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Ökostrom-Umlage: Höhere Kosten für Verbraucher

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Verbraucher müssen mehr für Ökostrom zahlen

23.12.2011, 15:54 Uhr | dapd, AFP, t-online.de

Ökostrom wird Verbraucher teurer (Quelle: imago)

Ökostrom wird Verbraucher teurer (Quelle: imago)

Die Deutsche Energie-Agentur (Dena) erwartet deutlich höheren Belastungen der Stromkunden durch die Ökostrom-Umlage, als von der Bundesregierung prophezeit. Wie Dena-Chef Staphan Kohler der "Frankfurter Rundschau" sagte, werde es nicht gelingen, die EEG-Umlage auf etwa 3,5 Cent pro Kilowattstunde zu begrenzen". Laut Kohler ergeben Berechnungen der Dena, dass die Umlage 2013 bereits bei knapp unter 4 Cent und 2020 bei 5 bis 5,5 Cent liegen wird. Einschließlich Mehrwertsteuer entspricht das für einen Drei-Personen-Haushalt knapp 210 Euro Mehrkosten.

Versprechen wird nicht erfüllt

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Umweltminister Norbert Röttgen (beide CDU) hatten im Sommer versprochen, nennenswert höher als die derzeitigen 3,53 Cent pro Kilowattstunde würde die Umlage für das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) nicht steigen.

Die Abkürzung EEG steht für das Erneuerbare-Energien-Gesetz, welches die Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen, beispielsweise Solar-, Wind- oder Wasserkraft, Biomasse oder Deponiegas, fördern soll. Die Betreiber von Erzeugungsanlagen und Kraftwerken, die Energie auf der Basis erneuerbarer Energien produzieren, erhalten im Rahmen des EEG-Gesetzes einen festen Vergütungssatz für die erzeugte Energie, um den wirtschaftlichen Betrieb ihrer Anlagen zu gewährleisten.

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Verbrauch

Dena Berechnungen zeigen Mehrkosten

Die entstehenden Mehrkosten werden von den Energieversorgern (also beispielsweise den Stromfirmen), welche die Energie von den Kraftwerkbetreiber erwerben, getragen. Die Energieversorger wälzen die Extrakosten wiederum in Form der EEG-Umlage auf den Endverbraucher, also den Stromkunden, um. Je nach Energiequelle wird unterschiedlich viel für den Strom bezahlt. Die Vergütung, die zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme gilt, wird für den Zeitraum von 20 Jahren garantiert. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) erstellt jährliche Prognosen für die Höhe der EEG-Umlage.

Einsparungen bei Solarförderung

Derweilen haben sich die Fraktionsspitzen der Regierungskoalition im Bundestag für drastische Einsparungen bei der Solarförderung ausgesprochen. In einem Brief an Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) und Umweltminister Norbert Röttgen (CDU), forderte der Vorsitzende der Unionsfraktion, Volker Kauder (CDU), dessen Stellvertreterin Gerda Hasselfeldt (CSU) und FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle die Bundesregierung jüngst dazu auf, die Einspeisevergütung bei Fotovoltaik deutlich zu reduzieren.

Die Parlamentarier folgen damit einem Vorschlag Röslers. Er hatte sich bereits Mitte November dafür ausgesprochen, die Zahl der zu fördernden Anlagen deutlich zu verringern. Die Förderung für neue Solaranlagen solle auf einen Zubau von 1000 Megawatt pro Jahr zurückgefahren werden, hatte der Minister angeregt. Eine Begrenzung auf diesen Wert schlagen nun auch die Fraktionsspitzen in ihrem Brief vor. Sie stellen sich damit gegen Umweltminister Röttgen, der eine weitere Kürzung bisher für unnötig befand.

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Boom bei Solaranlagen trieb Umlage in die Höhe

Die Fraktionschefs forderten das Umweltministerium auf, "eine Strategie" zu entwickeln, wie die EEG-Umlage - mit der erneuerbare Energien gefördert werden - dauerhaft bei 3,5 Cent pro Kilowattstunde gehalten werden kann. Derzeit liegt die Umlage, die Haushalte mit ihrer Stromrechnung entrichten, bei knapp 3,6 Cent je Kilowattstunde Strom. Sie steigt an, je mehr Geld für die Förderung von Ökostrom-Anlagen benötigt wird. Vor allem der Boom bei Solaranlagen trieb die Umlage in den vergangenen Jahren in die Höhe.

2010 hatte der Zuwachs der installierten Fotovoltaik-Leistung 7400 Megawatt betragen, für 2011 rechnen die Betreiber der Strom-Übertragungsnetze mit einem Plus von 6500 Megawatt. Bis Ende September sind laut Umweltministerium aber erst neue Anlagen mit einer Leistung von 3400 Watt in Betrieb gegangen.


Quelle: AFP , dapd , t-online.de

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Kommentare (98)

zum Forum

Thema: "Ökostrom-Umlage: Höhere Kosten für Verbraucher "

gschwichti schrieb: am 12. Dezember 2011 um 08:51:57
(5) (0) Öko-Strom
Oh je. Ich möchte nicht mal die wirkliche Energiebilanz von Strom aus Photovoltaik usw. sehen. Die ist fürchterlich schlecht.
Deswegen spricht ja auch niemand darüber. Da wollen halt manche Leute viel Geld verdienen. Für die Ökostromherstellung gibt es bis jetzt auch keine Entsorgungslösung. Ob Akkus, Solarpanels usw. werden sehr viel Problemstoffe verarbeitet. Ob da der Planet auf Dauer mal weniger kotzt frage ich mich wirklich.
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Raumenergie schrieb: am 12. Dezember 2011 um 07:53:07
(0) (4) Strom kostenlos für immer
Nie wieder eine Energierechnung bezahlen müßen, und nie wieder Umweltprobleme mit der technisch neuen Art der
Erzeugung von Strom, das geht, mit der Umwandlung der Raumenergie, oder Vakuumenergie, oder freien Energie zu Strom. Nie wieder von irgend Jemand abhängig sein, weder von einem Stromlieferanten, noch von einem Heizöl, Benzin, Diesel, oder Gaslieferanten. Aber werwill schon diese unendliche und kostenlose Energie in Anspruch nehmen ? Kein Glaube vorhanden in diese neue Technologie ?
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Kühler Rechner schrieb: am 12. Dezember 2011 um 00:15:00
(6) (2) Höhere Öko-Strompreise
Dass Schwarz-Gelb seine Versprechungen nicht einhalten wird, war zu erwarten. Doch was geschieht, wenn 2013
Rot-Grün ans Ruder gelangt ? Dann gibt es mit fast 100%iger Sicherheit eine Strompreisexplosion unter dem Deckmäntelchen Öko-Bio.
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