19.03.2010, 15:32 Uhr | dpa-AFX
Der Chef des Münchner ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, hat im Fall Griechenland das Eingreifen des Internationalen Währungsfonds (IWF) gefordert. "Der IWF ist die Instanz, die jetzt gefragt ist", sagte Sinn "Focus Online". Ein Hilfspaket der Europäischen Union (EU) lehnte der Ökonom ab. Auch die Deutschen hätten dem IWF Geld überwiesen, damit er in Schuldenkrisen eingreife. Es sei "nicht einzusehen", dass Deutschland doppelt zahle. Der Ökonom schlägt zudem vor, die Griechen temporär aus der Eurozone zu streichen.
Der IWF solle die Griechen dazu bewegen, auf freiwilliger Basis vorübergehend aus der Eurozone auszuscheiden. Einen solchen Ausstieg auf Zeit hält Sinn für die vernünftigste Lösung. Eine neue Drachme, die im Verhältnis eins zu eins zum Euro eingeführt werden solle, könne Griechenland in den kommenden Jahren abwerten und sein Defizit im Außenhandel abbauen. "Sobald die Außenhandelsbilanz wieder im Gleichgewicht ist, könnte die Regierung erneut die Aufnahme in die Eurozone beantragen", sagte Sinn.
Sinn sagte, harte Sparauflagen würden in Griechenland auf Dauer zu Protesten führen. "Es ist besser, wenn sich der Zorn gegen den IWF richtet, als gegen uns." Der Währungsfonds sei "weit weg" und könne damit leben. Deutschland sei wegen seiner Vergangenheit "erpressbar".
Ungeachtet massiver Kritik aus dem europäischen Ausland hält die Bundesregierung derweil an den Überlegungen fest, Euro-Sünder notfalls aus dem Währungsverbund auszuschließen. "Wir haben nicht den Eindruck, dass die Diskussion zu Ende ist", sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm. Er verwies darauf, dass sich bisher noch kein Staats- und Regierungschef der Euro-Partner an der Debatte beteiligt habe.
Mit den anderen Ländern würden intensive Gespräche geführt. Deutschland habe die Diskussion angestoßen, diese müsse nun fortgesetzt werden. Der Sanktionsmechanismus im Euro-Stabilitätspakt müsse verändert werden. Mögliche Änderungen der europäischen Verträge würden aber Jahre dauern und die Zustimmung aller 27 EU-Staaten erfordern.
Zugleich bekräftigte Wilhelm, aktuell stünden keine Entscheidungen für einen möglichen Hilfsplan für Griechenland an. "Wir gehen unverändert davon aus, dass die Konsolidierungsbemühungen (der griechischen Regierung) erfolgreich sind." Die Frage finanzieller Hilfen des Internationalen Währungsfonds (IWF) sei offen. Grundsätzlich könne Griechenland wie jedes andere IWF-Land selbst über einen entsprechenden Antrag entscheiden.
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dpa-AFX
Greta schrieb:
am 19. März 2010 um 17:19:15
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Griechenland usv
Was sollen wir denn noch alles bezahlen. Die Griechen sollen doch selbst für sich auf kommen und nicht schon wieder die
Deutsche. Wir (der Steuerzahler) haben wohl genug zu auszubaden, nicht nur das wir ständig andere Länder helfen sollen, nein wir müssen auch noch für unsere lieben Politker die erst alles selbst bestimmen und dann sich noch die Tasche bis zu überlaufen voll machena uch noch zahlen. Wenn wir aber in den Urlaub nach Griechenland kommen und Geld da lassen dann ist alles OK
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ARMIN schrieb:
am 19. März 2010 um 17:18:39
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Der Euro wird
die EU in den Abgrund treiben. Viele Staaten mit Problemen nach Griechenland werden folgen, normal müßten wir auch schon
unter den Kandidaten sein.
Die noch vorhandenen Parallewährungen Schweiz,Tschechien usw.sind seit Jahren stabil, ohne Probleme. Dem deutschen Volk wurde eine keinesfalls stabile Währung aufgewungen, ohne die sozialen Gefälle der EU Mitgliedstaaten anzugleichen.
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Gerla schrieb:
am 19. März 2010 um 17:11:01
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neue Drachme = 1 Euro
Nomen ist Omen - der Vorschlag von Herrn Sinn hat Sinn. Nur so kann man verhindern, dass auch Länder wie Portugal,
Spanien, Irland etc. keine Hilfe von anderen Euroländern erwarten werden.
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