suchen mit
Sie sind hier: Home > Wirtschaft > OECD: Lebensmittel werden deutlich teurer
...

Durchschnitt aller Bewertungen: 0 Sterne

(0)
Schrift kleiner Schrift normal Schrift größer Schrift
mehr drucken

OECD: Lebensmittel werden deutlich teurer

vom Wed Jun 17 13:37:13 CEST 2009 | aktualisiert am Wed Jun 17 15:25:34 CEST 2009 | cs

OECD: Langfristig sollen die Preise für Lebensmittel wieder steigen (Foto: imago)OECD: Langfristig sollen die Preise für Lebensmittel wieder steigen (Foto: imago)Lebensmittel werden in den kommenden Jahren deutlich teurer. Und das trotz weltweiter Wirtschaftskrise und gesunkener Energiepreise. Betroffen davon sind besonders arme Länder. Dort dürfte nach Einschätzung der Ernährungsexperten Hunger ein weiter zunehmendes Problem werden, wie aus dem Agrarausblick 2009 der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und der UN-Ernährungsorganisation FAO hervorgeht.

Noch wird alles günstiger -
Schwellenländer-Quiz - Kennen Sie sich aus?
Finanzmarktkrisen -

Preisschwankungen sehr wahrscheinlich

Die Organisationen warnen, dass auch extreme Preisschwanken in Zukunft nicht ausgeschlossen seien. Zuletzt hatten Preiskapriolen im vergangenen Jahr Verbraucher rund um den Globus belastet. Zwar seien die Höchststände der Nahrungsmittelpreise aus dem Jahr 2008 überwunden, schreiben OECD und FAO in ihrem Landwirtschaftsausblick für die Jahre 2009 bis 2018. Bis auf Rind- und Schweinefleisch werde aber alles durchschnittlich teurer bleiben als vor den Rekordpreisen.

Pflanzenöle sollen sich besonders verteuern

Vor allem Grundnahrungsmittel dürften sich verteuern. Die Schätzungen gehen davon aus, dass die Getreidepreise in den kommenden zehn Jahren inflationsbereinigt zehn bis zwanzig Prozent über dem Durchschnitt von 1997 bis 2006 liegen. Die Preise für Pflanzenöle dürften sogar um mehr als dreißig Prozent steigen. Dies erklärt sich dadurch, dass Nahrungsmittel zu den Grundbedürfnissen gehören. Und so kommt die Landwirtschaft bislang recht gut durch die Weltwirtschaftskrise.

Steigende Nachfrage treibt die Agrarpreise

Die erwartete wirtschaftliche Erholung und die damit wieder steigende Nachfrage in den Industriestaaten könnten die Preise der Agrarrohstoffe wieder antreiben. Dazu käme das starke Bevölkerungswachstum und der wachsende Wohlstand in den Schwellenländern, der zu einem deutlich höheren Nahrungsmittelverbrauch führte.

Anbau von Biokraftstoffen vereinnahmt Ackerfläche

Außerdem machen die wachsenden Biokraftstoff-Märkte und der damit verbundene Anbau von Energiepflanzen dem konventionellen Ackerbau für Nahrungsmittel die Anbauflächen streitig. Zu extremen Preisschwankungen werde es voraussichtlich kommen, da die Preise für Lebensmittel zuletzt stärker an die Kosten für Energie gebunden gewesen seien. Auch sei das Wetter unberechenbar. Ernteausfälle könnten dann die Preise in die Höhe treiben

Ackerfläche vor allem in Afrika verfügbar

Zur Nahrungsmittelsicherheit hieß es in dem Bericht, dass weltweit noch weitere 1560 Millionen Hektar Land für den landwirtschaftliche Anbau zur Verfügung stünden, hauptsächlich in Afrika südlich der Sahara sowie in Lateinamerika. Gegenwärtig werden weltweit 1,4 Milliarden Hektar Land für die Land- und die Forstwirtschaft genutzt.

Eine Milliarde Menschen leiden an Hunger

In den Entwicklungsländern werden dem Landwirtschaftsausblick zufolge zwar künftig mehr landwirtschaftliche Güter hergestellt, gehandelt und verbraucht. Lebensmittelknappheit und Hunger seien aber dennoch ein zunehmendes Problem. Weltweit litten eine Milliarde Menschen Hunger. Langfristig bestehe weniger die Gefahr, dass es nicht genug Nahrungsmittel gebe, sondern dass die Armen nicht ausreichend Zugang dazu hätten. Deshalb müsse die Armut verringert werden und die Wirtschaft wachsen - dazu könne in Entwicklungsländern die Landwirtschaft beitragen.

