Startseite Jetzt online bestellen und 10% Rabatt sichern

Sie sind hier: Home > Wirtschaft > Jobs > Gehaltsumfrage >

Niedrige Löhne: Deutschland Mitschuld an der Euro-Krise

...

Niedrige Löhne: Deutschland Mitschuld an der Euro-Krise

24.01.2012, 16:34 Uhr | dpa

Scharfe Kritik an der Lohnzurückhaltung der vergangenen Jahre (Quelle: Archiv)

Scharfe Kritik an der Lohnzurückhaltung der vergangenen Jahre (Quelle: Archiv)

In der Euro-Krise gilt Deutschland als der Fels in der Brandung. Auch beim europäischen Rettungsfonds ESM schultert Deutschland mit knapp 190 Milliarden den Löwenanteil von den insgesamt 500 Milliarden Euro. Doch die nur schwache Entwicklung von Löhnen und Gehältern hierzulande gehört nach Ansicht von UN-Experten zu den strukturellen Ursachen der Probleme in der Euro-Zone.

Geringe Arbeitskosten belasten die Konkurrenz

Weil sich in der Exportnation Deutschland seit der Wiedervereinigung die Kosten der Arbeit im Vergleich zur Konkurrenz in anderen Ländern sogar verringert hätten, sei "das Wachstum in diesen Volkswirtschaften unter Druck geraten". So steht es im globalen Beschäftigungsbericht 2012, den die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) vor der Tagung des Weltwirtschaftsforums (WEF) vorlegte. Das WEF wird am Mittwoch durch Bundeskanzlerin Angela Merkel in Davos eröffnet wird.

Während günstigere Arbeitskosten den deutschen Exporteuren Wettbewerbsvorteile verschafften, hätten die davon betroffenen Länder dies nicht durch verstärkte Ausfuhren in die Bundesrepublik wettmachen können, erklärte die UN-Organisation. Krisenländern sei ein Ausweg über "die Exportroute" praktisch versperrt worden, weil in Deutschland die Nachfrage angesichts der schwächeren Einkommensentwicklung hinterherhinkte. Diese Entwicklung habe in anderen Ländern der Eurozone "nachteilige Folgen für die Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen" gehabt.

STELLENMARKT

Aktuelle Stellenangebote

Stellenmarkt bei t-online.de

Wählen Sie die gewünschte Branche aus:


Deutschland soll die Produktivität fördern

Statt weiter bei Löhnen und Gehältern zu bremsen, solle die deutsche Wirtschaft stärker die Produktivität fördern, empfiehlt die ILO. Allerdings räumen die Autoren des Berichts "Global Employment Trends 2012" auch ein, Deutschland gehöre in Europa "zu den wenigen Ausnahmen, in denen die Beschäftigung nicht unter dem Stand vor Ausbruch der Krise zurückgeblieben ist".

In Europa hat laut der ILO die Arbeitslosigkeit inzwischen "mit rund 45 Millionen Betroffenen einen historischen Höchststand erreicht, und der Ausblick ist wegen der Schuldenkrise in den meisten Ländern negativ". Weltweit geht die ILO nach den jeweiligen offiziellen Zahlen von 197 Millionen Arbeitslosen aus - 27 Millionen mehr als 2007, dem Jahr vor dem Ausbruch der Finanzkrise in den USA. Trotz eines hohen Wirtschaftswachstums stagniere die durchschnittliche Arbeitslosenquote bei 6,0 Prozent.

Tarifvergleich
Strompreise vergleichen
Der Stromrechner

Finden Sie den günstigsten Stromanbieter aus Ihrer Region. Daten eingeben und vergleichen.


Verbrauch

900 Millionen Menschen unter der Armutsschwelle

Hinzu kommen aber noch rund 900 Millionen Menschen - größtenteils in Entwicklungsländern -, die trotz Arbeit unter der Armutsschwelle von zwei Dollar pro Tag leben. "Jeder dritte Arbeitnehmer auf der Welt ist arbeitslos oder lebt trotz Arbeit in Armut - das sind rund 1,1 Milliarden Menschen", sagte ILO-Generalsekretär Juan Somavia. Die Schaffung von Jobs müsse für Regierungen und Unternehmen oberste Priorität haben.

Die ILO geht davon aus, dass unter Berücksichtigung der Bevölkerungsentwicklung in den nächsten zehn Jahren rund 600 Millionen produktive Arbeitsplätze gebraucht werden, um die Arbeitslosigkeit abzubauen und Neuzugänge auf dem Arbeitsmarkt in Lohn und Brot zu bringen.

Strikte Regulierung der Finanzmärkte gefordert

Einen wichtigen Beitrag könne dazu "eine strikte Regulierung der Finanzmärkte" leisten. Dadurch würde eine stabilere Unternehmensfinanzierung möglich werden. "Vor allem kleinere und mittlere Unternehmen, in denen erfahrungsgemäß die meisten Arbeitsplätze entstehen, hätten wieder einen besseren Zugang zu Krediten."


