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ExxonMobil und Shell mit drastischem Gewinneinbruch
03.08.2009, 16:32 Uhr | sky
Raffinerie von Shell in Rotterdam (Foto: dpa) Der Gewinneinbruch bei den Ölkonzernen ExxonMobil und Royal Dutch Shell hat sich im zweiten Quartal verstärkt. Beide Unternehmen litten nach eigenen Angaben unter den im Vergleich zum Vorjahr deutlich gefallenen Ölpreisen und der wegen der Wirtschaftskrise gesunkenen Nachfrage. Mit einer schnellen Erholung ihres Geschäfts rechnen sie nicht.
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Gewinn von ExxonMobil drittelt sich
Beim weltweit größten börsennotierten Konzern ExxonMobil brach der Gewinn von April bis Juni um zwei Drittel im Vergleich zum Vorjahr ein - oder von 11,7 auf 3,95 Milliarden Dollar, wie das US-Unternehmen in Irving im Bundesstaat Texas mitteilte. Damit verfehlte der Konzern die Erwartungen von Analysten: Der Gewinn je Aktie lag bei 84 Cents, Analysten hatten 1,02 Dollar erwartet. Der Rückgang war noch stärker zu Jahresbeginn, als sich der Überschuss bereits halbiert hatte. Im US-Handel verloren die Aktien in der ersten Stunde ein knappes Prozent.
Der Umsatz bricht ein
Der Umsatz des US-Konzerns sank im zweiten Quartal um 44 Prozent auf 74,5 Milliarden Dollar. Das Fördervolumen hatte die Gesellschaft dagegen nur um drei Prozent gedrosselt. Im vergangenen Jahr hatte Exxon noch mit mehr als 45 Milliarden Dollar den bisher höchsten Gewinn eines US-Unternehmens erzielt. Im Schlussquartal war das Ergebnis jedoch bereits eingebrochen.
Auch Shell rutscht nach unten
Der niederländisch-britische Konkurrent Shell musste sogar einen Gewinneinbruch von 70 Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar hinnehmen. Das Ergebnis übertraf die durchschnittlichen Analysten-Prognosen von 2,4 Milliarden Dollar; allerdings monierten Analysten, dass das Ergebnis vor allem auf Währungsgewinne zurückzuführen sei. Den Aktionären soll dennoch eine um fünf Prozent höhere Dividende von 0,42 Dollar gezahlt werden.
Die Förderkosten bleiben hoch
Den Ölkonzernen macht weltweit der im Vergleich zum Vorjahr schwache Ölpreis zu schaffen. Im Juli 2008 hatte Rohöl noch fast 150 Dollar je Barrel gekostet und den Ölkonzernen Rekordgewinne beschert. Zurzeit pendelt der Preis zwischen 60 und 70 Dollar. Gleichzeitig sind bei den Konzernen die Kosten für die Ölförderung sehr hoch, weshalb sich nun viele ein Sparprogramm verordnet haben. So hatte Shell im Juni angekündigt, sich künftig schlanker aufzustellen. Dem Programm mit dem Namen "Transition 2009" sind bereits 20 Prozent der Stellen im Management zum Opfer gefallen. "Weitere substanzielle Reduzierungen des Mitarbeiterstabes sind wahrscheinlich", sagte Vorstandschef Peter Voser. Shell beschäftigt derzeit rund 102.000 Mitarbeiter.
Der Ausstoß soll steigen
Der Konzern bleibt eigenen Angaben zufolge auf der Suche nach neuen Öl- und Gasfeldern, um die Produktion anzukurbeln. Allein im ersten Halbjahr 2009 habe Shell sechs neue Funde gemacht. Ziel sei es, die Förderung von Öl auszubauen und um eine Millionen Barrel Öl pro Tag zu erhöhen. Exxon Mobil hatte trotz der Krise im ersten Halbjahr 12,3 Milliarden Dollar in neue Förderprojekte investiert, dies ist nach eigenen Angaben fast ein Rekordwert. Für rund fünf Milliarden Dollar kaufte der Konzern zudem Aktien zurück.
Quelle: dpa-AFX
, t-online.de
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