12.05.2010, 20:19 Uhr | apn
Einige Länder verschwenden bei der Förderung des öffentlichen Nahverkehrs richtig viel Geld (Foto: imago)
Mehrere Bundesländer verschwenden einer Studie zufolge bei der Förderung des Nahverkehrs Milliarden an Euro. Besonders in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und im Saarland (Lesen Sie hier, wie teuer das Leben in Ihrem Bundesland ist.) werde mit einem überdurchschnittlichen Aufwand ein unterdurchschnittliches Ergebnis erreicht, sagte der Verfasser der Studie, Holger Krawinkel, und bestätigte damit einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung".
Laut der Erhebung des Bundesverbands der Verbraucherzentralen gehören Bayern, Brandenburg, Schleswig-Holstein und Hessen hingegen bei der Nahverkehrsförderung zu den effizientesten Bundesländern. Die 16 Länder erhalten demnach jährlich insgesamt sieben Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt, um den Regionalverkehr zu finanzieren. Eine Kontrolle durch den Bund erfolge nicht.
Die Verbraucherschützer haben nun erstmals auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamts ausgewertet, wie effizient die Länder mit den Mitteln umgehen. Das Ergebnis sei ernüchternd: Bei gleichem Aufwand könnten bundesweit "20 Prozent mehr Fahrgäste im Schienenpersonennahverkehr befördert werden, wenn in den Bundesländern die Regionalisierungsmittel effektiv verwendet würden", heißt es demnach in der Studie. Die Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass die Regionalisierungsmittel anders zwischen den Ländern verteilt werden sollten. Seit 1994 erfolge die Verteilung nach einem Schlüssel, der nahezu unverändert bis heute gelte. Dieser richte sich vorrangig nach dem damaligen Fahrplanangebot in den jeweiligen Ländern. Allerdings hätten sich die Nachfrage und das Angebot seit Mitte der 90er Jahre stark verändert, hieß es weiter.
Quelle: dapd
Biggi schrieb:
am 13. Mai 2010 um 12:07:41
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Verschwendung
Wenn die Kommunen Geld vom Bund bekommen, gehört es sich vom Bund auch, daß sie die Ausgaben kontrollieren. Ich
habe zu
DDR-Zeiten in der Stadtverwaltung gearbeitet, da wurde alles kontrolliert, wann, wofür, für welche Maßnahme.
Es durfte kein Geld zweckentfremdet eingesetzt werden !!!!! Was nicht verbraucht wurde, mußte zurückgeführt werden.
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Franz schrieb:
am 13. Mai 2010 um 12:02:20
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Nahverkehrsförderung
Manche Kommunen kamen erst durch die "Förderung" sprich "Subvention" auf
den "Geschmack" und dann wurden/werden z.B.
eine Strassenbahnlinie parallel zur ausgebauten Bundesbahnstrecke gebaut. Förderung: Trasse 90% und Fahrzeuge 50%. Seit 1994 ungeprüfter Bedarf und das bei ca. 1700 Milliarden Euro Schulden der "öffentlichen Hand". Politik = Unternehmen ohne jegliche Haftung und Verantwortung. Schickt den Artikel zum Bundesrechnungshof.
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Wähler schrieb:
am 13. Mai 2010 um 11:55:33
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Wähler
Die hier jammern sind meist die, weclhe die beiden Volksparteien wählen. Keiner traut sich endlich mal etwas zu tun.
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