13.09.2010, 09:20 Uhr | AFP
Die Automatenhersteller hoffen nach dem Fall des Monopols auf satte Gewinne (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) gegen das staatliche Glücksspielmonopol in Deutschland drängen die Betreiber von Spielautomaten auf eine Liberalisierung des Marktes. Vorbild müssten Regelungen wie in Italien oder Großbritannien sein, wo Automatenspiel und Sportwetten dauerhaft freigegeben worden sein, "ohne den Schutz der Spieler vor Sucht zu vernachlässigen", sagte der Vorsitzende des Verbandes der Deutschen Automatenindustrie (VDAI), Paul Gauselmann, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Eine Gleichstellung gebiete sich schon aus Wettbewerbsgründen. Auch seien die unternehmerische Freiheit und der klare Wunsch der Bevölkerung zu berücksichtigen.
"Wenn Sie politisch etwas verordnen und die Spielmöglichkeiten einschränken, drängen Sie die Leute nur in Hinterzimmer oder das Internet", sagte Gauselmann weiter. Die Folge sei ein grauer Markt, auf dem keine Suchtprävention oder Kontrolle stattfinde und Steuereinnahmen ebenfalls Fehlanzeige seien. Der Unternehmer wies zugleich den Vorwurf zurück, Automatenglücksspiel sei überproportional für Spielsucht verantwortlich. Studien würden vielmehr belegen, dass die Zahl der davon abhängigen Menschen unterproportional sei. "Größere Gefahren gehen von Kasinos und Sportwetten aus."
Der EuGH hatte am Mittwoch das deutsche Monopol für Lotterien und andere Glücksspiele gekippt. Laut dem Gericht sind solche Wettmonopole zwar grundsätzlich zulässig, um die Spielsucht zu bekämpfen. In Deutschland werde dieses Ziel aber nicht konsequent verfolgt. Die Bundesländer wollen nun bis zum Frühjahr kommenden Jahres eine Neuregelung vorlegen.
Quelle: AFP
verbieten schrieb:
am 12. September 2010 um 12:27:43
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Tom
...Gauselmann sagt, das von den Automaten nur unterproportional suchtpotential ausgeht...
Klar doch! Würde ich auch sagen,wenn ich
Gauselmann heißen würde,
denn dem gehöhren ja auch alle Merkur Spielotheken.
Die Dinger sollte man,wenn uberhaupt nur in geringer Stückzahl zulassen.
Die schießen nämlich gerade wie Pilze aus dem Boden.
Unsere Stadt sagt Nein zu einem neuen Kino, aber Ja zu 4 neuen Spiielotheken.
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Walter schrieb:
am 11. September 2010 um 17:42:07
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Glücksspiel
Alle Glückspiele auch die des Stasates gehören verboten. Wer zocken will kann ja ins Ausland oder ins ausserdeutsche Internet.
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Business schrieb:
am 11. September 2010 um 17:34:29
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Lahmarschig
Aha, bis zum Frühjahr will man also schon was vorlegen. Gut, bis dahin kann ich dann schon mein eigenes Casino betreiben.
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