08.09.2011, 19:51 Uhr | dpa, dapd
Droht eine neue Wirtschaftsflaute? (Quelle: dpa)
Der Aufschwung in Deutschland könnte Ende des Jahres vorbei sein. Das sagt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) voraus. Für die letzten drei Monate prognostizieren die Volkswirte der Industriestaatenorganisation einen auf das Jahr hochgerechneten Rückgang des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 1,4 Prozent. Gegenüber dem dritten Quartal 2011 entspricht dies einem "echten" Minus von 0,3 Prozent.
Sollten die in Paris vorgestellten Prognosen eintreffen, wäre Deutschland im Schlussquartal 2011 die schwächste große Industrienation der Welt. Für Länder wie die USA, Frankreich oder Kanada sagen die Volkswirte noch Wachstum voraus. Die Regierungen in Washington und Paris können von Oktober bis Ende Dezember beispielsweise ein auf das Jahr hochgerechnetes Quartalswachstum von 0,4 Prozent erwarten.
Die OECD betonte bei der Vorstellung des Berichts, dass die Unsicherheit der jüngsten Prognosen relativ hoch sei. Hintergrund seien beispielsweise die ungewissen Folgen des in Deutschland geplanten Atomausstiegs. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) widersprach der Prognose vehement, während der Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Gustav Horn, ebenfalls zu einer düsteren Einschätzung kommt.
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"Die Befürchtungen der OECD sind leider berechtigt", sagte Horn am Donnerstag "Handelsblatt Online". "Während die Konjunktur in Deutschland noch bis in den Sommer hinein sehr kräftig aussah, sind die Zeichen für einen Abschwung im kommenden Winter unübersehbar."
DIW-Konjunkturexperte Simon Junker geht zwar auch davon aus, dass sich das Wachstum in den kommenden Quartalen abschwächen wird. Doch die Zuwächse würden nach Einschätzung des DIW bis Ende 2012 noch überdurchschnittlich ausfallen, sagte Junker "Handelsblatt Online". Eine Rezession sei keinesfalls in Sicht.
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Quelle: dapd , dpa
steuerzahler schrieb:
am 8. September 2011 um 21:29:20
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(6)
ätzend
ich kann die ganze schwarzmalerei / schönrederei echt nicht mehr hören! alles worte ohne realität! s. arbeitslosenzahlen! lügen lügen lügen
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Gnostiker schrieb:
am 8. September 2011 um 21:28:13
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@Kritiker
Klar müssen die Wirtschaftsaussichten für D nach unten koprrigieren werden. Die vollkommen überhastete Abschaltung von
Atomkraftwerken nur in D wir die Strompreise nach oben treiben und durch Einkauf von Atomstrom aus dem Ausland die Industrie als auch den privaten Verbraucher insgesamt ordentlich belasten. Erdbeben und Tsunami in Japan machen Atomkraft in Deutschland nicht unsicherer! Langfristig geplanter Atomausstieg wäre besser. Diese Kurzschlussreaktion hat der CDU zu Recht Wähler gekostet
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Ida schrieb:
am 8. September 2011 um 21:23:02
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HPRTON schrieb
Jawohl, die DM war eine starke Währung. Deshalb sollte man "Herrn Bosbach" von der CDU besonders loben, der als einer
der wenigen Politiker den Mumm hat, die Probleme eines Eurorettungsschirms unserer Pfarrerstochter Merkel vorzuhalten: " Verarmung der deutschen Steuerzahler "
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