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Neuer Ärger und Absatzrekord für Porsche

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Porsche mit Absatzrekord und neuer Klage

08.01.2011, 11:52 Uhr | sky, dapd

Der Porsche-Prototyp 918 RSR wandelt Bremsenergie in Schub um (Foto: ap) (Quelle: AP)Der Porsche 918 RSR (Foto: ap) Porsche versorgt die Anleger mit einer guten und einer schlechten Nachricht: Zum einen hat der Autobauer im abgelaufenen Jahr den Absatz um 25 Prozent auf den Rekordwert von 95.000 ausgelieferten Autos gesteigert. Das sagte Vorstandschef Matthias Müller auf der Automesse in der US-Metropole Detroit. Von den Auslieferungen gingen allein 25.000 Stück in die USA, auf den wichtigsten Markt für die Firma. Vor diesem Hintergrund ging an der Börse die Meldung über eine neue Klage gegen Porsche im Zusammenhang mit der versuchten Übernahme von VW unter.

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Porsche stellt neuen Hybrid-Rennwagen vor

Der Auftragseingang zog um 50 Prozent auf 110.000 Autos an. Müller stellte auf der Messe die Studie 918 RSR vor, einen einsitzigen Sportwagen mit 767 PS. Der Wagen ist die geschlossene Version des 2010 vorgestellten 918 Spyder, der in limitierter Auflage an Kunden gehen soll. Für den 918 RSR ist keine Serienproduktion geplant, wie ein Sprecher sagte. Beide Autos haben Schwungräder anstelle des Beifahrersitzes, in denen Bremsenergie gespeichert wird. Mit einem Knopfdruck kann der Fahrer diese Energie abrufen, etwa zum Überholen.

Neue Klage gegen Porsche

Derweil hat die versuchte Übernahme des VW-Konzerns für Porsche ein weiteres juristisches Nachspiel. Der Anwalt Christoph von Arnim von der Berliner Anwaltskanzlei FPS hat beim Landgericht Stuttgart Klage gegen Porsche und die Maple Bank eingereicht, wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtete. Er fordere für einen Mandanten Schadenersatz in Höhe von 3,1 Millionen Euro.

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Drei Millionen Verlust mit VW-Aktie

Die Maple Bank, gegen die nun ebenfalls Klage eingereicht wurde, hatte laut "Spiegel" während der Übernahme VW-Aktienoptionen ge- und verkauft. Ein Mandant des Anwalts habe im Jahr 2008 rund drei Millionen Euro durch den Kauf und Verkauf von VW-Aktienoptionen verloren. Er habe auch auf die öffentlichen Erklärungen von Porsche vertraut, dass der Sportwagen-Hersteller nicht 75 Prozent von VW kaufen wolle und auf einen sinkenden Kurs der VW-Aktie gesetzt. Statt dessen zog die VW-Aktie kräftig an. Porsche betont, das Unternehmen habe stets korrekt kommuniziert.

US-Klagen gegen Porsche abgeschmettert

Die Porsche-Aktie hatte Anfang des Jahres einen Freudensprung hingelegt, nachdem ein New Yorker Gericht mehrere Klagen in Milliarden-Höhe gegen Porsche abgeschmettert hatte. Die insgesamt 39 Kläger wollten Ansprüche im Zusammenhang mit der gescheiterten Volkswagen-Übernahme von Porsche geltend machen. Auch das frühere Management um Wendelin Wiedeking hat aus den USA vorerst nichts zu befürchten, das Gericht erklärte sich auch hier für nicht zuständig.


Quelle: dapd

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