Weitere Themen:
Agrarsubventionen - Deutschland droht EU-Strafe
Bankrottes Baltikum - Drastisches Sparpaket in Lettland
Wirtschaftskrise - Steinbrück sieht Stabilisierung
Hintergrund - Warum alle eine Rezession so fürchten

cs

Bitte geben Sie eine Bewertung ab

bewerten
Artikel versenden versenden
Leserbrief Leserbrief

ifrarr

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus - voreingestellt ist das Portal, dass sie auf unserer Kontaktseite ausgewählt haben. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an
mailing-ifrarr

Artikel versenden

Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
     
schließen
 

Link versenden

 

Kopieren Sie diesen Link, um Ihn mit anderen zu teilen

 
Bookmarken:
google
mrwong
Yahoo

Kommentare (0)

Thema: "oecd-lebensmittel-werden-deutlich-teurer"

Es sind noch keine Kommentare zu diesem Artikel vorhanden.
Seite:

Kommentar schreiben

Name
Betreff
Kommentar: (Maximal 500 Zeichen)

Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Haken

Vielen Dank. Ihr Kommentar wurde versendet!

Kommentar melden

Bemerkung: (Maximal 500 Zeichen)

Bitte schreiben Sie eine Bemerkung.

Haken

Vielen Dank. Dieser Kommentar wurde gemeldet!
mailing-ifrarr

Rechtliche Hinweise

Die Kommentare geben die Meinung des jeweiligen Verfassers wieder, die Deutsche Telekom AG distanziert sich daher von den Inhalten der Kommentare.

Der Verfasser ist einverstanden, dass sein Kommentar in die Webseiten der Deutschen Telekom AG (v.a. in den Portalen von t-online.de) eingestellt und dort zum Abruf bereitgehalten wird. Er räumt der Deutschen Telekom AG hiermit das räumlich, inhaltlich und zeitlich sowie nach Abrufmengen unbeschränkte und unwiderrufliche Recht ein, seinen Kommentar in den Webseiten der Deutschen Telekom AG einzustellen, zu vervielfältigen, zum Abruf bereit zu halten und öffentlich zugänglich zu machen.

Außerdem sichert der Verfasser der Deutschen Telkom AG die Rechtmäßigkeit seines Kommentares zu und wird keine rechtsverletzenden sowie strafrechtlich relevanten Inhalte einstellen

Downloads & Shops


SOFTWARELOAD

Softwareload

Über 30.000 Programme - sofort zum Download. mehr

Aktuelle Top Hits

Musicload

Jetzt bei Musicload Musik als MP3 laden. mehr

Wettervorhersage

Bild: Imago

Sonne oder Regen - so wird das Wetter. mehr

Spiele-Download-Shop

Gamesload

Spiele einfach und bequem online kaufen.
Gamesload

DVD & Heimkino

t-online.de Shop

Film- und TV-Highlights kaufen.
von t-online.de Shop

Mehr als 8000 Titel

videoload

Blockbuster, Dokus, Serien und mehr bei Videolad. mehr

Anzeige

Goldmünzen

Goldmünzen: Gold kaufen (Foto: Montage)

Krügerrand, Golden Eagle, Maple Leaf, Philharmoniker & Co. kaufen. Gold-Shop


Shopping


Einkaufswelt

Literatur zum Vorteilspreis

Ken Follett Bestseller bei booksOn

Jetzt lesen: Ken Follett - "Die Tore der Welt" als eBook für 12,99 €.

Von booksON

t-online.de Shop

Zeitlose Schönheit

Ingersoll Herrenuhr Bison No 18

Limitierte Ingersoll-Automatikuhr für echte Männer jetzt günstiger.

Von t-online.de Shop

Einkaufswelt

Frühlingsaktion

DSL- & Festnetz-Flat für nur 24,99 € im Monat. Jetzt Paket bestellen!

Von congstar


Aus anderen Bereichen


US-Finanzmärkten droht neues Beben

Nötige Refinanzierungen könnten Finanzmärkte überfordern (Foto: Reuters)

Schrottanleihen von 700 Milliarden. mehr

Chelsea scheitert an Mailand

Inter Mailands Lucio (l.) im Duell mit Chelsea-Stürmer Drogba. (Foto: imago)

Champions League: auch Sevilla raus. mehr

Simone Thomalla darf Führerschein behalten

Simone Thomalla (Foto: ddp)

"Tatort"-Star kommt mit Geldbuße davon. mehr


t-online.de shop

Garmin bringt Sie ans Ziel

Garmin Nüvi Navigationssystem

Nüvi 1350 mit TMC & 41 EU-Karten.

Von t-online.de Shop

Wirtschaft

Wasserverbrauch

Wie viel Wasser verbrauchen Alltagsprodukte? zum Video

Anzeige

Wirtschaft

Energie sparen

Wer Energie spart, spart Bares. zum Video

Preis-Quiz

Wissen Sie, wie teuer eine Tasse Kaffee 1980 war? Preis-Quiz

Wirtschaft

Biohauptstadt

Nirgendwo sonst gibt es so viele Bioläden wie in Berlin. zum Video

Home

MS Office 2007 + 2010

Microsoft Office Home and Student 2007 + 2010

Das Gratis-Upgrade auf Office 2010 jetzt sichern. mehr

© Deutsche Telekom AG 2010

Anzeige