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Ölmarkt: Sorgen um Konjunktur lassen Ölpreis auf Jahrestief sinken

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Konjunktursorgen: Ölpreis sinkt Jahrestief

15.10.2008, 17:32 Uhr | mfu

Miese Konjunktursorgen: Ölpreis fällt auf Jahrestief (Foto: Reuters)Miese Konjunktursorgen: Ölpreis fällt auf Jahrestief (Foto: Reuters)Der Ölpreis ist wegen der Aussicht auf einen konjunkturellen Abschwung in den westlichen Industriestaaten auf einen neuen Jahrestiefstand gefallen. Die psychologische Wirkung der milliardenschweren Rettungsmaßnahmen der Regierungen für die Banken sei damit am Mittwoch anscheinend bereits verpufft, beschrieb der Rohstoffexperte Eugen Weinberg von der Commerzbank die Lage am Ölmarkt.

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Ölpreis halbiert sich innerhalb von vier Monaten

So fiel der Preis für ein Barrel (159 Liter) Öl der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Auslieferung im November am Nachmittag auf 75,85 US-Dollar. Das waren 2,78 Dollar weniger als am Vortag. Auch an der Rohstoffbörse in London rutschte der Preis für ein Fass Rohöl der Nordseesorte Brent zuletzt auf 76,18 Dollar, was einem Rückgang von 2,77 Dollar gegenüber dem Vortag entspricht. Damit halbierten sich die Ölpreise seit dem Rekordhoch im Juli bei knapp 150 Dollar und erreichten den tiefsten Stand seit fast genau einem Jahr.

Experte uneins über Ölpreisentwicklung

Weinberg erklärte zur Preisentwicklung, an den Ölmärkten stünden die Finanzkrise und die möglichen Folgen für die Konjunktur im Mittelpunkt des Interesses. Die Krise dürfte auch in den kommenden Wochen noch für "Enttäuschungspotenzial" sorgen und einen Anstieg der Ölpreise kurzfristig verhindern. Die Preise würden sich in den kommenden Monaten in einer Spanne zwischen 80 Dollar und 100 Dollar bewegen. Dabei sei - wie derzeit auch - immer wieder mit einem "kurzzeitigen Unterschießen" zu rechnen. Trotz des Abschwungs der Wirtschaft in den Industriestaaten kompensiere China im Augenblick noch einen "Großteil des Nachfragerückgangs in den USA" und wirke somit stabilisierend auf die Preise. Andere Experten rechnen indes mit weiter fallenden Ölpreisen: US-Analyst Stephen Schork hält sogar einen Rückgang des Ölpreises auf 50 Dollar im Bereich des Möglichen.

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Benzinverbrauch zieht wieder an

Autofahrer freuen sich dagegen über die gegenwärtige Entwicklung am Ölmarkt. Gegenüber den Höchstständen im Juli und August haben die Benzinpreise um bis zu 25 Cent nachgegeben. Das regt die Nachfrage an: Im September wurden 1,78 Millionen Tonnen Otto-Kraftstoffe verkauft und damit 1,7 Prozent mehr als im gleichen Monat des Vorjahres, teilte der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) mit.

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Quelle: dpa-AFX , t-online.de

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