27.01.2012, 11:59 Uhr | dpa
Der Chefökonom der US-Bank Morgan Stanley, Joachim Fels, rechnet entgegen aller Ankündigungen von EZB-Chef Mario Draghi damit, dass die Europäische Zentralbank ihr Anleihenkaufprogramm ausweiten wird.
Die EZB werde schon bald in großem Umfang Anleihen von Staaten, Banken und Unternehmen kaufen, sagte Fels der Internetausgabe des "Handelsblatts". "Die Überschrift über dem Jahr 2012 wird lauten: Schleusen auf, Teil 2."
Draghi hat bis zuletzt Forderungen nach einer Ausweitung der Anleihekäufe klar abgelehnt. Von Anleihekäufen im Banken- und Unternehmenssektor - eine Strategie, die teils von den Notenbanken Großbritanniens und Japans verfolgt wird - war im Euroraum bislang keine Rede. Die EZB hatte im Frühjahr 2010 damit begonnen, Staatsanleihen angeschlagener Euro-Länder zu kaufen.
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Fels vermutet, dass die EZB im ersten Quartal zunächst den Leitzins von aktuell 1,0 auf 0,5 Prozent senken wird. Anschließend werde sie abermals ihre Prognosen für Wachstum und Inflation verringern. "Und dann gibt es nur noch einen Weg, um dafür zu sorgen, dass die Geldpolitik ihre gewünschte Wirkung entfaltet: eine Ausweitung der Anleihekäufe."
Inflationsrisiken sieht Fels infolge einer derartigen Geldflut allerdings nicht. Eine Intensivierung der Anleihekäufe bedeute nicht, dass die Inflationsrisiken dadurch automatisch wüchsen. "Wenn das so wäre, müssten wir ja in den USA, Japan und Großbritannien schon Hyperinflation haben." Diese Notenbanken verfolgen im Gegensatz zur EZB eine typische Strategie der quantitativen Lockerung, wonach mit massiven Anleihekäufen die Konjunktur gestützt werden soll. Die EZB hingegen begründet ihre Anleihekäufe mit systemischen Argumenten, insbesondere der Sicherstellung von Finanzstabilität.
In ihrer Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos rät die Bundeskanzlerin von Erhöhungen ab. Dadurch würde eine Spirale in Gang gesetzt werden. zum Video
Quelle: dpa
Uwe 1,5 schrieb:
am 30. Januar 2012 um 20:50:38
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@ Rating Agent 12:35
die sollen bezwecken wie gerade Aktuell bewiesen,das Kritische Staaten wie Portugal,21% Zinsen auf ihre Staatsanleihen
anbieten müssen und damit Haubtsächlich Investoren& Hedge Fonds in GB und USA,binnen zwei Jahren Giga Renditen ermöglichen!! Mein Gott,was Wünschte ich,das unser Inlandsgeheimdienst MFS/Verfassungsschutz sich mal mit den Unterstützern (Union/FDP) dieser Finanzmarktverarsche-Merkel&Co-beschäftigen würde!!
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Rating Agent schrieb:
am 28. Januar 2012 um 12:35:30
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Morgan Stanley erwartet massiven Anleihenkauf der EZB
Man muss doch mal hinterfragen was solche Aussagen und Herabstufungen bezwecken,
Amerika will Europa marode machen, um somit den Einfluß auf die restliche Welt sich zu erhalten. Amerika sollte begreifen es gibt jenseits des großen Teiches auch noch einen Kontinent oder haben Sie dies vergessen?
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Criticus schrieb:
am 27. Januar 2012 um 17:10:11
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Ein inflationierender Euro ...
… wirkt sich auf den Binnenmarkt kaum aus, senkt die Schulden gegenüber Nicht-Euro-Ländern, begradigt das
Vermögen der Vermögenden, stärkt die Export-Nachfrage, verteuert Importe zugunsten einheimischer Produkte und lässt Investitionen im Euro-Bereich wieder wesentlich attraktiver erscheinen.
Wenn wir den Planungen der US-/GB-Schiene nicht zuvor kommen, werden wir bluten!
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