Newsletter
Die wichtigsten News kostenlos ins Postfach
Werktags die wichtigsten Neuigkeiten rund um Wirtschaft und Finanzen per E-Mail in Ihr Postfach  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Der Newsletter bietet Ihnen die wichtigsten Meldungen aus der Welt von Wirtschaft und Geldanlage werktags kostenlos per E-Mail. Jetzt abonnieren!

Quelle: dpa

Inhalt versenden Versenden
Leserbrief An die Redaktion
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an
mailing-ifrarr
Artikel versenden
Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
 

"Niedrige Löhne: Deutschland Mitschuld an der Euro-Krise" verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel "Niedrige Löhne: Deutschland Mitschuld an der Euro-Krise" gefallen hat.

 
schließen

Kommentare (1015)

zum Forum

Thema: "Niedrige Löhne: Deutschland Mitschuld an der Euro-Krise"

Heinrich schrieb: am 24. Januar 2012 um 21:23:05
(823) (169) Löhne EU
Raus aus der EU!!! Raus aus dem EURO!!!!

Kommentar melden

kolkrabe schrieb: am 24. Januar 2012 um 21:22:42
(904) (116) Systemschaden
Trotz allem Aufgeschrei von anderer Seite: De facto haben die deutschen Arbeitnehmer seit gut 20 Jahren erhebliche Einbussen
ihrer Einkommen hinnehmen müssen. Vor allem der Verrat der SPD an den von ihr politisch ureigenst zu vertretenden Arbeitsnehmerinteressen hat das Gefüge gesprengt und führte mit zum Zusammenbruch des systemimmanent so vorgesehenen Tarifkampfes und Kräftemessens. Und die Gewerkschaften marschierten als treudoofes Stimmvieh hinter Rot/Grün her.
mehr Kommentar melden

Realo schrieb: am 24. Januar 2012 um 21:22:02
(516) (50) Unsinn von sog. Experten
Meine Güte, jeden Tag lesen wir Unsinn von anderen Experten....Deutschland ist das internationale Sozialamt...das ist unser Fehler...

Kommentar melden

alle Kommentare
Seite:

Kommentar schreiben

Name
Betreff
Kommentar: (Maximal 500 Zeichen)

Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Haken

Vielen Dank. Ihr Kommentar wurde versendet!

Kommentar schreiben



Zu diesem Artikel/Thema können keine weiteren Kommentare mehr abgegeben werden.

Kommentar melden

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

 

Haken

Vielen Dank! Ihr Hinweis wurde von der Redaktion entgegengenommen.
mailing-ifrarr

Shopping

Einkaufswelt
Prämierte Riserva
Spitzenweine bei Hawesko

Acht Flaschen 2007er San Martino plus Dekanter jetzt für nur 49,- € statt 78,10 €. von Hawesko

Einkaufswelt
Bis zu 92% günstiger
Angebot bei druckerzubehoer.de

Testsieger-Patronen für Marken-
drucker im TÜV-geprüften Online-
Shop kaufen. mehr

Einkaufswelt
Tablet zum Sensationspreis
Knüller knallhart bei euronics.de

24,6 cm Tablet-PC mit Android 4.0, 1 GHz Prozessor inkl. Ledertasche für nur 229,- €. bei euronics

Einkaufswelt
Schicke Brillen für alle
Schicke Brillen - bei optikplus

Für einen klaren Durchblick: Lese-
brillen, Komplettbrillen u.v.m. zu top Preisen! bei optikplus.de


Downloads & Shops

Minus 29%: CutOut PRO
CutOut PRO (Quelle: Softwareload)

Der Meister für feinste Freistellungen und präzise Montagen. mehr

Historische Traktoren
Agrar Simulator: Historische Landmaschinen (Quelle: Koch Media)

Landmaschinen der 50er bis 70er Jahre fahren. Spiel jetzt kaufen

Badeurlaub in Kroatien ab 572,- €/P.
Last Minute bei t-online.de Reisen (Quelle: t-online.de)

1 Woche im 4-Sterne- Hotel mit AI und Flug.


Aus anderen Bereichen

"Mit einem Unfall haben alle gerechnet"
Der Todesfahrer von Hamburg-Eppendorf raste im März 2011 mit Tempo 100 in eine Fußgängergruppe (Quelle: dpa)

Ex-Chef belastet Todes- fahrer schwer. mehr

Whistleblower gefeu- ert: Firma muss zahlen
Altenpflegerin Brigitte Heinisch (Quelle: dpa)

Altenpflegerin erhält 5- stellige Abfindung. mehr


Anzeigen

Anzeige

Zur breiten Ansicht
© Deutsche Telekom AG 2012

Anzeige