22.02.2012, 10:10 Uhr | dpa-AFX, dapd
Für die insolvente Großbäckerei Müller-Brot gibt es ein Hoffnungszeichen. Nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters Hubert Ampferl ist der Weg zur Wiederaufnahme der Produktion geebnet. Es sei gelungen, in Verhandlungen mit den Banken die Finanzierung der notwendigen Reinigungs- und Wartungsarbeiten zu sichern, sagte Ampferl am Dienstag. Derweil weitete die Staatsanwaltschaft Landshut ihre Vorermittlungen gegen das Unternehmen wegen einer möglichen Insolvenzverschleppung aus.
Anhand der Bilanzen werde geprüft, ob die Großbäckerei seit längerem überschuldet sei und nicht rechtzeitig Insolvenz angemeldet habe, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Ralph Reiter. Geprüft wird zudem, ob Kautionen von Pächtern der Bäckereifilialen veruntreut worden seien.
Die Gelder seien offensichtlich im laufenden Geschäftsbetrieb ausgegeben worden. Ob dies rechtmäßig gewesen sei, hänge von den Verträgen ab, sagte Reiter. Die Staatsanwaltschaft Landshut ermittelt schon seit Mitte 2011 gegen Müller-Brot wegen Verstoßes gegen das Lebensmittelgesetz.

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Wegen verschmutzter Maschinen und Schädlingsbefall ruht die Produktion bei Müller-Brot seit Ende Januar. Doch das Hygienekonzept für die Backfabrik in Neufahrn sei überarbeitet, das Budget für die Reinigung signifikant erhöht worden, sagte Insolvenzverwalter Ampferl. Er geht davon aus, dass alle Mängel in zwei Wochen beseitigt sind. "Die Fertigung startet aber erst wieder, wenn die Hygiene ohne Wenn und Aber wieder hergestellt ist."
Den Angaben zufolge sind die Löhne und Gehälter der etwa 1250 Mitarbeiter über das Insolvenzgeld gesichert. Das trifft aber nicht auf die Pächter der Bäckereifilialen zu. Sie treffe die Pleite des Unternehmens "mit besonderer Härte", sagte Ampferl. Er wolle deshalb einen wesentlichen Teil eines Massekredits, den er zur Aufrechterhaltung des Betriebs beantragt habe, an die Pächter auszahlen.
Derzeit gibt es etwa 240 Bäckereifilialen von Müller-Brot. Etwa 80 von ihnen betreibt das Unternehmen noch selber, die anderen sind an Franchise-Nehmer verpachtet. Ampferl erklärte, sein Ziel sei es, das Filial- und Vertriebsnetz zu erhalten. Zurzeit würden die Filialen mit zugekauften Backwaren versorgt.
Ampferl sagte: "Eine Rettung des Unternehmens ist nach wie vor möglich." Jetzt komme es darauf an, rasch das verloren gegangene Vertrauen bei den Kunden, Mitarbeitern und Pächtern zurückzugewinnen. "Nur wenn dies gelingt, hat das Unternehmen eine echte Chance auf einen Neuanfang."
Noch in diesem Monat will der vorläufige Insolvenzverwalter Gespräche mit potenziellen Investoren führen. Zudem will er die Handelsketten kontaktieren, die sich von Müller-Brot abgewandt hatten. Wegen des Hygieneskandals hatten Lidl und Aldi der Großbäckerei den Rücken gekehrt. Am vergangenen Donnerstag hatte Müller-Brot Insolvenzantrag gestellt.
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Quelle: dpa-AFX , dapd
werner h. schrieb:
am 25. Februar 2012 um 21:27:56
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müller und andere
die "müllers", schlecker`s + ähnliche firmen braucht kein mensch.schade ist es um die mitbewerber die durch
solche schweinefirmen einen schweren stand am markt haben,da sie ordentlich und sauber(in der regel) arbeiten.noch schlimmer als die praktiken von müller brot finde ich dijenigen die eigentlich dafür zu sorgen haben dass in betrieben alles sauber und ordentlich zu geht und vernüftige arbeitsbedingungen herrschen. zuständige politiker sind oft noch verkommener als müllerbrot.
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bärbel schrieb:
am 23. Februar 2012 um 10:24:35
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müller-brot insolvenz
an müllerfan: Sie haben völlig recht. Aber bedenken Sie mal, daß Diejenigen beiden, welche auf 100en von Millionen
sitzen mehr Macht als die Staatsanwaltschaft haben, da sie 100%ig mit den Politikern klüngeln u. Richtern sowie Oberstaatsanwälten auf höherer Ebene. Hier wird nicht auf das Vermögen zurück gegriffen. Wetten?? Sondern auf den Steuerzahler, der ja denen den Reichtum verschafft hat.
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Soistdas schrieb:
am 22. Februar 2012 um 22:25:23
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Abbau von Stellen
Ich finds gut, dass der Bundesbürger Schrottbrot angeboten bekommt.
Es sind genau die Bundesbürger die weniger Staat fordern.
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