Hohe Ansprüche an Führungskräfte
Als besonders wichtig erachten die Mitarbeiter auch die Unternehmenskultur, die von den Führungskräften gelebt wird. Im Vergleich zu den anderen europäischen Staaten ist der Einfluss dieses Faktors auf das Engagement der Mitarbeiter in Deutschland stark ausgeprägt. Das gilt gerade für die Gruppe der „Mitmacher“, die in allen Ländern recht groß ist. Diese Mitarbeiter betrachtet die Studienautorin Harriet Sebald als Chance und Risiko für die Unternehmen. Abhängig davon, wie gut es gelingt, diese Gruppe zu einem höheren Engagement anzuregen, werden die Unternehmen ihre Geschäftsziele erreichen.“
Quelle: t-online.de
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