10.02.2012, 17:34 Uhr
In der oberbayerischen Großbäckerei Müller-Brot haben Kontrolleure auch in Zutaten Ungeziefer entdeckt. Eine Gesundheitsgefahr für Kunden habe aber nicht bestanden, teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen mit. Weder auf noch in Backwaren seien bei Laboruntersuchungen "Schädlinge oder Mäusekot" festgestellt worden.
Eine Behördensprecherin sagte, nach dem Fund von Ungeziefer in vier Proben von Zutaten Ende Januar sei der Betrieb in der Brotfabrik umgehend stillgelegt worden. Fertige Backwaren seien entsorgt, bereits ausgelieferte Produkte zurückgeholt und vernichtet worden.
Wegen Schädlingen und verschmutzter Maschinen muss die Großbäckerei aus Neufahrn seit anderthalb Wochen die Produktion ruhen lassen. Bis zum 17. Februar will Müller-Brot die Mängel vollständig beseitigt haben. Dann soll wieder produziert werden. Seit Mitte 2009 hatten Kontrolleure die Brotfabrik 21 Mal besucht und dabei teils große Hygieneprobleme entdeckt.

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Dass die Öffentlichkeit darüber nicht informiert wurde, ärgert die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch. Deren Vize-Geschäftsführer Matthias Wolfschmidt sagte, ahnungslose Verbraucher hätten Millionen Brötchen und Brote von Müller-Brot gegessen, "während bayerische Beamte wegen Mäusekot und Kakerlaken in der Großbäckerei ein- und ausgingen". Behörden müssten verpflichtet werden, Verbraucher über Gammelfleisch-Funde und Ekel-Lebensmittel zu informieren.
Auch die Grünen kritisierten die mangelnde Auskunft. "Die Behörden haben sich hier offenbar zu sehr von den wirtschaftlichen Interessen der Firma Müller-Brot leiten lassen und damit den Arbeitsplätzen erst recht einen Bärendienst erwiesen", sagte der Landtagsabgeordnete Christian Magerl. Er fügte an: "Nach allem, was jetzt an Schädlingsbefall bekannt wurde, erscheint es schwer vorstellbar, dass die Ware bei der Auslieferung bedenkenlos war."
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Müller-Brot bedauerte derweil die Entwicklung. Man sehe aber auch die Chance für einen "grundlegenden Neustart", erklärte das Unternehmen. Um in Zukunft die hohen Anforderungen zu übertreffen, packe Müller-Brot die Reinigung und die Umbauten "grundsätzlich" an.
Quelle: dapd , t-online.de
Feinschmecker schrieb:
am 10. Februar 2012 um 21:37:12
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@Dr.Müller-Lüdenscheid
Wohl dem, der für ein Roggenbrötchen 50 Cent ausgeben kann!
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Opa Ruprecht schrieb:
am 10. Februar 2012 um 20:57:06
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Großbäckerei Müller
Wenn ich diese Teigklumpen aus den Großbäckereien in den Supermärkten
sehe wird mir schlecht. Keine Krume , keine
Struktur des Teigs, Geschmack
wird mit Chemie erzeugt. Wir backen auf unserem Bauernhof jeden Montag
und Freitag selbst und das ist ein Brot was diesen Namen auch verdient !
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Realist schrieb:
am 10. Februar 2012 um 20:42:50
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Müller Brot
Wenn Backwaren in einer Großbäckerei in solchen Massen produziert
werden, ist eine hygienische Herstellung nicht mehr
möglich. Das fängt
schon bei der Lagerung von Mehl und Zusatzstoffen an. Ratten und
Mäuse finden einen Weg in diese Lager, da man ja keine Giftstoffe streuen
darf um das Ungeziefer zu töten. Aus Kostengründen wird bei der Reinigung
der Anlagen gespart. Was dann rauskommt sieht man ja bei Müller.
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